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Reisebericht: Faszinierendes Schweden

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Bernie Mayer

ein Genießer

aus Spillern

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Mein Reisebericht über unsere 15 tägige Schweden-Rundreise inkl. Oslo & Kopenhagen. Von Hamburg über Dänemark & die Öresundbrücke der Westküste entlang, über'n Vänern, Götakanal, bis zum Siljan See und an der Ostküste, entlang dem Vättern, durchs Glasreich retour in Wallanders Ystad.

1. Tag: Abflug & Kopenhagen

Abflug in Wien mit Air Berlin um 8.30 Uhr nach Hamburg. Hamburg als Zielflughafen entstand dadurch dass wir ursprünglich dachten mit dem Nachtzug billig nach Hamburg und von dort mit einem günstigen Mietauto weiterzureisen, nur dass im Endeffekt der Hin und Rückflug inkl. Taxen etc. mit Air Berlin billiger war als die einfache Strecke mit dem Zug - wenn man nicht gerade 12 Stunden nur einen Sitzplatz will...
Bei Holliday Autos (Alamo - National) haben wir einen Wagen in der Kategorie eines Opel Astra Kombi gebucht, doch da die Kategorie nicht mehr verfügbar ist entschliessen wir uns nach längerem hin und her einen VW Golf zu nehmen und diesen dafür um ein paar Stunden später zurückzugeben da wir sonst stundenlang am Flughafen auf den Rückflug warten müssten oder einen ganzen Tag zusätzlich für das Auto bezahlen.
Die 150km bis zur Fähre nach Dänemark in Puttgarden sind schnell vorbei - dort angekommen wird's allerdings öd - über 2,5 Stunden stehen wir in praller Sonne bis wir auf die Fähre kommen! Einziges Plus - durch die Camping Card Skandinavia ist die Fähre um ein paar Euro billiger. Kurz vor Kopenhagen habe ich uns um 370,- DKK eine Hütte bei Hundige Strand Familiecamping (Vorausüberweisung!) reserviert.

Nach dem einchecken machen wir uns auf nach Kopenhagen (København), wir parken zentral im Rathaus Parkhaus und beginnen unseren Spaziergang gleich ums Eck beim Hard Rock Cafe und dem Tivoli (den wir am Abend noch besuchen). Bis wir beim größten Warenhaus Skandinaviens (dem Magasin du Nord) eintreffen ist dieses zwar schon geschlossen - aber da wir von aussen nicht den Eindruck haben dass es wie wir gelesen haben mit Harrods oder Lafayettes vergleichbar ist und wir ja sowieso nicht zum shoppen hier sind, ist es nicht so schlimm...

Am wunderschönen Nyhavn und dem Schloss Amalienborg vorbei spazieren wir zur kleinen Meerjungfrau.
Da wir doch schon ein wenig Fußmüde sind, halten wir immer Ausschau nach den Citybikes (Kopenhagen ist echt die Stadt der Radfahrer) welche man wie Einkaufswagen mit 20 Kronenmünzen Pfand ausleihen kann - allerdings sind bisher immer alle Ständer leer gewesen oder es hing nur ein total demoliertes bike drauf. In der Nähe der Marmorkirche haben wir dann Glück und ergattern eines und ein paar Ecken weiter beim Schloss Rosenborg das Zweite.
Auf 2 Rädern geht's nun zur Schlossinsel und retour zum Tivoli welcher bei Nacht echt beeindruckend schön ist, 100 000 Glühbirnen, kein Neon, romantische Plätzchen, einfach unbeschreiblich der Vergnügungspark aus dem 19. Jh., die rund 10 Euro Eintritt ist er allemal wert. Zum Abschied überrascht uns noch beim Rausgehen ein kleines Feuerwerk - Super Abschluss eines perfekten 1. Urlaubstages.

2. Tag: Malmö, Lund

Nach einem gemütlichen Spaziergang zum Strand in Hundige (5 Gehminuten vom Campingplatz) fahren wir über die Öresundbrücke nach Schweden.

