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Reisebericht: I Am Sailing - die Reisen des Käpt´n Cook aus Whitby

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sfintu

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"26. August 1768, 2 Uhr nachmittags. Segel gesetzt und in See gestochen. An Bord sind 94 Personen, darunter Offiziere, Seeleute, Adlige und Bedienstete." - Mit diesem kurzen Logbucheintrag begann eine der längsten und abenteuerlichsten See-Expeditionen der Weltgeschichte. Captain James Cook brach auf zu seiner ersten Reise um den Globus, bei der er zahlreiche Südseeinseln und die Ostküste Australiens entdecken sollte. Zwei weitere solcher Reisen trat er an. Bei der letzten wurde er von hawaiianischen Eingeborenen getötet. Cook war in dem kleinen Dorf Marton in Yorkshire geboren. In dem Küstenstädtchen Whitby erlernte er das Seemannshandwerk. Dort wurde auch sein Schiff gebaut, die "Endeavour", mit der er seine erste Weltumsegelung unternahm. Heute hält Whitby die Erinnerung an den wohl bedeutendsten Seefahrer und Entdecker seit Christoph Kolumbus wach - auf vielfache Weise.

Erinnert an Cooks erste Weltumsegelung: Nachbau der "Endeavour"

Reportage (Radio hr4, 28.06.2008):

Mit entschlossener Miene blickt er aufs offene Meer hinaus. Die Bronzestatue von James Cook über der Hafeneinfahrt von Whitby weckt Fernweh. Sie wurde 1911 feierlich errichtet und lässt erahnen, dass Cook kein gewöhnlicher Seemann war.

Entschlossenheit im Blick: Statue von James Cook in Whitby

O-Ton:
"He was very, very courageous...
Er war sehr sehr mutig, erzählt Stadtführer Harry Collett. Und ich denke, er war ziemlich ehrgeizig. Als er seinen Lehrmeister John Walker verließ, wollte er den Rest der Welt sehen. Er hatte Gönner, die ihn unterstützten und seine Karriere förderten. Aber er hatte auch enorme Fähigkeiten.
...but he had tremendous ability."

Vor allem als Landvermesser und Kartograph machte sich der junge James Cook einen Namen. Für die Admiralität in London war er somit der ideale Mann, um unbekannte Gebiete im Südpazifik zu erforschen und für die britische Krone in Besitz zu nehmen.

"Wir haben Grund zu der Annahme, dass dort im Süden ein Kontinent großen Ausmaßes zu finden ist. Hiermit erteilen wir Befehl in See zu stechen und diesen Kontinent zu entdecken."

Von der Admiraität in die Südsee entsandt: James Cook im Museum von Whitby

Im Captain Cook Museum kann man alles über den großen Entdecker und seine Abenteuer erfahren. Es ist im ehemaligen Haus von Cooks Lehrmeister John Walker untergebracht, wo der junge James in der Dachstube lernte und studierte. Das Museum liegt direkt am Hafen. Gegenüber war früher eine Werft.

Blick auf den Hafen: hier wurde die "Endeavour" gebaut

yo-O-Ton-Harry-Collett.mp3

O-Ton: "That is where the original...balance of the Earth."

Hier wurde die "Earl of Pembroke" gebaut. Eigentlich als Kohlenfrachter. Aber die Admiralität kaufte sie, gab ihr den Namen "Endeavour" und rüstete sie um. Damit James Cook mit ihr nach Tahiti fahren konnte, um den Venus-Transit, eine seltene Himmelserschienung, zu beobachten und nach dem vermuteten Südkontinent zu suchen, von dem man glaubte, dass er für die Balance der Erdkugel sorgte.


Die "Endeavour", made in Whitby, war ideal für eine so weite Seereise. In ihrem dicken Bauch konnte viel Proviant verstaut werden, mit ihrem flachen Kiel kam sie gut über die Korallenriffe. Ein Nachbau der "Endeavour" im Maßstab 1:3 kreuzt heute mit Touristen durch den Hafen und an der Küste entlang.

Zu Shanty-Klängen auf Cooks Spuren: Küstentörn mit dem "Endeavour"-Nachbau

yo-Shanty-Klaenge.mp3

Atmo: (Shanty-Musik)

Mit Shanty-Klängen schippern wir durch die Hafeneinfahrt hinaus auf die Nordsee. Kaum zu glauben, dass Cook es mit einem solchen schaukelnden Kahn bis in die Südsee geschafft hat. Fast drei Jahre war er bei seiner ersten Reise unterwegs. Ein hartes Leben, auch für seine Mannschaft. Normalerweise behandelte Cook seine Leute fair, aber ein Matrose hat die "Neunschwänzige Katze" zu spüren bekommen.

O-Ton
"Cook brought him on deck...
Cook brachte ihn an Deck, versammelte die Crew und band ihn am Mast fest. Er riss ihm das Hemd vom Leib und sagte zum Bootsmann: 'Lass die Katze aus dem Sack.' Das war eine Peitsche mit neun Riemen und Knoten dran. Und der Mann bekam fünf Hiebe von links und fünf von rechts.
...and five from the right.

Von der Nordsee in die Südsee mit Sauerkraut: James Cook vermied den Skorbut

Dabei hatte der arme Kerl sich nur geweigert, das verhasste Sauerkraut zu essen, das Cook in riesigen Mengen mitführte. Damit wollte er den Skorbut vermeiden, die unter Seeleuten gefürchtete Krankheit, die durch Mangel an Vitamin C hervorgerufen wird. James Cook hatte Erfolg mit seiner Methode. Trotzdem werden wir ein nettes Fischrestaurant aufsuchen, wenn wir wieder von Bord gehen. Sauerkraut gibt's auch zu Hause in Deutschland.

Alle markierten Töne auch als Sound-Datei unter:
www.rolf-froehling.de/alle_reportagen/yorkshire16/yorkshire5.html



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