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Reisebericht: Ecuador 2009 (Teil 3)

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step2treveler

ein Reiseführer

aus Ulm

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Tag 15

Puerto Lopez

Haben gestern Abend den Tipp bekommen. Doch mal in der Frühe den Fischern bei ihrer Heimkehr über die Schulter zu schauen. Um kurz nach 7 Uhr, mach ich mich auf den Weg. Einfach am Strand Entlang gehen. Der „Hafen“ ist nicht zu verfehlen. Ist auch schon eine Menge Betrieb.

Jedes Boot das zurückkommt, zieht eine große Schar an Vögeln mit sich. Diese Versuchen aus der Luft, wo immer möglich, einen der Fischen zu ergattern. Selbst beim aufladen der vollen Kisten auf die LKWs, wagen sich noch dazwischen. Eine Menge unterschiedlicher Arten werden gehandelt und an Ort und Stelle für den Weiterverkauf aufbereitet. Der Abfall landet im Wasser, zwischen den dort wartenden Kormoranen.

Danach geht es noch mal kurz ins Bett zurück. Haben Heute sonst keine Verpflichtung. Ein richtiger Tag zum faulenzen. Nachdem ich richtig Wach bin, muss sich erst mal ein kleines Restaurant zum Frühstücken suchen. Auswahl gibt es reichlich. Das Wetter ist nicht ganz optimal. Etwas Dunstig. Als erstes steht eine Tour entlang des Strandes zum Ende der Bucht auf den Programm. Ein ziemliches Stück. Wirklich besser wird das Wetter nicht. Zum Mittag leistet ich mir ein kurzes Bad im Pool.

Für ein richtiges Bad im Pazifik, muss man den geeigneten Strand haben. Nicht weit von „Puerto Lopez“ gibt es eine „einsame“ Bucht. Also alles Notwendige zusammenpacken und los. Am Anfang geht es immer Entlang der Straße den Berg hinauf Nach einer kleinen Hütte, kommt die beschriebene Abzweigung. Auf einem schmalen Pfad, geht es durch dichtes Buschwerk wieder abwärts.





An dessen Ende, kommt man direkt am Sandstrand vom „La Playita“ aus. Phantastisch. Bin nicht der Erste. Ein paar Leute aus meiner Reisegruppe, sind schon seit dem Vormittag hier und zwei weitere Paare, die etwas abseits am Strand Tanzen üben. Also praktisch menschenleer. T-Shirt aus und mit viel Anlauf durch die Brandung ins Wasser hinein.

Mein letztes Bad im Pazifik, ist fast exakt 10 Jahre her. Am „Venice Beach“ in LA war aber deutlich mehr Los. Die Temperatur (Luft / Wasser) ist annehmbar. Nach dem Bad, verabschieden sich die anderen schon. Will noch ein Stündchen bleiben. Die Sonne ist inzwischen doch noch etwas rausgekommen. Gemütlich hier. Die Felsen und Steine geben ein paar gute Fotomotive ab.

Auf dem Rückweg, kommt man schnell ins schwitzen. Nehme diesmal eine etwas andere Route durch das Dorf. Grausig. Die Straßen und Wohnungen machen einen sehr heruntergekommenen Eindruck. Als Fischer kann der Verdienst nicht sehr hoch sein. Alles ist improvisiert und nur halbfertig.

Unser Hotel mit seinen grünen Garten, steht dazu in einem extremen Kontrast. Die Andern haben mir Erzählt, dass es ein Stück weiter oben, eine noch exklusivere Ferienanlage mit Palmenbestand gibt. Glaub ich, am Morgen aus der Entfernung gesehen zu haben. Noch ein paar Bahnen durch den Pool und es wird langsam Zeit, um etwas zu Essen.

Heute probiere ich mal die Garnelen. Die Schnelligkeit, mit dem die Speisen hier serviert werden, ist phänomenal. Ruckzuck und das gewünschte, steht auf dem Tisch. Hungrig mache ich mich über den Teller her. Auf dem Rückweg, kommt mir noch das eine oder andere bekannte Gesicht entgegen. Langsam schlendere ich an den vielen Bars am Strand entlang. Die Meisten haben keine Gäste und drehen dafür die Musik laut auf. Es findet sich ein geeignetes Plätzchen um dem Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.