Beim Tourismusbüro Skanegarden (einem schönen alten Bauernhaus), kurz nach der Mautstation, machen wir Halt und holen uns etliche Prospekte und Detailkarten.
In Bjärred (gleich neben Malmö) habe ich bei Lilla Bennickan Bed & Breakfast ein Zimmer um 600,- SEK reserviert - ein wunderschöner, ruhig gelegener, alter Bauernhof. Nach dem Einchecken fahren wir nach Malmö, wo wir in Ruhe die Stadt besichtigen, neben dem kleinsten Haus Malmö's essen wir beim Chinesen zu Mittag.
Danach kühlen wir unsere Füße im Meer beim wunderschönen Ribersborgs stranden, einem wunderschönen Sandstrand mit Blick zur Öresundsbron und dem 'Wolkenkratzer von Malmö - dem Turning Torso.
Danach besuchen wir in Lund den Dom mit der großen Astronomischen Uhr und der schönen Krypta. Am großen Platz unterhalb des Dom genießen wir einen guten Cappucino bevor wir uns in unser Quartier begeben.

Bei Bjärred machen wir noch einen Abendspaziergang am Meer mit herrlichem Sonnenuntergang und Blick auf Malmö mit dem einsamen, in den Himmel ragenden Bimpf (Turning Torso) und der Öresundbrücke.

3. Tag: Westküste (Helsingborg, Kullaberg etc.)

Da wir auf einem Prospekt die Zitadelle von Landskrona gesehen haben und für nicht unbedingt sehenswert befunden haben, machen wir uns direkt auf nach Helsingborg. Irgendwo hab ich mal was vom Palmengesäumten Sandstrand von Helsingborg gelesen - aber ausser ein paar deplazierte Palmen auf einem kleinen Flecken Sandstrand beim Hafen haben wir nichts dergleichen gesehen. Beim Aufgang zur Festung fallen wir mal auf den Touri-Nepp rein indem wir unten ein Schild für den Aufzug sehen - im Glauben um die 20 SEK pro Person ganz auf den Turm rauf zu kommen nehmen wir den Lift - oben angekommen müssen wir feststellen, dass wir die paar Stiegen ruhig gehen hätten können, da wir erst am 'Boden' des Turmes sind und von dort wieder Treppen auf den Turm gehen und nochmal Eintritt fällig ist... Abgesehen davon hat der Turm an diesem frühen Vormittag noch geschlossen... Aber auch von diesem Niveau hat man eine wunderschöne Aussicht über Helsingborg, den Øresund bis hinüber nach Helsingør, Dänemark. Vom Schloss Sofiero hat man angeblich ebenso einen schönen Ausblick aber 70 SEK Eintritt sind uns dafür zuviel - auch wenn das Schloss mit seinem Park und der grossen Rhododendronsammlung auch noch was bietet.
Weiter geht's zum Kullaberg (Mautstrasse) mit seinen bizarren Felsklippen und wunderschönem Meerblick, einen der vielen Plätze nutzen wir für unser Mittagessen, nach einem Verdauungsspaziergang beim lichtstärksten und höchstgelegenen Leuchtturm Schwedens machen wir uns auf ins Naturschutzgebiet Haverdal, wo es einige der höchsten (36m) Dünen Nordeuropas gibt.
Welche wir auch den Hinweisschildern folgend erklimmen - und oben feststellen müssen, dass wir ausser Wald um uns herum nichts sehen... aber der etwas mühsame Weg zum Meer lohnt sich dafür um so mehr - den wunderschönen Sandstrand mit Bachmündung nutzen wir für ein herrliches Bad im überraschend warmen Meer (geschätzte 23°-24°). Auf einer Tourismusinfotafel haben wir ein Foto von Falkenbergs Wahrzeichen (der Zollbrücke aus 1756) und der Burg von Varberg gesehen welche uns dahingehend motivieren lieber die Zeit dafür hier am Strand zu verbringen.

In Frillesås haben wir bei Vallersviks Familjecamping eine Hütte um 650,- SEK reserviert. Nach dem einchecken machen wir uns noch auf den Weg nach Äskhult, einer idyllischen kleinen Holzhäuschen Ansammlung das fast unverändert seit dem 18. Jh. hier steht. 30,- SEK Eintritt pro Person - wofür - für die Häuser und Landschaft... na ja die aber ist echt bemerkenswert schön und belohnt mit einem echten Bilderbuch-Schweden. Durch den von Steinmauern begrenzten Weg spazieren wir hinunter zum See. Auf einem Felsen sitzend genießen wir unser Picknick im Abendrot der Sonne - welch herrlicher Tagesausklang.

