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Reisebericht: Animation in Gran Canaria 2006

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AnniBunny

eine Powerfrau

aus Bremen

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4 Monate als Animateurin in Gran Canaria

Schnuppert doch mal rein, wenns euch gefällt guckt euch den ganzen Bericht an unter:

http://www.world-of-chaos.de.tl/Gran-Canaria-2006-Das-Ani_Leben.htm

und jetzt viel Spaß!

Gran Canaria 2006 Das Ani-Leben

Parque Cristóbal, Playa del Ingles, Gran Canaria, 16.07. - 15.11.2006


Ich habe mich - der ein oder andere mag schon davon gehört haben - diesen Sommer um dem miesen Wetter in Deutschland aus dem Weg zu gehen einfach mal in Gran Canaria herumgetrieben.
Vom 16.07. - 15.11. habe ich dort in einem Fun Club als Kinderanimateurin gearbeitet.

Am 16.07.06 ging mein Flieger nach Gran Canaria. Ich hatte absolut keine Ahnung, was mich erwartet, wie und wo ich schlafe und vor allem mit wem ich mein Bett für die nächsten 3 1/2 Monate teilen werde. Ich war noch nie zuvor allein geflogen und hatte keine Ahnung, wo ich hin musste. Irgendwie habe ich dann einen Bus gefunden, der bereit war, mich in mein Hotel mitzunehmen. Das Team hat mich sogleich herzlich begrüßt und ich habe mich gleich aufgenommen gefühlt. Die ersten Wochen waren schon recht hart für mich. Ich hatte Heimweh und habe vor allem meinen Nils sehr vermisst. Dazu kam, dass ich noch nicht selbstständig arbeiten konnte und bei jeder Kleinigkeit nachfragen musste. Es wurde natürlich auch sehr viel geprobt. Ich hatte noch nie in meinem Leben einen Tanzschritt gelernt und dementsprechend schwer war es für mich, die Choreographien im Kopf zu behalten, nicht zu vermischen und dazu noch Playback und Ausstrahlung drauf zu haben. Doch als der letzte Tanz meiner ersten Show vorbei war und ich in meinem wahnsinnig schönen "Nacht-der-Vampire"-Kleid und dem Vampir-Make-up auf der Bühne vorgestellt wurde und Applaus bekam, wusste ich, dass sich die ganze Proberei gelohnt hatte. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, eine Show, vor der man schon ein wenig Angst hatte, hat gut geklappt und dann steht das ganze Team auf der Bühne, genießt den Applaus und ist stolz. Ich war komplett aufgedreht und habe das Grinsen den ganzen Abend nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Natürlich war mein Auftritt nicht hundertprozentig perfekt, aber die Show war vorbei und sie war nicht schlecht. Natürlich gab es auch das eine oder andere Tief, aber je länger ich dabei war, umso selbstständiger wurde ich, umso besser haben die Shows und das Tagesprogramm geklappt und umso mehr Spaß hatte ich dabei. Zum losgehen und feiern war zwar nicht viel Zeit, aber ab und zu haben wir uns sie einfach genommen, sind nach Feierabend einfach nochmal los gegangen und haben dafür eben ein bisschen weniger geschlafen. Zu Abschieden, Geburtstagen etc. ging es immer in unsere Disco. Man mag es kaum glauben, aber das ganze Team sieht sich JEDEN Tag von Morgens bis Abends und dann haben wir nicht die Schnauze voneinander voll, sondern gehen nachts auch noch zusammen los und genießen unsere freien Tage miteinander. Ich glaube, dass man solch lange und anstrengende Tage kaum überstehen kann, wenn man nicht einfach Spaß dabei hat und das hatte ich. Eine Zeit lang war unser 6-köpfiges Team aus gesundheitlichen Gründen auf 4 Köpfe geschrumpft, das heißt, wir übrigen haben erst recht mit angepackt. Ich nahm das als Herausforderung und war froh, dass wir schon so selbstständig arbeiten können. Ich blieb noch zwei Wochen länger als geplant. Ich freute mich schon auf zu Haus, wusste jedoch genau, dass ich das Animateursleben sehr vermissen würde. Wenn ich an meine Zeit zurückdenke, denke ich an das Schlaflied der Mini-Disco, wo alle Kinder auf dem Boden liegen, über- und untereinander und auch die Wildesten friedlich ihre Köpfe auf meine Beine legen und beinahe einschlafen. Oder ich denke an einen Geburtstag, der zugleich ein Abschied war, wir saßen um 4 Uhr nachts draußen auf der Terrasse und haben Nudeln gegessen.. und unvergesslich ist ebenfalls unser Kampfschrei bevor die Show startet: "Lotte-Totte-Hot-Hot-Hot-Genau" und danach grunzen wir und klopfen uns auf den Hintern und das alles in einer Lautstärke, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass die Leute draußen das wirklich nicht gehört haben. Dann die letzte Minute vor der Show. Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel und der Schritt raus aus der Requi-Tür, ab auf die Bühne und jetzt POWER!!

