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Reisebericht: Vom Chiemsee nach Venedig (Transalp) mit dem Mountainbike

bild3

baltimo

ein Genießer

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(1 Bewertung)

baltimo: 4 Sterne


Aktivitäten



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Update 3 Mittwoch 15.09.2010

Am Montagabend sind wir drei wieder gesund und glücklich von Italien zurück gekommen. Die Tour von Prien (Chiemsee) nach Cavallino (Venedig), ist reibungslos verlaufen und alles in allen würde ich so eine Tour immer wieder machen, vielleicht einwenig besser vorbereitet.

Im heutigen Step werde ich die Gesamtübersicht meiner Streckenparameter und die noch fehlenden Touren einfügen.

Gesamtübersicht:

Fortschrittsübersicht Bericht für baltimo
Messung:10 Aktivitäten
Distanz:685,36 km
Zeit:64:19:35 h:m:s
Positiver Höhenunterschied:8.815 m
Ø Geschw:10,7 km/h
Ø HF:123 bpm
Ø Trittfrequenz (Fahrrad):62 1/min
Kalorien:23.790 cal
Max. Distanz:125,12 km

Freitag 03.09.2010: Mountainbikerunde bei Costa

Freitag 03.09.2010: Verbindungsetappe Montina (I) - Snezatno (Slo)

Samstag 04.09.2010: Snezatno (Slo) - Lamiano (I)

Sonntag 05.09.2010: Lamiano - Cavallino

Update 2 Freitag 03.09.2010 9:30 Uhr

Seit Montag ist wieder viel passiert, ich werde als erstes die Stationen meiner Reise aufführen und im zweiten Step meine Reiseberichte einfügen. Ich kann es kaum glauben das ich Heute schon sieben Tage unterwegs bin, werde gleich erst mal eine MTB-Strecke in Costa antesten und mich dann rüber nach Slowenien machen.

Samstag 28.082010: Prien - Straubinger Haus

Sonntag 29.08.2010: Straubinger Haus - Aurach

Montag 30.08.2010: Aurach - Zell am See

Dienstag 31.08.2010: Villach - Nötsch

Mittwoch 01.09.2010: Nötsch - Valbruna

Donnerstag 02.09.2010: Valbruna - Montina

Update 1 Montag 30.08.2010 22:15 Uhr

Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen und ich kann es kaum glauben, dass ich schon drei Tage unterwegs bin.

Am Samstag um 13 Uhr ist meine Tour, bei strömenden Regen, kurz hinter Prien am Chiemsee, nach dreimonatiger Vorbereitung, gestartet. Ein bekannter hat mich vor einem Bushäuschen kurz hinter Prien abgesetzt, ein unbeschreibliches Gefühl kam in mir hoch, als wenn ich jenseits jeglicher Zivilisation ausgesetzt worden wäre und als ich ihn dann so wegfahren gesehen habe, wusste ich, jetzt gibt es kein zurück mehr.

Mit Sack und Pack, bei strömenden Regen, ging es mit dem Mountainbike ab in Richtung Reit im Winkel, immer schön der Bundesstraße folgend, die nur teilweise mit einem Fahrradweg versehen war, ging es unaufhaltsam vorwärts wenn mich nicht ab und an dieses Unbehagen gequält hätte:"welche Überraschungen werde ich heute noch zu überstehen haben". Die Strecke wurde Bergiger und es kamen mir die ersten Selbstzweifel, dass mein Transalptraining in den Niederlanden wohl doch nicht die optimale Vorbereitung gewesen sein würde. In den Niederlanden gab es nur kurze aber dafür sehr steile Auffahrten, deren Ende von unten gut einsehbar war, hier zogen sich die Anstiege über Kilometer weit hin, eine Krafteinteilung war schier unmöglich.

Der enge Zeitplan lies aber keine Zeit für Selbstzweifel, wollte ich heute im Straubinger Haus übernachten, musste ich reinhauen. Alex, der die Tour in 2007 gefahren ist und der mich durch seinen Beitrag

http://www.nobrakes.de/touren/chiemsee_venedig2000/Transalp_2007_Chiemsee-Venedig.htm

erst auf die Idee gebracht hat, seine Tour nachzufahren, hatte die heutige Etappe in knapp drei Stunden gefahren, für mich war heute nicht daran zu denken.