4. Tag: Göteborg, Kinnekulle, Vänern

Heute ist Göteborg dran - von dem wir echt enttäuscht sind - denn unseres Erachtens kann man hier lediglich einkaufen - sonst finden wir nichts reizvolles. Da wir in Kopenhagen im Tivoli waren lässt uns der Liseberg Vergnügungspark auch kalt. Nach einem kurzen Cityspaziergang und Bummel durch Schwedens größten Shoppingparadies (dem Nordstan beim Bahnhof) fahren wir noch zur Masthuggskyrkan von wo man einen sehr schönen Ausblick über die Stadt und den Hafen hat.
Bei Alingsås verlassen wir die E20 und fahren durch Wald und Seenlandschaft über den 'Bergpass' Brobacka zur Schlossruine von Gräfsnäs - welche an einer schönen, im Wald gelegenen Badebucht beim See Anten liegt. Nach dem Mittagessen in herrlicher Umgebung wollen wir das Gräberfeld von Nycklabacken besuchen - da aber nirgendwo in der Gegend von Fölene auch nur ein Hinweisschild zu finden ist fahren wir weiter zum Ganggrab bei Luttra.

Nach Falköping machen wir kurz Halt und besichtigen die Klosterruine von Gudhem ehe wir weiter zum wunderschön am Vänern gelegenem Schloss Läckö fahren. Achtung generell immer genug Münzen parat haben (für öffentliche Toiletten, die Duschen auf den Campingplätzen oder wie hier für die mitten in der Pampa stehenden Parkautomaten - 30 SEK...) Wer Zeit hat kann hier auch den schönen Strand für ein Bad im Vänern nutzen.
Kurz vor Hällekis (wo wir bei Kinekulle Camping eine Hütte um 300 SEK reserviert haben) ist ein kleiner Rastplatz mit herrlichem Ausblick auf den Vänern - nur leider macht uns das Wetter erstmals einen Strich durch die Rechnung - es geht ein Mords-Sommergewitter nieder und somit ist's nix mit Aussicht, dafür kühlt es angenehm ab - von fast 30° der letzten paar Tage auf knapp unter 20°. Bevor man von Lidköping kommend links nach Hällekis abbiegt geht rechts die Straße zum Kinnekullegarden rauf, wo der ca. 1km lange Wanderweg zum Aussichtsturm beginnt - da der Regen ebensoschnell vorbei war wie er kam machen wir uns nach dem einchecken beim Campingplatz noch auf den Weg hinauf - oben angekommen müssen wir feststellen dass der Turm nur von 12.00 bis 19.00 Uhr geöffnet ist... Aber das Panorama welches man von diesem Hochplateau genießen kann, ist auch von unten herrlich.
Wir machen noch einen 'kurzen' Abendausflug nach Mariestad (der sogenannten Perle des Vänern) welche aber irgendwie nicht besonders erwähnenswert ist und wir uns über die unnötigen Kilometer ärgen - bis wir am Retourweg unseren 1. Elch in diesem Urlaub entdecken. Auf einer Lichtung, relativ weit weg (viel zuweit für das kleine Zoomobjektiv meiner Kamera) steht das prachtvolle Tier - glücklicherweise haben wir unseren kleinen Ferngucker mit und so können wir die Elchkuh eine Weile beobachten (nicht so kurz wie 2004 in Lappland, wo wir nur kurz einen Elch erspähten bevor das Tier im Wald verschwand), wiedermal ein wundervoller Ausklang des Tages.

5. Tag: Götakanal, Vänern, Hunneberg, Trollättan

Heute geht die Runde um den Vänern weiter, bei der Abzweigung von der Strasse 64 nach Sjötorp (wo der Götakanal beginnt) haben wir das Glück dass die Brücke oben ist und wir hier das Auto bei der Bushaltestelle abstellen und in Ruhe beim Schleusen über mehrere 'Treppen' zuschauen können.
Über Lyrestad, wo auch der Verkehr auf der E20 vor den Booten am Götakanal halt machen muss, fahren wir nach Töreboda wo beim Bahnhof Schwedens kleinste Fähre (Fähre Lina) im Linienverkehr seinen Dienst tut - ca. 20 Sekunden dauert die Überfahrt...

