Reiseberichte auf join my trip – inspirierende Reiseberichte von reisebegeisterten Menschen
Anzeige
Reiseberichte aus der ganzen Welt
In den Reiseberichten auf join my trip findest Du (Geheim-)Tipps und Inspirationen für Deine nächste Reise.
Alle Reiseberichte stammen von unseren Mitgliedern. Wenn Du Fragen zu einem Reisebericht hast, freut sich der Autor über eine private Nachricht oder einen Kommentar unter dem Reisebericht.
Wenn Du selber einen Reisebericht schreiben willst, bitte hier entlang: Reisebericht schreiben.
Viel Spaß ;)
Dein join my trip team
P.s.: und vergiss das Bewerten nicht!!! ;)
Reisebericht: Entwurf - noch ohne Titel
Aufrufe: 1340
Aktivitäten
- Noch keine Aktivitäten-Stichworte vorhanden
Geotags
- Noch keine Geotags vorhanden
Einmal quer durch Frankreich… Die „Verrücktheit“ nahm mal wieder überhand und ich entschloss mich über Karneval 2012 unser beschauliches, (spieß-) bürgerliches Dorf zu verlassen und mich nicht dem allgemeinen Rausch sämtlicher Fastnachtstage zu ergeben. Ich machte mich auf, Neues zu entdecken – voller Neugier und ich gebe zu – ein wenig ungezügelt und „draufgängerisch“. Ich möchte euch gern ein wenig teilhaben lassen an meinem für mich - recht großen – Reiseabenteuer und hoffe, dass ihr etwas Zeit und Lust zum euch darauf Einlassen finden könnt…. Eigentlich wäre ich ja gern in der sonnigen Gegend geblieben, denn so gut wie in dem 850 Jahre alten Caban habe ich lang nicht mehr geschlafen, bin restlos überwältigt von der Schönheit dieses Fleckchens Erde und sehr bewegt und beeindruckt von der Lebensweise der Menschen dort…. aber es verdient ja keiner meine Brötchen…. Das pure Abenteuer fing schon mit der Zugfahrt an. Der TGV(franz. Schnellzug) hatte schon in Saarbrücken Verspätung und ich musste durch die Metro in Paris rasen, um den Nachtzug nach Perpignan zu kriegen. In letzter Minute hielt ich dem Zugbegleiter mein Ticket vor die Scheibe und sie öffneten für mich noch mal die Türen. Dann wurde es richtig abenteuerlich, als ich durch den gesamten Zug meinen Liegeplatz suchend, endlich meine Koje fand. Zu sechst – jeweils drei übereinander lagen wir dann in einem Kabuff, das nicht wesentlich größer als ein Doppelbett war. Keiner kannte den anderen, die meisten waren Franzosen. Das Chaos mit unserem Gepäck und den Schuhen, in dem knapp 40 cm breiten Gang, könnt Ihr Euch vielleicht vorstellen. Froh mich austrecken zu können, habe ich wider Erwarten doch ganz gut geschlafen und die 9 stündige Fahrt entspannt überstanden. Nach 18 Reisestunden trank ich dann endlich in der Morgensonne draußen vor einem Straßenkaffee in Prades gleich 3 Cafe’ole‘, bevor mich meine Freunde Berny und Patti‘ abholten. Die Fahrt ging über eine sich zu den Bergen hinaufschraubende Piste, durch Schlaglöcher und irren Staub direkt in die Pampa. Oben angekommen, blieb die Zeit einen Moment stehen, denn ein gigantisches Panorama breitete sich vor mir aus und ich sah dem Canigou (der heilige Berg der Katalanen) direkt ins Gesicht. Und da durfte ich nun sein. Steine behauen. Wie schön! Inspiration im Überfluss. Da oben haben sich ca. 20 Hippies und Aussteiger, mit und ohne Kinder, welche mit Geld und welche ohne niedergelassen und leben weitgehend autarg in ihren meist selbst mühsam aufgebauten Häusern im Einklang mit dieser wunderschönen Natur. Aus einer Quelle beziehen sie Wasser und den Strom für Fernseher, Licht, Waschen und Internet liefert Sonnenenergie. (In diesem