Tag 16

Puerto Lopez

Ausflug zur Insel „Isla de la Plata“ im „Machalilla Nationalpark“ Haben zum Frühstück noch nicht meine Fototasche mitgebracht. Also noch mal den ganzen Weg zurück.

Mit dem Boot machen wir uns auf die lange Fahrt. Alle Anwesend. Ungefähr 15 Leute, inklusive Crew und einem Guid finden auf dem hinteren Teil des Bootes Platz. Sind schon ein Stück gefahren, als wir eine erste Walsichtung haben.

Langsam nähren wir uns der kleinen Herde. Gelegentlich kann man etwas von de Rückenflosse sehen. Sonst nicht sehr spektakulär. Aber immerhin etwas. Da die Tiere immer wieder abtauchen, machen wir uns nach einiger Zeit auf die Weiterfahrt.

Bis zur Insel ist es noch weit. Ein Fels inmitten des Meeres. Von der Küste, ist nichts mehr zu sehen. Eine kleine Buch mit Strand, dient als Hafen. Obligatorisch werden unserer Eintrittskarten kontrolliert. Nachdem alle ihre Schuhe wieder an haben und startbereit sind, führt und unser Guid die geschlossene Gruppe in die Inselwelt hinein.

Auf einem Pfad, müssen wir erst mal etwas Berghoch. Oben angekommen, kann man auch schon wieder das Ende der Insel sehen. Alles extrem trocken. Die letzte Regensaison ist lange her. Weiter hoch. Jetzt sehen wir die ersten Blaufußtölpel. Immer als Paar am Wegesrand. Die Nester liegen meist zwischen dem trocknenden Gestrüpp. Tapfer verteidigen die großen Vögel ihr Revier. Sind aber anscheinend an die Menschen gewöhnt und haben keine Angst.

Gut das sie nicht wissen, dass sie in einem Naturschutzgebiet leben. Vielleicht würden sie dann nicht so zurückhaltend sein. Nach der ersten Sichtung, folgen noch viele weiterer. Andere Vogelarten machen sich rar. Nur ein Albatrosjunges, können wir unterwegs noch ausmachen. Die Eltern schreien gerade unterwegs auf dem Meer zu sein.





Unser Guid ist der Meinung, wir trödeln zu sehr und wir müssten uns auf den letzten Stück beeilen, um Pünktlich unser Boot zu erreichen. Kommt nicht so richtig gut an. Wobei es auf dem Rückweg auch nicht mehr so viel zu sehen gibt. Fast drei Stunden, inkl. Pause hat die gesamte Tour gedauert.

Vor der eigentlichen Rückfahrt, ist noch ein Baden und Schnorcheln an einem Riff angesagt. Aber ohne Sonne, will dieses keiner in Anspruch nehmen. Während wir noch unser Lunch zu uns nehme, nimmt der Kapitän wieder Kurs auf „Puerto Lopez“ auf.

Auf halber Strecke, sichten wir wieder Wale. Diesmal gibt es das volle Programm. Am Anfang sind nur die großen Seitenflossen zu sehen. Als wenn sie wüsten, das Zuschauer anwesend sind, springen die Wale immer wider in großen Bögen aus dem Wasser. Und das bei einem Gewicht von fast 30 Tonnen. Sagenhaft. Beim eintauchen gibt es mächtige Fontänen. Inzwischen sind wir von mehreren Herden umzingelt. Überall gibt es was zu sehen.

Die Eigenschaft, 5 Bilder pro Sekunde tätigen zu können ist begrüßenswert, führt aber dazu, dass ich in kürzester Zeit zwei komplette Filme belichtet habe. Hoffentlich ist da was Brauchbares drauf. Ganz schön Dunkel hier. Nachdem es wieder ruhiger Geworden ist, fahren wir weiter. Jeder ist auf seine Kosten gekommen. Zum Abschied, können wir aus einiger Entfernung, noch mal einen Sprung sehen, wo der Wal komplett aus dem Wasser (inkl. Schraube) kommt.

Am Stand werden wir schon von einer Schar Kinder mit Wasserflaschen erwartet. Gegen eine geringe Gebühr, kann man sich den Sand von den Füßen waschen lassen. Zur Entspannung des langen Tages, ziehe ich noch einige Bahnen im Schwimmbecken.

