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Reisebericht: Im Terrios in Namibia
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Habe es endlich geschafft Fotos hochzuladen... Hier ist also der Link:
http://www.pixum.de/viewalbum/id/5165622
Weiter geht es mit dem Tagebuch...
Habe im letzten Bericht ganz vergessen, dass bevor es fuer uns Richtung Windhoek ging, wir einen Zwischenstopp in den Naukluft Mountains eingelegt haben.
Da es am Nachmittag unserer Ankunft in den Mountains recht heiss war, haben wir uns fuer nur einen kurzen Hike zu den erfrischenden Pools entschieden. Am naechsten Morgen wollten wir dann frueh aufstehen, um der Hitze des Tages zu entkommen, und einen 17km Trek, trotz nicht vorhandener Fitness wagen. Wir haben den Wecker somit frueh gestellt, wie sich schnell herausstellte zu frueh, da die Sonne in den Bergen doch erst etwas spaeter aufgeht, und haben uns auf den Weg gemacht den sogenannten weissen Fusspuren als Wegweiser zu folgen. Das war leichter gesagt als getan und nach 1 km war bereits keine weisse Fussspur mehr zu entdecken. Um das ganze noch zu toppen, fing es natuerlich auch noch an zu regnen... Nach guten 4km und erneut verlorenen weissen Fussspuren, kam dann auch noch Wind und Nebel hinzu, so dass Josh und ich uns kurzer Hand fuer eine Rueckkehr entschieden haben. Mutter Natur wollte uns wohl mitteilen, dass die 2 Wochen im Auto sitzen nicht wirklich zu einer besseren Fitnesssituation beigetragen haben und wir den 17km Trek lieber sein lassen sollten.
Somit ging es komplett durchnaesst und mit jeder Menge Matsch am Zelt (der Staub der letzten Wochen hatte sich mit dem Regen in ordentlichen Matsch verwandelt) Richtung Windhoek in ein Hostel...
Die Schotterstrasse Richtung Windhoek hatte sich zu Josh's Vergnuegen in eine massive Pfuetzen und Matschlandschaft verwandelt und ich moechte behaupten, dass wir nach diesen 300km Schotterstrasse keine einzige Matschpfuetze ausgelassen haben....
Von Windhoek und den ganzen organisatorischen Taetigkeiten ging es dann weiter Richtung Brandberg im Darmaland. Wir haben uns dort die sogenannte White Lady und einige weitere Steinzeitmalerein angeschaut, die angeblich zwischen 2000 und 5000 Jahre alt waren. Der Regen war wieder verflogen und wir mussten mit guten 40C und jeder Menge Staub kaempfen...
Den Nachmittag haben wir zum austesten unseres 4WD genutzt und sind auf Dessertelephanten jagt gegangen. Die Strecke stellte sich als sehr guten Test fuer den Terrios heraus und ohne Speed haetten wir die Unterseite des Terrios zwar nicht so oft gepunscht, aber waeren dafuer mit Sicherheit mitten im Nirgendwo stecken geblieben. Die Dame an der Rezeption hatte wohl vergessen zu erwaehnen, dass ein High Clearence 4WD fuer diese Strecke von Noeten waere. Nun ja, wir hatten Spass und haben es ja auch zum Glueck, jedoch ohne Dessertelephanten zu sehen, ohne Vorfaelle ueberstanden :-)
Von Brandberg ging es weiter nach Twyfelfontein. Nach weiteren 200km Schotterstrasse und einer vom Hotel empfohlenen Cross Country Abkuerzung, die uns ueber einen Bauernhof mit deutsch sprechenden 80 jaehrigen Namibianern fuehrte, haben wir es auch geschafft. (Wir haetten uns wahrscheinlich denken koennen, dass es aehnlich wie die Elephantensuche enden koennte.)
Die Abkuerzung war echt der Kracher. Zwar hatte uns der Kellner eine Karte gemalt und erklaert, dass wir beim ersten Schild der Lodge links abbiegen sollten und wenn sich dann der Weg gabelt wir den rechten Weg nehmen sollte, aber irgendwie hatte er vergessen zu erwaehnen, dass wir beim Schild der Lodge zwischen insgesamt drei Strassen waehlen mussten und auch die Gabelung des Weges gute 10 Mal vorkam... Und mit 100% Sicherheit hatte er keinen Bauerhof erwaehnt... Es war trotz allem eine witzige Fahrt und wir hatten definitiv unseren Spass...
