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Reisebericht: Ein Tag in Düsseldorf

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Ein Tag in Düsseldorf

Landeshauptstadt von NRW

Wer durch meine Reiseberichte blättert wird feststellen, daß ich hier und unter http://www.pervan.de/reiseberichte/Autor*6684 mitlerweile diverse Berichte aus Berlin und Hamburg veröffentlicht habe. Die viel näher liegende Landeshauptstadt des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein Westfalen, Düsseldorf (übrigens seit 1946 Landeshauptstadt) habe ich bisher jedoch links liegen lassen. Das soll sich heute ändern, denn ich war in diesen Tagen mal zu einem Fotoshooting dort. Hier ein paar Momentaufnahmen von der Stadt am Rhein.

Also los und weil es bequemer ist, als mit dem Auto erst lange nach einem Parkplatz zu suchen, erfolgte die Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Tour beginnt an der Tonhalle. Von diesem Punkt aus geht es entweder nach wenigen Minuten hinunter an den Rhein (Tonhallenufer) oder ins Grüne (Hofgarten). Nicht verpassen sollte man vor dem Besuch des Hofgartens allerdings das Aufsuchen des Ehrenhofs (einer hufeisenförmige Anlage vor dem früheren Kunstpalast).

Der Hofgarten, beliebtes Ziel für einen erholsamen Spaziergang, wurde zuletzt im Jahre 2002, im Rahmen der EUROGA 2002plus ("Dezentrale Landesgartenschau") runderneuert. Alter Baumbestand, 3 ha Wasserflächen und 3 Kinderspielplätze laden zum Verweilen ein. Wer genau hinsieht, dem fallen am Wegesrand die Gaslaternen auf, die in Düsseldorf seit 140 Jahren fest zum Stadtbild gehören. Eine davon leuchtete sogar über Tag. Leider geht aber auch die Zeit der Gaslaternen langsam zu Ende, man würde sie gerne gegen elektrische Laternen austauschen. Wer den Hofgarten verlassen möchte, kann dieses an verschiedenen Stellen des Parks tun. Dank breiter Unterführungen ist es für den Spaziergänger, der den gesammten Park durchlaufen will aber nicht notwendig eine einzige Straße zu überqueren. Am östlichen Ende des Prks liegt das Goethe Museum während der Park im südlichen Teil an den Jan Wellem Platz und den Schadowplatz grenzt.

Die größte Wasserfläche überqueren wir über die "Goldene Brücke". Rechts und links des Weges finden sich diverse Denkmäler. Z.B. ein Kriegerdenkmal das einen Römer darstellt (ob das schon vor existieren des Parks hier stand)?

Wenn man Düsseldorf mit Berlin und Hamburg vergleicht, ergeben sich einige, ich will mal sagen Parallelen. Rhein, Elbe und Spree als Schiffahrtswege, HafenCity und MedienHafen als neu erschlossene Hafenanlagen und auch in Sachen U-Bahnbau sind alle drei Städte fleißig dabei die Erde zu durchwühlen (Wehrhahnlinie in Düsseldorf, U55 in Berlin, U4 in Hamburg).

Wie eine Art Park im Park findet man im nördlichen Teil des Hofgartens die sogenannte Goltsteinparterre. Eine Rasenfläche, umgeben mit einer kleinen Hecke und blühenden Bäumen.Daß man trotzdem nicht vergißt in einer Großstadt zu stehen, daran erinnert das Dreischeibenhaus in unmittelbarer Nachbarschaft.

Und um klar zu machen, daß man sich am Rhein befindet, gibts auch noch etwas Dialekt bei der Bezeichnung des Brunnens - "Gröner Jong". Wer soviel Moos angesesetzt hat wie der junge Mann in der Mitte des kleinen Gewässers, der darf dann auch so heißen. Zum Schluß des Rundgangs durch den Hofgarten noch ein kleines Quiz. Was ist auf dem Foto mit der Bank auffällig? Der Stromanschluß - denn die Sitz- sowie die Rückenfläche bestehen aus Neonröhren, die am Abend die Allee beleuchtet (was man hier tagsüber natürlich nicht sieht).

Jetzt aber genug vom Hofgarten, weiter geht es in Richtung Königsallee (kurz Kö). Entlang dieser Allee (auf Grund eines historischen Pferdeapfelwurfs auf König Friedrich Wilhelm IV im Jahre 1851 von Kastanienallee in Königsallee umbenannt) verläuft der Kögraben mit seinen diversen Brunnen. Am Corneliusplatz wurde einer davon gerade demontiert, denn hier steht z.Zt. der InfoContainer der Rheinbahn und informiert über die demnächst hier entlanglaufende neue U-Bahn Linie (Wehrhahnlinie).

Weiter geht es in Richtung Altstadt, entlang der Bolkerstraße zum Marktplatz mit dem Düsseldorfer Rathaus. Zeit mal eine kleine Pause einzulegen. Die Bolkerstraße bietet mehr als genug Möglichkeiten. Und nicht vergessen, in Düsseldorf trinkt man Alt-(bier).

Wer schon mal in Düsseldorf war, dürfte das Bild mit Kurfürst Jan Wellem in Mitten des Platzes auf jeden Fall kennen. Johann Wilhelm von der Pfalz (auch "Jan Wellem" genannt) feiert in diesem Jahr (2008) seinen 350'sten Geburtstag. Auf einem Sockel des Rathausturms steht Justitia.