Durch Wald, entlang herrlich einsamen Seen fahren wir über Undenäs nach Skagen um die Stabkirche von Skaga zu sehen, diese ist aber so unscheinbar dass wir daran vorbeifahren und erst als wir bereits die Schotterstrasse durch Skagen verlassen realisieren dass das 'Ding' am Anfang die Stabkirche gewesen sein muss... Die kleine Holzkirche von Älgarås, welche zu den ältesten des Landes gehört lassen wir aber 'links liegen' und fahren Richtung Karlstad (sehr öde Strecke). In Karlstad ist verspätetes Mittagessen dran - die Östra bron (Steinbrücke aus dem 18. Jh.) haben wir in dem Baustellenchaos der Stadt nicht gefunden - aber auch nicht 'intensiv' gesucht.
In Säffle haben wir bei Duse Udde Camping (Vorausüberweisung!) eine Hütte um 350 SEK reserviert (auf dem Weg dorthin kommt man durch eine wunderschöne Allee). Heute ist noch ein Abend und Nachtausflug dran: In Trollhättan werden im Sommer jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr und im Juli und August jeden Freitag um 23.00 Uhr Publikumsanziehend die Schleusen des rund 32m aufgestauten Götaälv geöffnet - was wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollen - durch die Scheinwerfer sieht das ganze noch viel beeindruckender aus als bei Tag. Doch bevor es so spät ist fahren wir noch in eine der 'Elchreichsten Gegenden'. Südlich von Vänersborg liegen die Tafelberge Halleberg und Hunneberg - ich habe gelesen dass es im Naturschutzgebiet Hunneberg eine rund 20km lange Schotterstrasse um das Gebiet herum gibt mit vielen Wanderwegen innen, da wir in der Dämmerung nicht ohne Karte usw. im Wald herumirren wollen fahren wir nur über die Schotterpiste (was natürlich sehr leise ist - auch mit nicht mal 20km/h). Aber wir haben Glück, plötzlich steht vor uns ein Auto von Elchtouristen wie wir, und die haben einen Elch im Dickicht des Waldes, nicht mal 20m vom Strassenrand erspäht - herrliches Tier - nur leider werden die Bilder durch die vielen Äste und Blätter in der Dämmerung unscharf bzw. zu dunkel - aber was soll's - wir haben bereits den 2. 'wilden' Elch in diesem Urlaub gesehen - und das in unmittelbarer Nähe! Nachdem er ganz im Wald verschwunden ist fahren wir langsam weiter in der Hoffnung nochmal Glück zu haben - aber leider ist dem nicht so und die Strecke, kommt uns vor, endet nie, vorallem da wir bereits etwas nervös werden dass wir rechtzeitig um 23.00 Uhr zur Oscarsbrücke in Trollhättan kommen um die Schleusenöffnung zu sehen. Aber es geht sich alles aus und wir haben noch einen wunderbaren Sonnenuntergang am Hunneberg erleben dürfen.

In Trollhättan werden im Sommer jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr und im Juli und August jeden Freitag um 23.00 Uhr Publikumsanziehend die Schleusen des rund 32m aufgestauten Götaälv geöffnet - was man sich nicht entgehen lassen sollte wenn man in der Nähe ist. Den besten Blick für das Spektakel hat man von der Oscarsbrücke aus - rechtzeitig einen Platz am Geländer sichern.
Als wir nach 1.00 Uhr Nachts beim Campingplatz ankommen (es wird bereits wieder leicht hell am Horizont!) müssen wir noch feststellen dass wir um diese Zeit mit dem Auto nicht mehr in den Campingplatz können und somit müssen wir uns zu Fuß zu unserer Hütte begeben die hier eine halbe Weltreise vom Eingang und dem Servicehaus entfernt ist...
Fazit: wenn wir statt rund um den Vänern zu fahren 2 Nächte in der Umgebung von Vänersborg - Lidköping geblieben wären und von dort zu den interessanten Zielen gefahren wären, hätten wir uns einiges an Zeit und Kilometer gespart, aber nacher ist man immer klüger...

6. Tag: Dalsland, Haverud, Fjällbacka, Westküste

Durch den Nachtausflug schlafen wir heute natürlich etwas länger, danach geht's durchs schöne Dalsland zum Schloss Baldersnäs, wo wir einen angenehm ruhigen 'Guten Morgen Spaziergang' durch den Schlosspark am See Laxsjön machen.

