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Reisebericht: Laos

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tanja

eine Sportskanone

aus Oldenburg

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Oh man, ich lege hier gerade echt einen Schreibmaraton ein, um einfach nur mit meinem Tagebuch wieder up to date zu sein...

Also, von Kolkata ging es ueber K.L. direkt nach Vientiane. Und in K.L. gab es eine riesige Milka Schokoladen-Session... Wir haben gute 4 Tafeln fuer die naechsten Tag(e) gekauft und die ersten direkt am Flughafen vernascht. Ohh, das war ja sowas von leckaaaa!!! :-)

Nun ja, aber dann stand uns noch eine ganze Nacht am Flughafen bevor und wir haben somit versucht, auf dem harten Boden, unsere Rucksaecke im Arm, ein wenig Schlaf zu finden.

In Vientiane angekommen, sind wir dann direkt zum Busbahnhof und von dort mit dem local bus nach Vang Vieng. Nach erneute 24 Stunden Reisezeit sind wir dann endlich am Ziel angekommen.

Ich habe mich echt schon riesig auf Vang Vieng gefreut, nun ja, eher auf das Vang Vieng, das ich noch in Erinnerung hatte. Denn leider hat sich der ganze Ort in eine komplette Trinktourismus Landschaft verwandelt. Ich konnte mich noch an Schotterstrassen, kleine Gaesthaeuser, lediglich einen Internetplatz und ein paar Restaurants erinnern. Und jetzt handelt es sich um gute 20 Internetanbieter, 50 Restaurants und Gasthaeuser, etc. Die gesamte Hauptstrasse glich einer Variante der Khao San Road in Bangkok. Man hatte das Gefuehl, dass Koh Phi Phi oder Kho Phangan Tourismus einfach in dieses kleine Dorf geflogen wurde... Alles junge Touristen, die in Gruppen reisen und einfach nur jeden Abend trinken wollen.

Vor allem aber war ich ueber das tuben entsetzt. Man musste sich nur die Gruppen ansehen, die mittags zum tuben losgezogen sind und einem ist der ganze Spass vergangen. Und wenn man die Leute dann abends wiederkommen sehen hat, dann ist einem noch schlechter geworden. Ich meine nicht, dass das tuben bei uns da letzte Mal nicht mit trinken verbunden war, aber wir haben nicht getrunken um den Weltrekord im besoffen sein zu erreichen oder irgendwelche Maedels/ Jungs abzuschleppen... Somit haben Josh und ich uns entschieden, das tuben auf einen anderen Ort zu verschieben, auch wenn ich den swing gerne nochmal ausprobiert haette... Aber ich wollte meine guten Erinnerungen von diesem Ort nicht komplett verlieren.

Josh und ich haben deshalb gehofft, dass die meisten Touris im Ort sich keine Fahrraeder leihen (geschweige denn dazu in der Lage waren) und wir somit die Umgebung des Ortes ein wenig mehr geniessen konnten. Und das war zum Glueck auch immer noch der Fall. Diese aus dem nichts komenden Berge, die Hoehlen und die Lagunen drumherum waren einfach nur klasse. Den dritten Tag haben wir uns erneut Fahrraeder geliehen und sind nochmal zur gleichen Lagune gefahren. Wie wir erfahren haben, war eine Familie gerade dabei, ein paar Bungalows aufzusetzen. Mitten im nichts, umgeben von wundervollen Bergen und einer Lagune... Einfach nur super schoen!

Die Hoehlenwanderung war auch sein gutes Erlebnis wert und ich war froh, dass ich nicht in einem der Tunnel steckengeblieben bin, durch die wir uns durchquetschen mussten... Wir waren beide froh, dass sich die Umgebung um Vang Vieng noch nicht allzu sehr veraendert hat- und ich hoffe, dass dies auch so bleibt... Ich denke, die Hoffnung stirbt zuletzt...

Am naechsten Tag ging es somit vorzeitig weiter nach Luang Prabang. Leider musste ich auf dem Weg ein naechstes Drama realisieren. Ich hatte mich in Vang Vieng schon gewundert, warum es die ganze Zeit so nebelig war, aber der Weg nach LP machte das ein wenig deutlicher, denn Grossteile der gesamten Bergketten standen in Flamen. Angeblich hat Laos China unbegrenzten ZUgang zu Timber gegeben und Laos benoetigt natuerlich auch noch ein wenig Holz fuer sich selbst. Die gesamten Bergketten waren ohne irgendwelche anzeichen von Dschungel. Nur die Teile die nicht brannten, waren noch mit jeder Menge Bueschen, aber keinerlei Baumen mehr bedeckt. Man kann sich nicht vorstellen, was die mit ihrem eigenen Land anstellen. Die vernichten wirklich den kompletten Regenwald. Wie ich gehoert habe, ist wohl Maerz der Monat, in dem generell mehrere Flaechen abgebrannt werden, um sie wieder zu bewirtschaften, aber das erklaert noch nicht den Verlust an Urwald... Einfach nur traurig mit anzusehen...

In Luang Prabang war dafuer alles noch einigermassen beim Alten. NAch ein wenig relaxen am ersten Tag ging es den naechsten Tag zum Kuang Si Wasserfall und dort konnten wir die wundervollen klaren Pools zum Erfrischen nutzten, sind den Wasserfall hochgeklettert, um dann aber doch rein gar nichts sehen zu koennen, und haben die Baeren beim Essen beobachtet...