Nur unweit davon entfernt der Burgplatz mit dem Radschlägerbrunnen und dem nicht minder bekannten Burgturm. Hier mündet die Namenspatronin von Düsseldorf, das kleine Flüsschen Düssel, in den Rhein. Wer Bolkerstraße und Burgplatz hinter sich gelassen hat, wird sich nun, nur wenige Meter entfernt, auf die großzügig angelegte Rheinuferpromenade begeben.

Sie erstreckt sich von der Oberkasseler Brücke bis zum Landtag. Rheinaufwärts schweift der Blick in Richtung Fernsehturm / Rheinturm und zum MedienHafen in den wir uns gleich begeben. Entlang des Rheinufers wenden wir uns kurz vor dem Ende in die Schulstraße und von dortin die Citadellstraße. Als Geheimtip soll der Garten des Stadtmuseums (Ecke Bäcker-/Bergerstraße) gelten. Über Bäcker- und die Orangeriestraße geht es dann weiter zum Carlsplatz. Besonders interessant finde ich a) wie hier auf Litfaßsäulen aufmerksam gemacht wird (das eng umschlungene Pärchen oben auf) und b) die besonders "kurzen" Namen für eine Straße bzw. einen Platz.

Jetzt gehts in Richtung Rheinturm (Fernsehturm). Für 3,40 Euro pro erwachsener Nase und 1,80 Euro pro Kindernase (2,70 Euro für Jugendliche) ist der Ausflug in luftige Höhen möglich. Nicht günstig, aber dafür ist die Sicht aus rund 170 Metern Höhe umso besser. Mein nächster Abstecher in die Landeshauptstadt wird dann sicherlich auch mit einem Besuch auf diesem Turm verbunden sein.

Wer statt über die Rheinuferpromenade zu laufen die öffentlichen Verkehrsmittel gewählt hat sollte am Stadttor / Rheinturm wieder aussteigen, wer es bis zur Schulstraße geschafft hat geht auch die letzten Meter zu Fuß weiter. Der Rheinturm hat übrigens, seit er im Oktober 2004 eine DVB-T Antenne erhielt, eine Höhe von 240,50 Metern. Als Besucher hat man die Wahl zwischen einer offenen Aussichtsplattform auf 166,25 Metern, der geschlossenen Plattform auf 168 Metern, wo sich auch ein Selbstbedienungsrestaurant befindet, und dem eigentlichen Restaurant auf 172,5 Metern. Gleich hinter dem Rheinturm geht es in Richtung Medienhafen. Unübersehbar oberhalb davon das Stadttor, Düsseldorfs Wahrzeichen, prämiiert als "Bestes Bürogebäude Europas".

Der Medienhafen, ein ca. 15ha große Stück des alten Düsseldorfer Haupthafens, ist in den letzten Jahren zu einem Bereich für Werbung, Kunst, Kommunikation und Medien umgebaut worden. Ein sichtbares Signal hat der WDR mit seinem Funkhaus gesetzt. Neben einer Menge von Neubauten finden sich dazwischen nach wie vor historische Lagerhallen jetzt mit modernstem Medien-High-Tech ausgestattet.

Der Hafen selber mit seinen Kaimauern, Treppenanlagen, gusseisernen Pollern und Kränen steht unter Denkmalschutz. Man sollte sich für den Besuch des Medien Hafens auf jeden Fall etwas Zeit nehmen, denn fast jedes Gebäude ist anders. Allen voran, gleich hinter dem WDR, sind die Gebäude des neuen Zollhofs, besser bekannt unter dem Namen Gehry Bauten. Hier ist einfach nichts gerade, oder doch?

Unter http://www.duesseldorf.de/medienhafen/index.shtml bzw. http://www.duesseldorf.de/medienhafen/pdf/medienhafen.pdf befindet sich eine sehr ausführliche Broschüre über den bereits erfolgten und den noch geplanten Umbau des Hafens. Für ein paar weitere Eindrücke lasse ich lieber die Bilder sprechen.

Besondern gelungen fand ich im Übrigen die lustigen knallbunten "Flossis", die sich die Künstlerin Rosalie ausgedacht hat und die nun an einer Fassade des Medienhafens empor klettern. Dank der vielen Glasfassaden ergeben sich manchmal auf ganz ungewöhnliche An- oder Ausblicke. So spiegelt sich z.B. die Skyline in der Front des Hauses, das sich auf Grund seiner gewölbten Außenfläche "Gegen den Wind" nennt. Gesichert sind bei soviel Glas in jedem Fall die Arbeitsplätze der Fensterputzer.

Wenn das Wetter mitspielt, werde ich in nächster Zukunft noch ein paar weitere Bilder machen, schaut doch einfach mal wieder rein. Bilder gibt es auch unter http://de.sevenload.com/mitglieder/eichental oder
http://picasaweb.google.de/eichental. Auch hier folgen weitere Bilder. Bis bald in Düsseldorf.



Kommentare

Danke

 

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dieschönenomadin sagt dazu...

Danke dafür, bin gerade am überlegen, ob ich nach Düsseldorf übersiedeln soll - da kam dein Reisebericht gerade richtig. Wie war dein Eindruck so von den Leuten dort?

Wie ist die Atmosphäre? Ich war noch nie dort und bin deshalb ganz gespannt...

 
 

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