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Reisebericht: GO! Bali
eine Powerfrau
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Geotags
Weitere Reiseberichte von mm.hieke
Ich gebe es ja zu, eigentlich sind wir als schnöde Pauschal-Urlauber nach Bali geflogen und wollten halt mal schauen. Bali, Insel der Götter, sagte das Internet. Ja, wie jetzt? So schön?
Wie gesagt, wir waren da. Schön ist es auch, aber das mit den Göttern ist auch wahr. Sie sind da. In jeder Ecke. Vertreten auf der Erde durch die von den Menschen errichteten Tempeln. Wundeschöne, fremdländische Bauten an den schönsten Plätzen, damit die Götter sich wohl fühlen.
Aber Bali ist viel mehr...
Das da oben ist zum Beispiel der Strand von Sanur, an dem unser Hotel gelegen hat. Bei Ebbe und Sonnenaufgang, um genau zu sein. Die Ebbe dort war schon ziemlich ebbig. Aber die Sonnenaufgänge phänomenal. Was die Männer da immer aus dem Wasser gefischt haben, habe ich allerdings nicht herausbekommen.
Natürlich haben wir auch Tempel besichtigt. Die liegen zu Ehren der Götter immer an besonderen Stellen.
Zum Beispiel Ulu Watu oben auf einer beeindruckenden Steilküste.

Wir haben dorthin einen organisierten Touri-Ausflug gemacht, weil der im Reisepreis enthalten war. Das hat Vor- und Nachteile. Ein großer Nachteil ist eben, dass alles organisiert und auf Touristen eingestellt ist. Wie zum Beispiel dieser Affe, der mit Früchten dazu bewegt werden soll, die dem Touristen geklaute Brille herauszurücken. Wobei der Affe ganz genau weiss, dass Touristen kommen, die mit Früchten werfen, wenn man ihnen die Brille klaut. Die Brille hat er übrigens wieder herausgerückt, allerdings in Einzelteilen...
Hatte ich schon erwähnt, dass ich von diesem Teil des Tempels nicht besonders viel gesehen habe, weil ich stark kurzsichtig bin und meine Brille in der Tasche trug? :-(
Wir wurden dann in ein Amphitheater geführt, dass einen wunderschönen Ausblick über das Meer bot, und wohnten dort einer Tanzaufführung bei, bei der die Musik aus einer Art Sprechgesang bestand
Allerdings mussten natürlich zuvor Opfer dargereicht werden:

...und zum Schluss gab es viel Feuer.
Wir haben natürlich auch auf eigene Faust Ausflüge gemacht. Auf dem ersten sind wir direkt von Bob und seiner Freundlich Lia aufgelesen worden. Die haben eine Villa in den Reisfeldern bei Tabanan gekauft. Angeblich eine absolut nicht angesagte Ecke. Die Villa war noch voll in der Renovierungsphase, aber wir haben die beiden trotzdem beneidet:
Das linke Bild zeigt links das Wohn/ Esszimmer mit Küche und geradeaus das Gästehaus. Über dem Wohn/ Esszimmer im ersten Stock ist das Billardzimmer. Von dem Balkon aus habe ich das rechte Foto gemacht. Noch Fragen? Wir waren wirklich so grün wie die Natur rund herum vor Neid!!!
Wir sind mit den beiden noch durch die Reisfelder gewandert, eine wunderschöne Gegend:

Und dann am nächsten Tag haben sie und ihren Fahrer samt Auto geliegen, der uns durch die Gegend kutschiert hat.
Der hieß Gede und hat uns viel gezeigt.
Zum Beispiel einen weiteren Affenwald, mit sehr friedlichen Affen, die auch gerne Früchte annahmen, aber nicht zudringlich wurden. Der Affe da unten hatte echt Mühe, die Schale der Kokosnuss zu knacken. Er hat sie immer wieder auf den Boden geworfen, bis sie geplatzt ist.

Auf unsere Bitte hin hat er uns auch einen großen Tempel gezeigt. Er soll einer der Schönsten im Lande sein und heißt Taman Ayun. Ich fand ihn nicht so spektakulär wie erwartet, aber ganz nett:
Zum Abschluß dieses Tages sind wir nach Tanah Lot gefahren. Dort ist ein Tempel, der im Wasser liegt (zumindest bei Flut) um die Dämonen aus dem Meer fern zu halten. Er ist besonders für seine Silhouette bei Sonnenuntergang bekannt (linkes Bild). Und weil Tempel immer gleich rudelweise auftreten, lag auf der nächsten Klippe auch noch einer (rechtes Bild).

In den folgenden Tagen sind wir dann auf eigene Faust losgezogen. Mit einem Bemo, das sind die Sammeltaxen in Bali, sind wir in die Hauptstadt Denpasar gefahren. Dort gibt es natrülich auch Tempel:

Vor allem haben wir aber riesiges Glück gehabt, dass wir ausgerechnet an einem Samstag nach Denpasar gefahren sind. Dann ist nämlich Markt...

Riesiger Körbe voller Blüten werden verkauft (links). Ich habe mal vermutet, dass die Menschen die Blüten für die Herstellung der Opferschälchen brauchen, die man überall in ganz Bali auf den Straßen vor den Geschäften und Häusern findet, um die Götter milde zu stimmen. Auf dem rechten Bild ist ein Gemüsestand zu sehen.

Alles auf Bali ist sehr farbenfroh, insbesondere die Stoffe für die Kleidung, die zu Zeremonien getragen wird.
Interessant ist auch der Verkehr in Bali. Weil die Leute so arm sind, können sich die meisten kein Auto leisten. Also fahren sie Roller.

Der Roller ersetzt wirklich den Familien-PKW. Ich habe sogar noch mehr Personen und noch mehr Gepäck auf einem einzigen Roller gesehen. Und dass wenigstens alle einen Helm tragen ist zwar Pflicht, aber durchaus die Ausnahme.

Im November ist übrigens schon Regenzeit. Hauptsächlich hat es allerdings nachts geregnet. Das war sehr praktisch. Nur einmal, als ich auszog, einen Sonnenaufgang zu fotografieren, hat's mich erwischt. Zunächst noch trügerische Idylle und dann Regenguss.

Kommentare
Das Feuerbild
samm sagt dazu...
ist echt beeindruckend!! Klasse fotografiert.
Schöner Bericht. Vielen Dank.
samm
Helly sagt dazu...
Super siehts aus... ;) Danke für den tollen Bericht und die klasse Reise...
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Reiseberichtkommentare
Teschilein
Susn Juchzer
RoteZora007





zephyros sagt dazu...
Alle Achtung,
Dein Bericht und die Bilder sind echt spitze.
Da bekomme ich jetzt so richtig Fernweh und hab
soeben beschlossen,auch unbedingt mal nach Bali
zu fliegen.Ach,wenn da nur nicht der lange Flug
wäre.Das schreckt mich immer ab.
Nochmal....,mein Kompliment...einfach schööön.