Zu Hause habe ich zwar Zeit zum Schlafen, Nudelsalat, mein Bett, meine Familie und Freunde, selbstgemachte Pfannkuchen mit Apfelmus und keine Kakerlaken, aber dafür all das nicht.

Es hat also alles seine Vor- und Nachteile.
Weiterempfehlen kann ich das ganze nur, vorrausgesetzt, es macht einem nichts aus, sehr lange und anstrengende Arbeitstage und nur einen freien Tag pro Woche zu haben, der in erster Linie für aufräumen, einkaufen, Wäsche machen und Essen für die nächsten drei Tage kochen drauf geht.
Das besondere ist die Arbeit im Team, unser Team bestand aus den verschiedensten Leuten, ältere, jüngere (wobei ich das Küken war), Tussis, große, kleine, dicke, dünne, anstrengende, zickige, laute, alles quer Beet. Doch wenn man sich ein bisschen eingelebt und alle kennengelernt hat, so will man in kein anderes Team der Welt wechseln. Wir hatten das Glück, dass neben dem 1-2-FLY-Team auch noch ein holländisches Team in unserem Hotel arbeitete, denn zum einen hatten wir auf diese Weise nur vier Shows pro Woche und zum anderen war dieses Team einfach toll und ich hatte viel Spaß mit allen.

Der Tagesablauf war in etwa so:

zwischen 9.00 und 9.45 Uhr: Treffen im Miniclub, Aufbauen der Musikanlage.

9.50 Uhr: Ansage am Pool, das Tagesprogramm wird auf deutsch, englisch, spanisch und holländisch durchgesagt... (A las nueve y media tenemos para todos en el teatro "La noche de los vampiros"! At half past nine we have for all of you in the theatre "The night of the vampires"! Um halb zehn haben wir für sie alle im Theater "Die Nacht der Vampire"! Um half tin hebben wy for iedereen in het theater "De nacht van de vampiren") ehrlich gesagt konnte ich das holländische nie komplett, aber alle anderen drei Sprachen konnte ich ansagen.

10.00 Uhr: der Solinotanz und einer der drei holländischen Clubtänze, ebenfalls vorne vorm Pool. Wenn sich keine Kinder oder Teens zum mitmachen finden, so machen wir die albernen Kindertänze eben allein.

10.15 Uhr: Das Tagesprogramm beginnt. Ich als Kinderanimateurin arbeite dann entweder mit den Solinos (3-6 Jahre) oder Maxis (7-12 Jahre). Dann werden T-Shirts angemalt. die Raupe Nimmersatt gebastelt, Fußball gespielt, im Wasser rumgeplanscht, mit Moosgummi gebastelt, gemalt, Basketball gespielt, gekegelt (mitten auf dem Platz mit dem Basketball), Völker- oder Brennball gespielt, eine Clubrally veranstaltet und und und...
Außerdem wird auch noch ein Erwachsenensport- und Fitnessprogramm angeboten, ein Schwimmkurs für die Kinder und ein Teenieprogramm für die 13-17-jährigen.


12.00 Uhr: Das Vormittagsprogramm ist vorbei, alle Treffen sich am Pool zum 12-Aktiv-Spiel. Dies sind kleine Geschicklichkeitsspielchen für die Erwachsenen, moderiert von uns. Der Sieger bekommt einen Cocktail und eine Urkunde. Anschließend gemeinsamer Clubtanz um den Pool. Danach wird die Musikanlage wieder eingepackt und nach drinnen verfrachtet.

etwa 12.30 Uhr: Treffen im Theater für Deko und Proben. Dies dauert verschieden lange, je nach Show und bisheriger Vorbereitung.

spätestens 14.30 Uhr: Mittagspause. Entweder essen im Restaurant mit den Gästen oder (was meist schneller ist) fünf Minuten zum Bungalow hetzen, ein bis zwei Toast reinziehen, fünf Minuten zurückhetzen. Will man im Restaurant essen, so muss man sich ohnehin noch vorher umziehen, denn dort sollen wir immer nur in langer Teamkleidung erscheinen.

14.45 Uhr: Treffen am Miniclub, Musikanlage wieder raus

14.50 Uhr: Ansage am Pool (Nachmittags- und Abendprogramm)

15.00 Uhr: Solinotanz und ein weiterer der drei holländischen Clubtänze

15.15 Uhr: Das Nachmittagsprogramm beginnt (wieder Spiel und /oder Sport)

18.00 Uhr: für einen von uns geht es jetzt los zum Dinner for Kids, er oder sie geht mit allen angemeldeten Kindern ins Restaurant, zum Essen ohne Eltern. Eine weitere Person (und zwar die, die auch schon die Ansagen gemacht hat) macht die Absage, danach räumen alle die Anlage wieder ein.