Gegen 16 Uhr erreichte ich den ersten wichtigen Wegpunkt für heute"Seegatterl". auf den Wanderwegweiser, unten am Eingang der Wandertour, stand, dass die Route "Straubinger Haus" in ca. 3h zu schaffen sein müsste. Wenn also alles schief gehen würde, habe ich mir so gedacht,:"biste halt erst um 19 Uhr oben", ich war zwar schon etwas angeschlagen aber mein Motto heißt ja nicht umsonst: "was uns nicht tötet macht uns nur härter", das sich diese Worte noch bewahrheiten würden muste ich zwei Stunden später feststellen.

Vom Seegatterl zum Straubinger Haus.

Die ersten Anstiege zeigten mir gleich das das keine Kaffeefahrt werden würde, steile Schotterauffahrten, nass, rutschig und kraftraubend. Für mich hatten die Auffahrten eine Steigung von teilweise 30% und das nicht nur eine kurze Strecke. An Fahrrad fahren, was gar nicht mehr dran zu denken. Ich habe von der gesamten Route, wenn es hoch kommt, vielleicht 10% mit dem Rad geschafft.

Es wird aber noch besser kommen, nach ca. 2h habe ich mich bis zu einer Alm hochgekämpft, Regen, Kälte, Unbehagen und die glitschige Strecke, habe ich über mich ergehen lassen, obwohl meine Kräfte eigentlich schon zu 100% aufgebraucht gewesen waren. Aber da war doch noch diese Alm, Wegweiser Zeigten mir zu meiner Erleichterung, das das "Straubinger Haus" in ca. 11/4h Stunden zu schaffen sein müsste. Hinter den besagten Wanderwegweiser führte eine zweite Alm genau in Richtung "Straubinger Haus", in der Ferne konnte ich einen Weg oder Wasserfall erkennen, wie sich nachher heraus stellte was es ein Wasserfall. Auf der Alm oder wie wir zu sagen pflegen: "auf der Kuhwiese" war der Weg nur sehr schwer zu erkennen, sodass ich einfach den Felsblöcken folgte, die aus dem Wiesenboden herausragten. Am Ende der Wiese führte ein Singletrail den Hang entlang, es kamen mir die ersten Zweifel: "wie will der Alex den diesen Weg hoch gekommen sein" aber egal, unten auf dem Schild stand ja "Straubinger Haus" 11/4h. Ich quälte mich den Weg hoch, Wasser kam mir des Weges entgegen so das ich nasse Füße bekam und es immer rutschiger wurde. Endlich, nach ca. einer 1/2h kam ein Wanderwegweiser in Sicht: "was soll da wohl draufstehen" fragte ich mich: "eine 1/2h, maximal eine 3/4h" sagte ich mir. Als ich den Wegweiser erreichte, konnte ich es nicht glauben was darauf stand, ich war eine gefühlte Stunde den Berg rauf gestolpert und auf den Wegweiser stand: "Straubinger Haus 11/4h", "die müssen den..." ich schreib es lieber nicht auf was ich gedacht habe aber der Anblick des Wegweisers hatte meine letzten Kräfte geraubt nur der Gedanke in dieser Einöde Schlafen zu müssen war stärker und trieb mich vorwärts. Singletrails, die teilweise abgerutscht waren musste ich queren, Felsansamlungen, die sich über 10m hinzogen, waren zu queren. Jedes mal, wenn ich ein Massiv geschafft hatte, tat sich in der Ferne ein neues auf. Ich dachte oft daran das Fahrrad einfach liegen zu lassen, um leichter hoch zu kommen, mit schrecken dachte ich dann aber das ich ja wieder runter steigen müsste, um es wieder nachzuholen. Letztendlich habe ich es dann doch geschafft, es war ein herrliches Gefühl endlich das "Straubinger Haus" im dichten Nebel vor mir liegen zu sehen. Mit einmal waren alle Unwegsamkeiten vergessen, ich hatte es geschafft und ich wusste sofort, bei wem ich mich dafür zu bedanken hatte, was ich auf sofort tat...

Tourdaten im Überblick:

Dienstag 24.08.2010

So langsam gehts in die heiße Phase über, noch vier Tage und es geht los.

Am kommenden Samstag wird sich zeigen, ob sich die letzten drei Monate Training, mit dem Mountainbike gelohnt haben. Als Flachlandtiroler ist es ja immer schwer einzuschätzen wie gut man(n) auf die Berge vorbereitet ist.

Bei uns im Münsterland ist das Gelände so flach das wir zum Mountainbike fahren nach Holland in die Berge müssen ;)



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