Die weitere Strecke hat's in sich, rauf - runter, links -rechts, eine Achterbahnfahrt mit dem Auto und wir finden leider keinen Wegweiser nach Buterud, wo es noch eine handbetriebene Schleuse des Dalslandkanals gibt - aber nächste Woche am Götakanal haben wir nochmal die Möglichkeit eine zu sehen. In Haverud kommen wir leider um's gewisse Etwas zuspät um den alten Wasserlauf zu sehen - denn nur von 11.20 - 11.25 Uhr werden die Schleusen geöffnet und das Wasser fliesst in seinem ursprünglichen Bett, aber auch so ist das Aquädukt von Haverud eine beeindruckende technische Meisterleistung. In einem 32m langen Aquädukt überquert der Dalslands Kanal die Schlucht des Hafreströmmen, obendrüber geht die Strassenbrücke, daneben die Eisenbahnbrücke und danach beginnt gleich die Schleusentreppe...

Wir fahren weiter nach Dals Rostock wo wir vom Berg Borekulle die Aussicht über den Örsjön See genießen wollen, die bei Schönwetter bis zum Vänern und der Silhouette des Kinnekulle reichen soll. Der Weg ist selbst mit der eigenen Dalsland Karte nicht leicht zu finden - von Dals Rostock geht's Richtung Åsmule, dann rechts Richtung Forsebol, bald nach dieser Abzweigung ist rechts ein kleiner 'Parkplatz' wo links ein unscheinbarer Wegweiser 'Fornborg' und nur auf einer Seite Borekulle steht... von dem Parkplatz sind es nichtmal 10 Minuten auf den 'Gipfel' von wo man wirklich eine Spitzenaussicht hätte - wenn nicht schon wieder ein Gewitter im Anmarsch wäre, gerne hätten wir hier oben unsere Mittagspause gemacht - aber der einsetzende Regen macht uns einen Strich durch die Rechnung...

Nach dem einchecken in unsere heutige Hütte @ Svarteborg Stencenter (500,- SEK - sehr interessanter Campingplatz mit dem gewissen Etwas: auf dem Fabriksgelände einer Beton- & Natursteinfabrik wo auch Kunst aus Stein erzeugt und verkauft wird und da Wochende ist und das Gelände so gut liegt, sieht und hört man von der Fabrik nichts, man kann sogar den schönen Ausblick auf die Kirche am gegenüberliegenden Hügel genießen - die mühsame Kletterpartie auf den Hügel hinter den Hütten kann man sich sparen - fast die gleiche Aussicht hat man von unten) fahren wir noch in das idyllische Hafenstädtchen Fjällbacka, wo man durch eine schmale Schlucht über eine schöne Holztreppe auf den 76m hohen Vetterberg kommt. Von dort oben hat man eine echt beeindruckende Aussicht über die vorgelagerten Schären - zählt zu meinen persönlichen Highlights des Urlaubes.

7. Tag: Oslo, Norwegen

Auf dem Weg nach Oslo machen wir noch einen kurzen Stopp bei Blomsholmskeppet, der zweitgrößten Schiffsetzung Schwedens.
Für die neue Brücke auf der E6 an der Grenze von Schweden nach Norwegen werden wir gleich 2mal zur Kasse gebeten - zuerst 20,- SEK Maut und nach der Grenze 20,- NOK Maut (wie bereits erwähnt - immer genug Münzen parat haben!)
Auf dem Weg nach Oslo machen wir noch einen kurzen Stopp bei Blomsholmskeppet, der zweitgrößten Schiffsetzung Schwedens.
Für die neue Brücke auf der E6 an der Grenze von Schweden nach Norwegen werden wir gleich 2mal zur Kasse gebeten - zuerst 20,- SEK Maut und nach der Grenze 20,- NOK Maut (wie bereits erwähnt - immer genug Münzen parat haben!)
Laut Reiseführer soll sich ein Abstecher nach Fredrikstad (in die Altstadt gamlebyen), der einzigen noch vollständig erhaltenen Festungsstadt Nordeuropas, lohnen. Wer österreichische Burgen und italienische Festungsstädte kennt wird ebenso unserer Meinung sein dass dem nicht so ist, wir ärgern uns über die 'verlorenen' 2 Stunden und fahren weiter nach Oslo, wo wir nochmal 20,- NOK Maut ablegen bevor wir den Bogstad Campingplatz in Oslo erreichen.