Gebiet scheint jährlich über 300 Tage die Sonne.) Auch gibt es nichts Chemisches, was sie verwenden, alles biologisch. Mein „Häuschen“ - auf Fels gebaut - stammt aus einer uralten verlassenen Siedlung, die es vor Jahrhunderten schon gab. Liebevoll eingerichtet – einfach, aber wesentlich und urgemütlich. Das Dach und die Fenster waren ziemlich neu. Nur zum Schlafen und zum Toilettengang suchte ich diesen zauberhaften Ort auf, zu dem ich über eine sehr unebene und grobe Felstreppe hinabsteigen musste. Aber das nahm ich gern in kauf. Wir aßen immer am Ort des Schaffens zusammen, viel Fisch und andere leckere Sachen vom Markt. Den Honig lieferte Armell mit ihrer „Frau“ von nebenan – sie sind Imker. Wir freuten uns gemeinsam über das Wunder Natur, dabei sein zu dürfen, die sich sonnenden Eidechsen, die wild wachsenden Agaven und die Landschaft, die förmlich zum Bauen und Gestalten einlud – und das Baumaterial lag dabei direkt zu unsern Füßen. Wir lachten viel und philosophierten und die Ideen sprudelten nur so und alles ging ganz leicht von der Hand. Die Abende verbrachte ich gemütlich mit Berny nach Sonnenuntergang in der beheizten Hütte mit Buch vorlesen und ausgiebig Essen und Schwätzen. Nun war es Dienstagmorgen 6.30 Uhr und ich musste wieder los. Armell bot mir eine Rückfahrgelegenheit zum Bahnhof in Prades. In ihrer alten, klapprigen Scheese, die vollgestopft mit Marktutensilien war, fand ich, unter dem Marktschirm durchkletternd, noch ein kleines Fleckchen neben ihr auf dem Beifahrersitz. Die Sonne war am Aufgehen und wehmütig blickte ich in die für mich so faszinierende Welt der Pyrenäen, während wir über die staubige, zum Teil felsige Piste wieder hinunter ins Dorf schaukelten. Die Rückfahrt verlief durch den sich schon am Anfang verspätenden ICE aus Barcelona, ganz anders als geplant. Ich konnte mit keinem Zug fahren, den ich vorher gebucht hatte, es verschob sich alles. Hatte immer viel Zeit, aber ich kam an. 5 Stunden unterhielt ich mich von Perpignan bis Paris mit einem netten 24 jährigen Studenten aus Dresden, der in Spanien einige Kumpels besuchte. Er studiert in Krakau (Polen, da dort billiger) Soziologie und Physik – es war sehr spannend und interessant für beide Seiten. Eine sehr besorgte Zugbegleiterin telefonierte dann mit dem Zugführer meines letzten Zuges nach Schweich und machte es möglich, dass sie auf mich noch 5 Minuten warten, sonst hätte ich die letzte Fahrt nicht antreten können. Das fand ich sehr rührend und super nett! Müde, aber mit sonnigem Gemüt bin ich dann am Mittwoch wieder in die Schule gegangen. Dieser „Bruch“ war schon krass, doch der Zauber der Freiheit und der Bergwelt, der mich noch einige Zeit beflügelte, ließ mich alles gut überstehen. Diese Reise war eine der besten Entscheidungen, die ich in letzter Zeit traf und ich glaube sehr wichtig für mich. Die Eindrücke und Erfahrungen, die ich dabei gesammelt habe, betrachte ich als großes Geschenk.
Kommentare
Bitte erst Einloggen oder Registrieren, um Kommentare zu schreiben
Impressum Hinweise zur den grünen Werbelinks im Text Sitemap Reisemagazin
Login
Reisepartner-Aktivitäten
Reisepartner-Orte
Reisepartner gefunden
BMA
Pia_
Pia_
Pia_
Pia_
Neue Reiseberichte
Australien-2014...
von YannN





(0.0 bei Stimmen)
Hveravellir...von Meggiie





(0.0 bei Stimmen)
Reiseberichte
Saar-Hunsrück-St...von sfintu
Das Wandern ist längst nicht mehr nur des Müllers Lust. Wandern liegt voll im Trend, und d...