18.30 Uhr: für ein bis drei Personen geht es jetzt vors oder ins Restaurant, um mit Standbildern (25 Minuten in den Showklamotten in einer Pose verharren und sich angucken lassen), einer Restaurantaktion (als die Gestalten des Abends, sei es ein Pfarrer, ein DJ oder eine Krankenschwester, verleidet durch das Restaurant laufen, die Leute belabern) oder einem Entrance (vorm Restaurant stehen und die Leute einladen) für die abendliche Show zu werben.

19.00 Uhr: einer von uns betreut am Miniclub die Actionstunde, das ist das gleiche wie das normale Kinderprogramm, nur dass es nur eine Stunde dauert und dass alle Kinder dort zusammen betreut werden.

20.00 Uhr: Minidisco! Zwei von uns verkleiden sich (als Clown, Cowboy, Blumenkind, Taucher, Sportler, da wird der Fantasie freien Lauf gelassen) und erzählen dazu ein paar kleine Geschichten. Dazu werden einige Minidiscolieder getanzt.

20.30 Uhr: Showtreff in der Requisite. Umziehen, schminken, Utensilien für die Show zurechtlegen, Texte ein letztes Mal durchgehen und so weiter

21.30 Uhr: Ansage der Show, anschließend Show

Wir haben gezeigt: “Miami Beats” (wie Musical Miami Nights), “Dancing Queen” (wie Musical Mamma Mia), “Nacht der Vampire” (wie Musical Tanz der Vampire) “Night Fever” (wie Musical Saturday Night Fever), “Falco – Sound of Musik” (wie Musical Falco) und eine Comedyshow. Außerdem haben wir noch eine Kindershow, in der die Kleinen die ganzen Rollen übernehmen und wir sie nur umziehen schminken, beruhigen, auf die Bühne schicken und an- und abmoderieren.

Die Holländer haben immer bei unseren Shows ausgeholfen und wir auch bei ihren, so wie: „Grease“, „U bet?/ Wetten dass?/Que apostamos?“; „Sister Act“, den "Crazy Mix", den "Hitparade Mix" (zwei Spaßshows, bei denen ich regelmäßig vom Stuhl gerutscht bin vor Lachen), „Finding Nemo 2“ (eine Kindershow), eine Mini-Playback-Show und ebenfalls eine Comedyshow.

Etwa 22.30 Uhr: Wir setzen uns raus zu den Gästen (natürlich immer noch im Showkostüm und verschwitzt wie wir sind), unterhalten uns mit diesen.

23.00 Uhr: Zwei von uns haben Requi-dienst, wir fangen schon mal an, die Requi wieder aufzuräumen, die Pinsel auszuwaschen, die Bühne leerzuräumen und zu fegen.

24.00 Uhr: Alle anderen treffen im Theater ein und wir räumen zusammen zu Ende auf. Anschließend eine kurze Nachbesprechung und Proben. Bis: Open End, aber länger als bis um 2.30 Uhr saß ich dort noch nie.

Anschließend kann, wer noch Lust, Kraft und Motivation hat, noch losgehen. Im letzten Monat habe ich kaum eine Nacht länger als vier Stunden geschlafen und ich lebe auch noch. Man muss das halt auch ein bisschen ausnutzen!

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Wir haben die Teens auf Sunny gehetzt...



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Die kleine Sophie und ich im Miniclub, wo ich fast den ganzen Tag über zu finden war.

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Reza als Alfred


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Das Lied "Knoblauch"

ein Bild Sister Act, unsere "Spaßshow".. mindestens ein Lachflash auf der Bühne war vorprogrammiert...


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Flo, der Teamchef als Graf von Krolock


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Ich als Vampir

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Die Armen.. aber die Kinder hatten einen Riesenspaß!

Reisebericht und viele, viele lustig bunte Fotos findet ihr hier:

http://www.world-of-chaos.de.tl/Gran-Canaria-2006-Das-Ani_Leben.htm

Viel Spaß beim Lesen, guckt doch noch im Gästebuch vorbei!



Kommentare

Schöne Reiseberichte

 

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surfergirl sagt dazu...

Hi, deine Reiseberichte sind echt super interessant Vor allem dieser... Habe auch schon als Kinderanimateurin in Sharm el Sheikh gearbeitet und beim Lesen deines Berichts mich gleich wieder erinnert! Ist echt eine einmalige Erfahrung Viel Spass weiterhin beim Reisen!!!

 
 

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