Oslo selbst ist zwar recht nett, aber den Vergleich mit Stockholm verliert es um Längen.

Dort teilt man uns mit dass wir in 2 Stunden erst in unsere reservierte Hütte können... Also ab ins Zentrum und wieder 20,- NOK Maut zahlen... Die Beschilderung ins Zentrum und zu Parkhäusern ist echt besch... - nach dem herrlichen Nordnorwegen 2004 sind wir bisher nur enttäuscht von Oslo und Umgebung. Im Zentrum müssen wir feststellen dass hier am Sonntag leider fast alle Geschäfte geschlossen haben - so auch die Filiale von Juhls, die aber natürlich sowieso nicht mit der 'Zentrale' von Juhls in Kautokeino mithalten kann welche wir 2004 besuchten.
Nach einem Spaziergang über die 'Flaniermeile' Aker Brygge dem (geschlossenen) Shoppingpalast auf dem ehemaligen Werftgelände neben dem echt hässlichen Rathaus fahren wir mit der Fähre 91 auf die Museumsinsel Bygdøy.

Wir steigen beim 2. Stopp direkt neben der Gjøa (dem Polarschiff mit dem Roald Amundsen als erster die berühmt-berüchtigte Nord-West-Passage bezwang) aus wo neben dem Framhuset (Fram ist das Polarschiff das zuerst Nansen Richtung Nordpol und später Amundsen zum Südpol getragen hat) auch das Seefahrtsmuseum und das Kon-Tiki Museum (mit dem Balsaholzfloß Kon-Tiki überquerte Thor Heyerdahl auf den Spuren der südamerikanische Indianer den Pazifik und mit dem ebenfalls ausgestellten Papyrusboot Ra II bewies er mit der Überquerung des Atlantik das dies bereits vor 5000 Jahren möglich war) ist - für die man natürlich jeweils extra Eintritt bezahlt. Da wir aber keine großen Museumsgänger sind, spazieren wir weiter durch das Villenviertel um das Wikingermuseum zu besuchen (das meistbesuchte Museum Norwegens - die ausgestellten Schiffe, usw. sind zwar sehenswert aber ich hätte mir etwas mehr um 50 NOK erwartet).
Wieder retour beim Rathaus besuchen wir die Festung Akershus, von dessen Festungswall man eine schöne Aussicht über das gesamte Hafengebiet hat. Nachdem wir die 'Prachtstraße' Karl Johans Gate vom Bahnhof bis zum Königlichen Schloss spazierten fahren wir noch auf den Holmenkollen (der ältesten Skisprungschanze der Welt). Der Blick hinunter wo sich die Springer runterstürzen ist schon überwältigend und erst die Aussicht - wenn es nicht gerade in Strömen regnen würde... Der Aufstieg ist aber nur etwas für gute Stiegensteiger, denn ca. das letzte Drittel gibt es keinen Aufzug und man muss Stiegen steigen. Runter hatten wir die 'geniale' Idee zu Fuss zu gehen - hurra meine Oberschenkel! - Leute mit Höhenangst sollten dies auf keinen Fall tun, den ab ca. der Hälfte sind nur mehr 'alte Holzpfosten' und man sieht dazwischen recht weit runter...
Nachdem wir uns 2004 noch keinen echten Norwegerpulli leisten wollten (obwohl er im Norden billiger gewesen wäre) springt uns beiden noch im Shop einer an.
Als 'Krönung' eines eher entäuschenden Oslotages ist die Hütte bei Bogstad Camping auch nicht berauschend, 410,- NOK für eine 'leere' Hütte, weder Kühlschrank noch Kochmöglichkeit und obwohl man gezwungen ist 50,- NOK für die Reinigung zu zahlen ist die Hütte dreckig! Warum machen sie es nicht so wie eigentlich alle anderen - dass jeder selbst die Hütte bei der Abreise reinigen muss?