Für den Abend ist nichts Bestimmtes geplant. Richtig Hunger habe ich keinen. Kaufe mir ein paar Kleinigkeiten und ein bisschen was Essen und setze mich an den Strand. Auf dem Rückweg treffe ich noch ein paar Bekannte auf ein kühles Bier.

Tag 17

Puerto Lopez - Machachi

Zurück in die Berge. Das wilde Strandleben ist vorbei. Wir wollen ja noch auf den „Cotopaxi“ hinauf. Dafür müssen wir aber mal wieder an Höhe gewinnen. Ohne Frühstück, machen wir uns auf den Weg. Am Anfang geht es noch ein Stück die Küste entlang. An einigen Stellen, kann man große künstliche Becken, in der direkten Nähe des Meeres sehen. Diese dienen zur Salzgewinnung.

Danach kommen wir an etwas kleineren vorbei. Hier werden die Shrimps gezüchtet. Alsbald verlassen wir die „Schöne“ Landschaft und biegen Richtung Osten ab. Als nächste steht die lang ersehnte Frühstückspause auf dem Programm.

Am Straßenrand haben wir die Möglichkeit, fische Teigtaschen (Mit Füllung), direkt aus dem Offen zu probieren. Dazu gibt es Kaffee oder Tee. Nun steht uns eine weiter lange Etappe bevor. Interessant sind die vielen „Ceiba“ Bäume entlang der Straße. Die dicken Stämme und Äste dieses Baumes wirken irgendwie gespenstisch. Vor allem, da sie momentan keine Blätter haben. Nur an den Spitzen, gibt es einige kleine weiße Blüten.

Zum Mittag erreichen wir die ersten Gebirgsausläufer. In einem „Schnellrestaurant“ haben wir die Möglichkeit etwas zu Essen. Die Inhaber haben hinter dem Gebäude einen großen Garten angelegt. Diverse Tier und sogar ein ganze Schar an Pfauen laufen durch den „Park“. Auch kann man sich so einige Vögel in den Volieren anschauen. Müssen aber weiter. Die Berge rufen. Jetzt geht es hoch.





Die Straße schlängelt sich Kurve und Kurve höher hinauf. Kein Ende absehbar. Einfach Atemberaubend, wenn man in die tiefen Schluchten unter einem hinab blickt. Auf ca. 3000 Meter liegt der kleine Ort „Machachi“. Etwas abseits vom Zentrum, liegt unsere Hosteria „La Estacion“, direkt am inzwischen renovierten Bahnhof.

Mit Zügen müssen wir aber nicht rechnen. Die kleine Hotelanlage ist wunderschön gestaltet. Sehr empfehlenswert. Die einzelnen Gästehäuser, mit je zwei Zimmer und kleiner Küche, haben sogar einen geschlossenen Kaminofen. Am Abend wird man auch schnell merken, wozu man diesen braucht. Sehr kalt hier oben in der Nacht.

Bis dahin haben wir aber noch etwas Zeit, um uns von der langen Tour auszuruhen. Kurz vor Sonnenuntergang, kommt der „Cotopaxi“ für einige Minuten aus den Wolken und zeigt kurz seine schneebedeckte Spitze im Abendrot. Danach wird es schnell dunkel. Hoffentlich haben wir Morgen Gutes Wetter.

Zum Abendessen treffen wir uns im Haupthaus. Das innere wurde rustikale gestaltet. Es gibt ein vorbestelltes „Drei Gänge Menü“. Der Koch hat sehr viel Sorgfalt auf das Arrangement der Speisen gelegt. Alle sind zufrieden. Alternative zum allgegenwärtigen Bier kann man auch aus der Weinkarte auswählen. Während wir essen, hat man die Öfen in unsern Häusern angezündet.

Draußen ist es kalt. Ich mache es mir noch vor dem Feuer gemütlich und sorge für Nachschub an Brennmaterial. Diese gibt es zu genüge vor dem Haus. Noch eine paar dicke Scheite auf das Feuer und dann ab ins Bett. Die Tür auflassen, damit die Wärme auch ins kalte Schlafzimmer vordringen kann. Der aufkommende Wind, bring die Fensterläden ganz schön zum Klappern. Somit gibt es eine etwas unruhige Nacht.

