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Reisebericht: Nord Indien

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tanja

eine Sportskanone

aus Oldenburg

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Mittlerweile sind wir schon in Laos und ich habe mein Tagebuch zu Indien immer noch nicht beendet.Also, ich hoffe, ich kann mich noch an alles erinnern.

Von Jaisalmer ging es weiter nach Puschkar. Ein mal wieder unglaublich super toller Trip mit dem Nachtbus. Allerdings haben wir diesmal den richtigen Bus und auch unser richtiges "Kuecheabteil" zugeteilt bekommen. Es schien somit alles ein wenig zu gut zu laufen... Und wie gesagt, es lief zu gut. Denn der Bus zuvor wurde gechancelt und somit waren mit Mal an die 50 Leute im Mittelgang. Josh und ich waren somit gluecklich, dass wir ne halbe Stunde eher am Busstop angekommen sind und unseren Schlafplatz gesichert hatten. Wie wir naemlich feststellen konnten, wer einmal seinen Schlafplatz hat, braucht den auch nicht wieder aufgeben :-) Somit ein guter Tip fuer zukuenftige Bustouren. Eher da sein und wenn moeglich sofort in den Bus rennen oder sich durch eine indische Masse an Menschen kaempfen, die auch in den Bus moechte, um an seinen Platz zu gelangen.

Es scheint zudem, dass die Inder die Geschichte mit in den Bus draengeln wirklich nur allzu gerne moegen. Und wenn ich sage, die haben keine Ahnung, wie man sich anstellt, in einen Bus gelangt oder wie man wartet, wenn Leute aussteigen wollen, dann ist das eher eine UNtertreibung. Die verstehen davon naemlich gar nichts. Man steht zum Teil mit drei Leuten neben einem im Gang, wobei einer in sein Schlafabteil moechte, der zweite in seinen Sitz und der dritte einfach nur aussteigen moechte, dabei aber die naechste dreier Reihe von hinter einem, es der austeigenden Person unmoeglich macht zur Tuer zu gelangen.Somit bleibt der Bus gute 20 Minuten laenger ueberfuellt und gedraengt, als es eigentlich noetig waere... Das gleich gilt uebrigens fuer Flugzeuge, Zuege, etc.

Aber nun nicht genug mit Ueberraschungen fuer die Busfahrt. In "Puschkar" wurden wir dann schnellstmoeglichst aufgeweckt und aus dem Bus geschickt. Der Bus war innerhalb von 2 Minuten schon wieder unterwegs. Und diese Eile hatte auch seinen Grund. Denn anstatt uns in Puschkar- wie gebucht- abzuliefern, wurden wir schon in Ajmer aus dem Bus geschmissen (was uns natuerlich keiner mitteilte). Das wir in Ajmer und nicht in Puschkar waren stellte sich heraus, als der Rickshaw Fahrer uns den Preis zum Hotel nannet und der gute 500 Ruppies ueber dem gedachten lag... UNd beschweren kann man sich nicht, da alle verantwortlichen schnell gefluechtet sind :-)

Dafuer ist Puschkar echt eine suesse Stadt. Ein wenig hippy maessig, da viele Leute in den umliegenden Joggaplaetzen haengengeblieben sind, aber echt suess.

Wir haben hier die naechsten 2.5 Tage verbracht. Allerdings war der letzte Tag eher ungewollte, aber notwenig, da es sich als schwieriger herausstellte, ein Zugticket nach Shimla (im Norden) zu buchen. Der gute Mensch im Postoffice, der uns eigentlich weiterhelfen sollte und fuer die Bahngesellschaft arbeitete hatte null Ahnung von Staedten oder Zuegen. Man koennte sagen, das er seinen Job komplett verfehlt hat. Da haette auch wirklich eine 1 woechige Schulung in Geographie und Serviceleistungen nichts mehr retten koennen...

Dem ganzen Zugticket Problem kam zugute, dass wir das Abendbuffet fuer $0,8 all you can eat, nochmal geniessen konnten und ein wenig mehr durch die Shops und Gassen schlendern durften.