Den weiteren, detailierten Reisebericht findet Ihr direkt unter:
http://www.berniemayer.info/reiseberichte/reisebericht_schweden_woche2.html

Hier noch ein kleiner Überblick darüber was wir in der 2. Woche erlebten:

Nach dem Besuch Oslo's geht's ins wunderschöne Dalarna, in Rättvik am Siljan See findet zufällig die Classic Car Week statt - Ein Spektakel wie man es sich kaum vorstellen kann - die ganze Stadt feiert, wirklich überall sitzen die Leute mit ihren Klappsesseln und schauen sich die unzähligen (angeblich mehrere tausend!) Oldtimer, US-Cars usw. an. Das Verkehrschaos und den Benzingestank kann man sich leichter vorstellen. Wir verbringen auf diesem 'Volksfest' einen herrlichen Nachmittag,

ehe wir noch auf den 325m hohen Vidablick fahren. Da es im Laufe des Nachmittages aufklarte haben wir von dem Aussichtsturm einen wunderbaren Weitblick auf den Siljansee und Rättvik mit der von weitem erkennbaren Långbrygga - den über 600m in den See ragenden Holzsteg an dem die Dampfer seit über 100 Jahren anlegen da der Siljan an dieser Stelle so flach ist.

Was man in Dalarna neben dem Besuch der berühmten dalahästar Schnitzereien in Nusnäs nicht verpassen sollte, ist die Heimat von Carl und Karin Larson. Ihr Haus (Larsongården) in Sundborn kann man als Gesamtkunstwerk bezeichnen, als wir ankommen beginnt gerade eine deutsche Führung (ohne Führung keine Besichtigung) und ich bin äußerst positiv überrascht denn es ist echt faszinierend, unter anderem auch dadurch dass Karin Larson den heute von Ikea verbreiteten skandinavischen Einrichtungsstil sehr stark prägte und die Gemälde von Carl Larson sind natürlich auch wunderschön.
Zum Abschied von Dalarna besuchen wir in Avesta noch das größte Dalapferd der Welt (13m hoch, 67 Tonnen schwer).

In Borensberg beobachten wir wie im strömenden Regen die Diana durch die handbetriebene Schleuse des Götakanal geschleust wird. Östlich von Borensberg auf der Strasse Nr. 36 gibt es ein Aquädukt wo die Strasse unter dem Götakanal verläuft.

Der weitere Reiseverlauf fürt uns zur Ostküste und dann wieder ins Landesinnere entlang dem Vättern ins schwedische Glasreich um dann von Kalmar der Küste entlang nach Süden zu fahren.

Um die 'Badewanne des Pfarres' (Prästens badkar) in Vik zu finden mussten wir doch ein Weilchen suchen, aber es hat irgendwie das gewisse Etwas und auch die restliche Felsküste in Vik mit der starken Brandung und dem Getöse des Meeres wirkt wunderschön.

An der Küste entlang fahren wir weiter nach Sandhammaren wo wir noch einen wunderschönen Strandspaziergang bei den ehemaligen Wanderdünen machen, ehe wir zur größten Schiffsetzung Schwedens kommen: Ales Stenar. Das 'schwedische Stonehenge' hat eine beeindruckende Ausstrahlung, das Plateau hoch über dem Meer mit herrlichem Meerblick, den faszinierenden Wolkenbergen mit dazwischen durchscheinenden Sonnenstrahlen hat etwas faszinierendes.

Nachdem wir bei der Ahls Rökeri unterhalb von Ales stenar noch gemütlich zu Abend aßen fahren wir nach Ystad. In der Heimat von Henning Mankells's Kommisar Wallander haben wir um 520,- SEK eine Hütte bei Sandskogen Camping reserviert. Auf den Spuren von Kurt Wallander beschließen wir den Tag mit einen Abendspaziergang durch die wunderschöne Altstadt von Ystad.

Über die Öresundbrücke verlassen wir wieder Schweden, in Dänemark machen wir noch einen Abstecher zu Stevns Klint auf Seeland. Die 41m hohe senkrecht zum Meer abfallenden, weissen Kalkfelsen allein sind schon wunderschön, aber das Schmuckstück ist die mittelalterliche Felskirche bei Højerup, denn 1928 stürzte ihr Chor und Teile des Friedhofs hinab ins Meer.

Als Abschluss verbringen wir noch einen Tag in Hamburg ehe es wieder in die wunderschöne Heimat - Österreich! - geht.


Den kompletten, detailierten Reisebericht über diese und andere Reisen durch Skandinavien mit zahlreichen Tipps, Links & Fotos findet Ihr auf
http://www.berniemayer.info



Kommentare

 

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Chefin sagt dazu...

wow ganz schön langer ausführlicher bericht.
und die fotos sind auch klasse.
mehr davon!!

 
 

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