Tag 18

Machachi - Cotopaxi - Otavalo

Auf zum „Cotopaxi“. Das Frühstück hatten wir schon Gestern bestellt und mit dem Abendessen zusammen bezahlt. Wir teilen die Gruppe. Einige die nicht mit auf den Berg hinauf wollen (Höhenprobleme etc.), fahren zusammen mit unserer Reiseleiterin im Linienbus direkt nach „Otavalo“. Der Rest (4 Personen) + Guid + Busfahrer, machen sich auf zum Nationalpark.

Die Einfahrt erreichen wir schon nach ca. 15 Minuten. Bis zum Haupttor / Kontrollstelle ist es noch ein Stück. Immer den Schilder nach. Kurze Pause. Der Berg ist immer noch hinter Wolken versteckt. Der erste Teil, der staubigen Piste hat keine nennenswerte Steigung. Zweimal müssen wir direkt durch kleine Bachbette. Unwetter etc. haben die Brücken zerstört. Wenig Wasser und mit dem Bus kein Problem. Links und rechts erstrecken sich noch Wälder.

Der Weg führt uns so langsam um den Berg herum und etwas weiter hinauf. Wir erreichen eine fast kahle Hochebene. Der landschaftliche Wechsel hat sich sehr sprunghaft vollzogen. Jetzt können wir den „Contopaxi“ mit seien 5897 Metern aber fast Wolken frei sehen. Nur von der östlichen Flanke, kommt immer wieder Nachschub. Hauptsache die Spitze ist frei. Die Gletscher ziehen sich an allen Seiten weit dem Berg hinab. Allgemeiner Fotostopp.

Jetzt steht dem Bus die steilste Anfahrt der gesamten Tour bevor. Unzählige Serpentinen geht es hinauf. Im oberen Bereich, hat sich in den Kurven viel Staub angesammelt. Mühselig quält sich der Bus durch die engen und rutschigen Kurven. An einer Stelle, fahren wir an einer Familie vorbei, die sich mutig mit ihren kleinen PKW hier hinauf gewagt haben.

Mit der Höhe sind wir auch in die Wolken / Nebel eingefahren. Der Parkplatz liegt auf 4600 Meter. Man kann unser Ziel, dass „Refugio Jose Ribas“ 200 Meter über einem noch erkennen. Ein steiler und sehr staubiger Weg führt dort hinauf. Es ist extrem windig und kalt.

Langsam machen wir uns Schritt für Schritt an die Besteigung. Das ganze ist schon ziemlich anstrengend und nicht wirklich spannend. Die Wolken ziehen immer dichter zu. Der Blick zurück lässt kaum noch was erkennen. Geschafft die Hütte ist erreicht. Bis die anderen alle da sind, gehe ich noch ein Stück weiter hoch. Kostet ganz schön viel Kraft. Die Luft ist sehr dünn. Hinter einer Kuppe, kann man ab und zu, die Ausläufer der Gletscher erkennen.

Bis zu ihm hin, ist es aber noch ein weiter Weg. Bräuchten deutlich besseres Wetter und viele mehr Zeit. Also wieder zur Hütte zurück. Die Anderen sind inzwischen auch angekommen. Zusammen bestellen wir erst mal einen warmen Tee. Aktuelle sind wir die einzigen. Kurz darauf kommen aber doch noch ein paar weitere Besucher.

Der Rückmarsch geht deutlich schneller vonstatten. Unterwegs kommen uns noch einige Leute entgegen. Das Nebel ist dichter geworden. Glücklich ziehen wir uns in den geschützten Bus zurück. Die Abfahrt ist fast genauso abenteuerlich. Auf der Ebenen, wenden wir uns dem nahe liegenden See („Laguna Limpiopungo“) zu.

Von hier haben wir noch einmal einen phantastischen Blick auf den „Contopaxi“. Könnte mich den ganzen Tag hier hinsetzen. Müssen aber Heute noch nach „Otavalo“. Je nach Verkehrslage um „Quito“, sollte man das aber in ca. 3 Stunden schaffen. An dieser müssen wir nämlich vorbei. Unterwegs setzen wir noch unser Tour Guid ab und machen uns auf der „Panamerika“ in Richtung Norden auf.





Trotz dichtem Verkehr und einer größeren Baustelle, kommen wir zügig voran. Wir können uns sogar den Luxus einige Pausen leisten. Unbemerkt passieren wir den Äquator und erreichen Pünktlich „Otavalo“.