In Twyfelfontein wurden wir direkt bei der Ankunft von einigen grauen Riesen ueberrascht. Wie sich herausstellte musste wir uns hier naemlich gar nicht auf die Suche nach den Dessertelephanten machen, da sich diese lediglich 50m von einem Campingplatz entfernt aufhielten. Als wir dann kurze Zeit spaeter die naechsten Elephanten an der Tankstelle trafen und diese sich ueber die Baeume des Tankstellenbesitzers hermachten, wussten wir, dass wir im Darmaland waren :-)
Wir haben einen unglaublich coolen Campingplatz, ohne Elephanten, direkt an Felsen gefunden. Das Highlight war der Blick ueber die Landschaft und eine Dusche, die zwischen die riesigen Steinhaufen gesetzt war... Ein einfach nur genialer Spot, obwohl die Toilette doch sehr zu wuenschen uebrig liess.
Am Nachmittag haben wir uns weitere Steinzeitmalerein, die sogenannten Burnt Mountains und Orange Pipes, sowie den Petrified Forest angeschaut. Der Forest war echt klasse anzusehen und es faellt einem schwer sich vorzustellen, dass die Baeume vor tausenden von Jahren von Kenia bei einer Flut runtergespuelt wurden und dann durch den Druck versteinert sind.
Von Twyfelfontein ging es Richtung Skeleton Coast. Die Schotterstrassen sollten, wie sich schnell herausstellte, auch fuer den Rest des Trips in Namibia, in der bescheidenen Qualitaet bleiben, wie wir sie fuer die naechsten 500km fahren durften. Zudem mussten wir feststellen, dass der einzige uns empfohlene Campingplatz im Park, taesaechlich gar nicht mehr im Park lag (wobei wir dies erst feststellten, als wir am anderen Ende am Gate ankamen) und das zusaetzlich nach 3 Stunden Fahrt auch noch keine Person an diesem Campingplatz aufzufinden war (weder Personal noch Camper). Wie uns mitgeteilt wurde, waeren wir theoretisch an diesem Campingplatz auch in der Lage gewesen zu tanken, aber dies war wahrscheinlich genauso wenig der Fall wie das der Campingplatz im Park lag. Wir waren somit erstmals froh, uns einen 20L Benzinkanister zugelegt zu haben.
Wir sind die Nacht in Henties Bay abgestiegen und den naechsten Tag den gleichen Weg durch den Skeleton Coast Park zurueckgefahren um nach Sesfontein zu gelangen.
Wenn man die SC entlangfaehrt wird einem zudem recht deutlich, warum sie Skeleton Coast heisst. Hatte man das Glueck, ein Schiffsunglueck vor dieser Kueste zu ueberleben, werden sich diese freudigen Gedanken beim Anblick des Nirgendwos schnell ins Gegenteil verwandeln... Es ist wirklich nichts drumherum als Sand und Sandhuegel und Sandstuerme. Aber es gibt doch ein wirklich klasse Bild ab... Zumal wenn der Wind den Sand ueber die 'Strasse' fegt und sich alles in ein Mondlandschaft verwandelt.
Die Schotterstrasse Richtung Sesfontein war dann wieder eine weitere Achterbahnfahrt, da die Strassen in Namibia dort entlangfuehren, wo das Land entlanglaeuft. Es ging auf und ab, ueber unglaublich steile Berge (so steil, dass sich der Terrios sogar im ersten Gang recht uebel anhoerte), in ein tiefes Tal, durch jede Menge Loecher und Baeche (noch ohne Wasser), ueber ausgetrocknete Flussbetts, etc.. Zudem gibt es im Kakaoveld keine Farmen mit Zaeunen und somit stehen Kuehe, Esel, Ziegen, und alle weiteren Farmtiere direkt auf der Strasse oder am Strassenrand (wenn man Glueck hat).
Von Sesfontein ging es dann weiter nach Opuwo und in eine Country Lodge zum erholen. Diese Lodges (es handelt sich um eine Gruppe von Resorts) sind einfach der Hammer, da man dort am guenstigsten in Namiba campen kann, aber trotzdem den Luxus der Lodge mitnutzen darf, was in diesem Fall ein Invinity Pool mit Blick ueber eine atemberaubende Landschaft war. Zudem hatten wir erstmals seit Suedafrika wieder eine begrasste Campingflaeche, was unglaublich angenehm war... Wir haben hier also die naechsten 3 Tage nicht anderes gemacht als am Pool relaxt...
Von Opuwo ging es in den hohen Norden Namibias zu den Epupa Falls. Aber dazu mehr im naechsten Bericht...
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