Zudem waren wir zu einem sehr heiligen Zeitpunkt in Puschkar, was bedeutete, dass sich gute 114 Hochzeiten an einem Tag abgespielt haben. Es war einfach unglaublich witzig, aber auch unglaublich laut, denn die gesamte Hochzeitgesellschaft ist mit Musik, Lampen (wobei der Generator dafuer in einer Rickshaw transportiert wurde und zum Teil lauter war als alles andere am Ende des Hochzeitszuges), Brautigam zu Pferde und tanzen auf der Strasse durch die ganze Stadt gezogen.

Wir sind somit, um einen abendlichen ruhige Ausklang zu finden, zum Sonnenuntergang zum Tempel geklettert und haben die Aussicht genossen. Einfach nur super schoen.

Von Puschkar ging es dann in einem 27 STunden Trip nach Shimla, wo wir einen Guide treffen wollten, mit dem Josh schon vor 4 Jahren in Kaschmir unterwegs war. Nachdem unser Zug leider gute 4 Stunden Verspaetung in Dehli hatte, haben wir nicht mehr damit gerechnet noch unseren Toy Zug nach Shimla zu bekommen. Somit haben wir uns schlafen gelegt und gedacht, dass wir schon aufwachen, wenn wir da sind und wir dann ehe noch gute 5 Stunden warten muessten. Nix da. Der Zug hat gute 2 Stunden Verspaetung aufgeholt und wir waren gluecklich, dass Josh in Kalka nur 5 Minuten nach Ankunft des Zuges aufgewacht ist. Dann hiess es beeilen, denn unser Zug sollte bereits vor 10 Minuten abgefahren sein. NAch ein wenig stressigem Suchen, da es mal wieder Null Schilder gab, haben wir es geschafft und konnten die Fahrt durch den ersten Part des Himalayas geniessen. Die Landschaft ist wirklich einfach nur atemberaubend.

In Shimla nagekommen hat Muschi (unser Guide) uns auch vom Bahnhof abgeholt und direkt ins Hotel gebracht. Shimla ist wirklich eine super schoene Stadt... Und wir konnten kaum glauben, wie gross der UNterschied zum typischen Restindien sein kann. Es gab keinen Muell, keinen Kuhschitte, keine spuckenden Menschen, keine huppenden Rickshaws, etc. Es war einfach nur super ruhig und die Aussicht auf halb schneebedeckte Berge hat das ganze nur unglaublich schoener gemacht!

Zum Mittag gab es einfach nur unglaublich leckeres indisches Essen genossen. Der Vorteil eines Uebersetzers fuer die indischen Gerichtbezeichnungen stellte sich als einfach nur genial heraus. Abends durfte ich mir dann ein Pakistan- England Cricket match mit den beiden Maennern angucken, was nicht wirklich ueberaus interessant war... Aber nun ja. Zu dem Zeitpunkt ging ich noch davon aus, dass es sich um das einzige match handeln sollte, was sich leider als falsch herausstellte.

Wir waeren beide noch liebendgerne in Shimla geblieben, aber Muschi meinte, dass es noch jede Menge zu sehen gibt und es somit ganz gut waere Richtung seines Dorfes aufzubrechen. Aus diesem Grund ging es am naechsten Tag mit dem Bus nach Chandigarh und von dort mit dem Nachtbus nach Jammu. Der Vorteil eines indischen Guides stellte sich bei unserem Nachtbus herraus, denn erstmalig gab es zwar Probleme, aber sie wurden zu unserem Vorteil geloest :-) Wir bekamen unser luxurioeseres Schlafabteil - nachdem sich eine andere Gruppe von Indern dort eingeschmuggelt hatte) und wurden am korrekten Ort aus dem Bus entlassen :-) Von Jammu waren es noch weitere 7 Stunden im Jeep durch die Berge des Himalaya, mit leider allzu ungesichterten Strassen und wahnsinnigen Jeepfahren, um in Aroo anzukommen.

Mehr zu Kaschmir und dem Rest in INdien beim naechsten Mal...



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