Ich bin uebrigens angefangen Twilight zu lesen und war somit fuer einen grossen Teil der Zeit im Buch vertieft. Wie Josh es auch nennt, er hatte fuer gute drei Tage keine Konversationen mehr :-) Und wie das nun so ist, gibt es natuerlich noch drei weitere Buecher und ich wollte entsprechend gerne auch New Moon lesen :) Da wir uns ehe Fahrraeder leihen wollten, um die Gegend ein bissel zu erkunden, konnte wir das auch hervorragend mit der Suche von Buchlaeden verbinden. Wie es das Uebel aber nun so will, gab es mein Buch nur in Franzoesisch... AHHH!!! Ich glaube Josh war ganz froh darueber ;-)

Nach drei Tagen haben wir uns dann entschieden ein wenig mehr vom alten Laos sehen zu wollen. Somit ging es per Bus und dann Boot (da es keine Strassen zu dem Ort gibt) Richtung Muong Noi. Auf dem Weg haben wir ein englisches Paerchen kennengelernt, mit denen wir dort die naechsten 4 Tage (geplante 2 Tage) verbracht haben.

Im Ort angekommen, sind wir direkt von "Mama" (wie wir sie nannten) in Empfang genommen worden (wir gehen davon aus, dass Mama der Chef des ganzen Ortes ist, denn keiner traute sich, ihr in den Weg zu kommen :-)) Wir wurden zwar leise von anderen Gaestehausbesitzern darauf aufmerksam gemacht, dass auch sie noch Zimmer frei haben, aber mit Mama wollten sie es doch nicht aufnehmen.

Kaum angekommen und Zimmer bezogen, kam Mama auch schon mit dem ersten Lao Bier fuer uns an. Und nach dem ganzen Reisen, waren wir doch nicht abgeneigt uns ein kuehles Bierchen zu genehmigen. Ein Paerchen aus der Schweiz hat sich gleich zu uns gesellt und somit hatten wir einen wirklich unglaublich witzigen Abend. Wie sich herausstellte, zieht das schwedische Paerchen im July nach Adelaide und wird wahrscheinlich unsere Moebel uebernehmen. Wie witzig, dass wir unseren Hausrat somit in Laos loswerden :-)

Den naechsten Tag war dann keiner zu wirklichem Trekken oder Erkunden aufgelegt und wir haben den groessten Teil des Tages in der Haengematte, mit Blick auf den glassklaren Fluss, relaxt. Mama hat natuerlich beim Fruehstuck schon versucht uns Flussfisch fuer den Abend zu verkaufen... Die Frau war wirklich einfach nur zum groellen.... Ach ja, ich habe New Moon uebrigens in dem kleinen Ort in einem Hostel gefunden und Frances wollte unebdingt Twilight lesen... Somit waren Josh und Justin sehr gluecklich uns, wie sie es bezeichneten "Fuer die naechste Woche zu verlieren :-)".

Die Schweizer mussten uns leider am naechsten morgen verlassen, um es in drei Tage per Fahrrad nach China zu schaffen. Respekt dafuer!!! Wir sind am Morgen Richtung Hoehle und einem kleinem Dorf in der Umgebung aufgebrochen und waren somit den gesamten Tag trekken. Die Landschaft war mal wieder unglaublich. Das einzig Schlimme war, dass einem der Unterschied zum abgeholzten Laos umso staerker bewusst wurde, denn hier war die komplette Umgebung noch von tiefem Dschungel durchzogen.

Wir haben uns zudem dazu entschieden das tuben mit den Englaendern nachzuholen (die konnten sich naemlich auch nicht wirklich fuer das Vang Vieng tuben begeistern). Somit haben wir uns ein Boot und einen "Guide" gemietet und sind funfischen a la Lao Art, zu einer Hoehle und tuben aufgebrochen. Der Guide stellte sich als sehr anstrengend herraus, da er uns nach dem Fischen und der Hoehlenbesichtigung fuer gute 3 STunden alleine auf dem Fluss hat tuben lassen. Wenn der Fluss wenigsten ein paar mehr Stroemungen gehabt haette, wir nicht die gesamte Zeit haetten paddeln muessen und er uns, wie versprochen, nach 2 Stunden abgeholt haette, waere die ganze Sache ein wenig geglueckert verlaufen :-) Nun ja, wir hatten gute Gesellschaft, einen unglaublichen Dschungel um uns herum und somit trotzdem unseren Spass...

Eigentlich wollten Josh und ich dann den naechsten Tag Richtung Norden aufbrechen und von dort die Grenze nach Vietnam ueberqueren, aber das Dorf und natuerlich Justin und Frances, haben uns des besseren ueberzeugt und wir haben noch einen Tag gemuetlich am Flussstrand relaxt und schoen gelesen...

Am naechsten Morgen ging es dann aber wirklich los, allerdings haben Josh und ich uns entschieden nicht die Grenze im Norden zu ueberqueren, da wir zu viele Berichte ueber anstrengende Schotterstrassen und Geldabzocke bei Touris gehoert haben und zudem die Buse nicht regelmaessig unterwegs sind... Deshalb ging es zurueck nach Luang Prabang, was nicht ganz ohne Komplikationen verlief, da unser Boot einen Motorschaden hatte und der Busfahrer uns mit 14 Leuten in einen 9 Sitzerbus quetschen wollte...Nun ja, immerhin hat unser Bus kein Feuer gefangen oder unser Boot ist gekentert.

In Luang Prabang angekommen haben wir die naechsten zwei Tage genutzt, um unsem Tagebuch und allen anderen Verpflichtungen ein wenig nachzukommen.... Ich bin somit wieder up to date mit meinem Tagebuch...



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