Der reservierte Platz für den Bus, vor dem Hotel, ist allerdings durch einen PKW Blockiert. Der Fahrer ist nicht bereit, diesen für uns freizumachen. Somit müssen wir notgedrungen alle unserer Sachen rausschmeißen. Das Gehupe hinter dem Bus ist nicht ganz unbeträchtlich.

Die Anderen haben ihre Abenteuer auch gemeistert und sind schon auf Shoppingtour. Unsere Reiseleiterin nimmt uns in Empfang und zeigt uns einige wichtige Punkte der Stadt. Am Kunsthandwerksmarkt wird gerade abgebaut. Man kann aber noch so das eine oder andere Produkt sehen. Für Morgenvormittag steht uns ausreichend Zeit zu Verfügung.

Der Rest des Tages, können wir nach belieben nutzen. Im Gegensatz zu den in den Digitalkameras verwendeten Speicherchips, kann ich in diesen Breiten natürlich nicht für Nachschub an Filmmaterial sorgen. Ab jetzt muss ich etwas sparsamer mit den verbleibenden Rest umgehen. So manches Motiv muss also daran glauben. In irgendeiner Form, gab es das Eine oder Andere aber schon in den letzten 2 ½ Wochen zu sehen.

Kreuz und quer durch die Stadt. Am Abend nutze ich die Zeit, um mal gründlich die Tasche aufzuräumen und eine Erhebung der verbleibenden sauberen Sache zu tätigen. Sollte Ausreichen. Zum Essen gibt es nur eine Kleinigkeit aus dem Supermarkt. Keinen großen Hunger.

Durch den inzwischen längeren Aufenthalt in den Bergen, habe ich den rasanten Höhenwechsel der letzten beiden Tage, gut überstanden. Von 0 auf 4800 Meter, in kaum 30 Stunden. Bin ziemlich müde und gehe früh zu Bett.

Tag 19

Otavalo - Quito

Heute ist wie jeden Tag Mark in „Otavalo“. Sehr Ernüchternd. Als ausgesprochen unqualifizierte Person, etwas über den Wert und der Herstellungsqualität, der dargebotenen Ware, aussagen zu können, halte ich mich von Kauf diverser Andenken ausdrücklich zurück. Viele Sachen sehen sehr ähnlich aus und könnten durchaus auch industriell hergestellt worden sein. Vielleicht kommt es aber auch nur aus der gleichen handwerklichen Manufaktur.

Selbst mit einer angemessenen Aufmerksamkeit, bin ich nach wenigen Minuten über den gesamten Mark hinweg. Abfahrt ist aber nicht vor 2 Uhr Nachmittags. Was nun? Bis zum allgemeinen Mark ist es nicht weit. Hier ist deutlich mehr los. Ein wildes durcheinander. Sehr interessant. Nehme mir etwas Zeit (ist ja genügend davon da) um die Leute bei ihren geschäftlichen Tätigkeiten zu zuschauen.

Danach geht es zur Plaza weiter. In der warmen Sonne, ein gemütlicher Aufenthaltsort. Mal schauen, ob der Bus schon da ist. Keine Chance. Also noch eine weiter Runde. Mal sehen, wo ich noch nicht war. Ein Kaffee währe jetzt auch nicht schlecht. Nutze zusätzlich die Gelegenheit, um meine letzten Reserven in der Bank in kleinere Noten umzutauschen.

Zur geplanten Abfahrtzeit sind wir wieder alle Beisammen und machen uns mit dem Bus zum nahe liegenden Kratersee auf. Das Museum hat leider geschlossen. Für eine Rundwanderung um dem See ist ein kompletter Nachmittag notwendig. Zu einer kurzen Teiltour, hat keiner Lust. Wir fahren weiter zu einer Kleinstadt, dem Wohnort unseres Busfahrers. Späte Mittagspause. Es gibt reichlich frischen und sehr leckeren Kuchen zur Auswahl. Nächster Stopp: „Äquator“.





Eine komplett neu gestaltete kreisförmige Anlage, mit einer Orangen Kunststoffsäule im Mittelpunkt. Gegen eine kleine Gebühr, erklärt man uns alles Wissenswertes über de Äquator allgemein und über diesen Ort in Ecuador im speziellen. Nur dies ist der offizielle „Äquator“. Anderer wie zum Beispiel der „La Mitad del Mundo“, sind nicht durch das GPS bestätigt worden und liegt 240 Meter zu weit südlich. Wie Genau das „WGS 84“ in Ecuador mangels Fundamentalstationen wirklich ist, bleibt den Experten überlassen. Nach prähistorischen Inka Funden, waren die schon vor 1000 Jahren genauer. Nicht zu vergessen, ist der von „Lions Club“ spendierte Markierungsstein. Natürlich verläuft der „Äquator“ genau an dieser „Stelle.

Nachdem wir nun alle wissen, wo wir stehen müssen, können wir unbesorgt weiterfahren. Auf der Fahrt ins Zentrum von „Qutio“ können wir auch schon den „neuen“ Flughafen sehen. Mal schauen, ob die geplante Fertigstellung, nächstes Jahr mit der reellen übereinstimmt. Sieht jedenfalls noch nicht so richtig Einsatzbereit aus.

Heil und relative Gesund, erreichen wir nach 18 Tagen (ca. 3000 Kilometer) unser Hotel, dem Ausgangspunkt unserer Ecuador Rundreisen. Damit es nicht zu Langweilig wird, bekommen alle ein anderes Zimmer. Es ist spät geworden. Fast schon dunkel. Haben uns für den ganz späten Abend zum Salsa verabredet. Ein bisschen Frisch machen und mal schauen, was in Zentrum der Neustand so am Freitagabend los ist. Gewaltig. Viele Menschen sind auf und neben der Straße unterwegs. Musik von überall.

Brauche Geld. Der erste Automat mag mich nicht, immer vor der Auszahlung einen Systemabbruch. Beim nächsten der gleiche Fehler. Beim dritten Anlauf, klappe es sofort. Die anderen Versuche, haben zum Teil trotzdem mein Konto in der Heimat belastet, wurden aber sofort (fast) automatisch storniert. Nur das Auslandsentgelt, haben die bei meiner Bank vergessen. Ein kleiner Einspruch und das fehlende Geld wurde wieder gutgeschrieben.

Jetzt kann die Party steigen. Erst aber mal was essen. Wähle fast willkürlich eins aus den vielen Restaurants aus. Treffe natürlich sofort ein paar Bekannte und schließe mich ihnen an. Es gibt gefüllte Champions mit weiteren Beilagen. Wir haben noch ausreichend Zeit, um in einer winzig kleine Pinte vorbei zuschauen. Nur wenige Plätze sind frei. Ich bleibe beim warmen „Canelazo“.

Nachdem alle beim vereinbarten Treffpunkt aufgetaucht sind, werden wir von unserer Reiseleiterin in das besagte Tanklokal geführt. Ein sehr unauffälliger Laden, in den sich allgemein kein Tourist verirrt. Wahrscheinlich auch so beabsichtigt. Ein DJ sorgt für die richtigen musikalischen Einlagen. Natürlich nur Salsa. Nach einiger Zeit, ist die Tanzfläche komplett ausgelastet. Nebenbei wird heftig geflörtet. Zu meinem Leidwesen, scheinen Tänzer auch hingebungsvolle Raucher zu sein. Irgendwann geht mir die Luft aus und ich mache mich zur späten Stunden auf den Heimweg. Auf den Straßen ist noch immer reger Betrieb. Sicher komme ich zum Hotel zurück.

Tag 20

Quito

Zum Frühstück treffen wir in loser Abordnung in das schon bekannte Restaurant zur frühen Stunden ein. Die Meisten von uns, wollen noch mit der Seilbahn auf den Aussichtsberg von „Quito“ hinauf. Dies macht man am Besten am frühen Vormittag, um noch eine einigermaßen klare Sicht über die Stadt und den umliegenden Vulkanen zu haben. Jeweils zu dritt, nehmen wir ein Taxi, um die Talstation zu erreichen. Wäre zu Fuß, doch etwas weit gewesen. Die Station liegt bei einem Freizeitpark. Gerade werden noch die Reste, von dem letzten Konzert beseitigt.

Keine Warteschlange vor der Kasse oder dem Einstieg. Touristen zahlen einen deftigen Aufschlag, bekommen aber mit dem Expressticket einen gewissen Vorrang. Der Vorteil bringt uns an diesen Morgen aber nicht viel, da sonst noch keiner da ist.

Maximal 6 Personen passen in eine Gondel. Gebaut von einer französischen Firma. Bei der Hochfahrt, hat man schon eine umfassenden Blick auf die City. Oben angekommen, kann man vom zentralen Aussichtspunkt, alle Vulkane gut erkennen. Keine absolute perfekte Sicht, aber für ein paar Impression ausreichend. Im Hintergrund gibt es dazu die passende Panfötenmusik.

Nachdem sich alle zusammengefunden haben, machen wir uns auf, die Bergwelt ein klein wenig zu erkunden. Gemütlichen Schrittes, geht es dem ausgeschilderten Weg entlang. Nach ca. 1 Stunden sind wir wieder zurück an der Station. Noch ein Kaffee und es geht mit der Bahn abwärts.





Im Freizeitpark ist inzwischen etwas mehr Betrieb. Wir wollen aber Alle lieber noch mal in die Innenstadt. Auf den Weg zum Taxistand, werden wir fachmännisch abgefangen und zu einem Kleinbus dirigiert. Für ein Dollar pro Person, werden wir an unser Ziel befördert. Gelegentlich setzt die Hinterasche etwas auf Grund, aber sonst kommen wir Heil an.

Bei der Basilika lässt es uns hinaus. Will ja noch auf den Turm hinauf. Erst aber mal in die Gruft „runter“. Von der Straße, kann man direkt in die unter der Kirche liegende Begräbnisstätte eintreten. Danach geht es in Richtung Plaza weiter. Unterwegs folgen wir den „Massen“ in ein Gebäude hinein. Dies entpuppt sich als kleine Einkaufsmeile. Kleine Geschäfte und Restaurants sind um einen überdachten Innenhof angesiedelt. Schön gemacht. Nette Atmosphäre.

Am Theater machen wir mal wieder eine Kaffeepause. Muss ja auch mal sein. Bis wir die Gesamtrechnung auseinander genommen und die Mehrwertsteuer wider auf die Einzelpreise gerechnet haben, wartet der Kellern geduldig. Das Gesamtergebnis scheint aber wieder zu passen.

Jetzt aber zur Basilika hinauf. Da die anderen schon am ersten Tag oben waren, mache ich mich allein auf. Eintritt an der Kasse bezahlen und dann die Treppe hoch. Über mehrere Emporen geht es aufwärts. Auf halber Höhe, kann man über das Kirchenschiff auf die andere Seite wechseln. Nun muss man noch zwei Leitern erklimmen und man Steht draußen auf der kleinen Kuppel über dem Altarraum.

Als nächstes wir einer der beiden Haupttürme bezwungen. Das erste Stück geht noch im Treppenhaus hinauf. Der Zugang zur Uhrsteuerung erfolgt über eine Stahlwendeltreppe. An den Seiten der Galerie, sind alte Bilder von der Basilika ausgestellt worden. Leider haben sie im Laufe der Zeit, wie auch die Kirche viel mitgemacht. Schade eigentlich. Warum muss man auf ein historisches Foto seinen Namen einritzen? Die nächste Ebene birgt die „Glocken“. Eher Glöckchen. Weitere Leitern, führen der Spitze entgegen. Tolle Aussicht auf die Stadt und dem „El Panecillo“. Weiter unten gibt es noch einen Außenbalkon. Zurück geht es an dem schon am bekannten Observatorium vorbei.

Bis zum Abschlussessen ist noch etwas Zeit. Gegen 7 Uhr treffen wir uns, um zum Abschluss der Reise im würdigen Rahmen zu Speisen. Unsere Reiseleiterin wird schon in der Nacht vor uns aufbrechen und in Ihre Heimat zurückfliegen. Ein exzellentes Restaurant. Nicht zu gehoben aber schon anspruchsvoll. Nach dem Essen, gehen je nach Lust und Laune, einige noch auf die Partymeile. Vorher müssen wir uns natürlich alle von unserer Reiseleiterin verabschieden und ihr für ihre hervorragende Leistungen danken.

Tag 21

Quito - Frankfurt

Letzter Tag. Trotz einiger Ruhetage, sind die drei Wochen mal wieder wie im Flug vergangen. Der Bus wir uns am führen Nachmittag am Hotel abholen. Genügen Zeit für Frühstück und Vormittagsprogramm.

Schlendere in Richtung Innenstadt. Heute am Sonntag ist Autofreiertag. Auf den „Radwegen“ sind so einige mit ihrem Drahtesel unterwegs. An mancher Stelle, gibt es extra Erfrischungsstationen und Duschen. Sichtlich haben alle viel Spaß dabei. Im Zentrum gibt es viel Musik und für die Kinder eine Theateraufführung unter dem freien Himmel. Alle sind in guter Stimmung.

Pünktlich bin ich am Hotel zurück. Mein letztes Kleingeld habe ich erfolgreich ausgegeben. Nichts mehr da. Auf der Fahrt zum Flughafen wird noch berichtet, dass ein versuchter Rucksack Diebstahl, so gerade noch Glimpflich abgelaufen ist. Nur die Regenjacke wurde eingebüßt. Dumm wenn die Papiere, so kurz vor dem Abflug, abhanden gekommen wären.

Am Flughafen müssen wir uns der Bürokratie stellen. Gepäck abgeben - Ausreisesteuer bezahlen - Sicherheitskontrolle - Zollbescheidung abgeben und natürlich Einkaufen. Preise sind mir aber deutlich zu Teuer.





Wir werden nicht direkt nach Madrid zurückfliegen, sondern einen Abstecher über „Guayaquil“ tätigen. Nach dem Abflug, könne wir noch so einige Vulkanspitzen im Abendlicht bestaunen. Kurz darauf, laden wir schon auf dem Flughafen von „Guayaquil“.

Alles aussteigen und warten. Diesmal sind die Priese akzeptabel. So einige decken sich mit den typischen Dutyfree Waren ein. Kauf mir auch eine Flasche von meinem Liebling Whisky. Blöde Idee, wie sich noch später herausstellt. Nach dieser zusätzlichen Pause, geht es auf den 10 Stunden langen Rückflug. Obwohl eine andere Flugbegleitermanschaft, ist diese genau so schlecht Gelaunt wie die vom Hinflug. Egal, Hauptsache ich kann etwas schlafen. Noch ein kleines Abendessen und es kommt allgemeine Ruhe am Bord auf.

Die Maschine landet Pünktlich in Madrid. Auf dem schon bekannten Weg, zurück zum Nationalen Terminal, ergibt sich ein gravierender Unterschied. Eine weite Sicherheitskontrolle. Meine teure Flasche darf hier nicht durch. Hätte ich mir eigentlich denken können. Da aber auf den Hinweg, keine zusätzliche Kontrolle, wie bei anderen Flughäfen durchgeführt wurde, hatte ich mit dieser nicht mehr gerechnet. Vernichten oder Aufgeben. Zeit habe ich ja noch. Und Ohne mich werden die nicht so Schnell abfliegen. Schließlich ist mein Hauptgepäck mit etwas Glück schon am Bord.

Also raus und zu den Ibria Schaltern. Diese liegen direkt vor der Tür. Keine Schlange, kann sofort mein Anliegen vortrage und das Handgepäck aufgeben. Noch eine dicker „Zerbrechlich“ Aufkleber auf den Rucksack und schon verschwindet er im System. Natürlich Kamera und Filme vorher heraus genommen. Die Sicherheitskontrolle ist auch schnell gemeistert und kann somit mit ausreichender Zeit wieder zu den Anderen vorstoßen. Bzw. ich Glaube ich bin sogar doch noch vor Ihnen da. Das Eigentliche Gate wird erst unmittelbar vor Abflug festgelegt. Noch kurz von denen Verabschieden, die nicht nach Frankfurt wollen und es geht auf die vorletzte Etappe des Tages.

An der Gepäckausgabe in Frankfurt, kommen alle meine Taschen samt Inhalt heil an. Bis zum Abfahrt meines Zuges, ist noch etwas Zeit um in der DB Lounge, die neusten Schlagzeilen nach der Bundestagswahl zu lesen. Am Bahnsteig treffe ich noch mal einige Mitreisend, die genau in die andere Richtung weiter müssen. Ziemlich fertig von dem langen „Tag“, suche ich mir ein leeres Abteil und treffe zu später Stunde wider zu Hause ein.



ENDE



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