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Reisebericht: Nordkorea – eine Reise im April 2012

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Wenn man Vielflieger und Reise-Enthusiasten fragt, wo sie noch nicht gewesen sind, erhält man oft zur Antwort: Nordkorea! Tatsächlich war eine Reise in das ferne und aus politischen Gründen nur sehr limitiert für den internationalen Tourismus geöffnete sozialistische Land lange Zeit recht schwierig. Und einfach so hinfliegen und einreisen kann man natürlich bis heute nicht. Wer nach Nordkorea möchte, muss vielmehr eine Gruppenreise oder geführte Individualreise buchen, und zwar bei einem offiziellen, d. h. mit den nordkoenischen Behörden zusammenarbeitenden Veranstalter. Aber: größere Schwierigkeiten bereitet der Trip ansonsten nicht mehr – es sei denn, man ist Journalist. Auch „unfinanzierbar“ ist eine Reise in das ostasiatische Land heutzutage mitnichten. Mit einigen Anbietern kommt man im Rahmen einer Gruppenreise schon für unter 1.000 Euro ins Land (inkl. Flug von Peking nach Pjöngjang, Aufenthalt sechs bis sieben Tage). Dazu gesellen sich allerdings die Kosten für den Flug von Deutschland nach Peking.

Ich war im April 2012 in den Tage rund um die großen Feiern des 100. Geburtstages des Staatsgründers Kim Il Sung (15. April - „Tag der Sonne“) sieben Tage im Lande, vornehmlich in der Hauptstadt Pjöngjang, und zwar im Rahmen einer Gruppenreise. Über die ausgiebigen Feierlichkeiten (Militärparaden, Massentänze, Sonderausstellungen etc.) berichteten auch die internationalen Medien ausführlich. Da sich zu dieser Zeit eine Rekordzahl internationaler Gäste (Staatsgäste, Delegationen, Reisegruppen) im Lande bzw. in Pjöngjang aufhielten und dies die Organisatoren vor große Herausforderungen stellte, wurde unser Reiseprogramm nicht in allen Punkten wie geplant umgesetzt. Trotzdem konnten wir die allermeisten Veranstaltungen und Touristen-„Spots“ wie vorgesehen besuchen bzw. besichtigen – wenn auch manchmal nur nach einigem Hin und Her.

Natürlich mussten wir die für Nordkorea üblichen Einschränkungen akzeptieren: Außerhalb des Hotels darf man sich nur mit der Reisegruppe bewegen, d. h. mit einen Reiseführer und einem weiteren offiziellen Begleiter. Zudem kann man nur an genehmigten Plätzen fotografieren. Wie sich vor Ort zeigte, sehen die nordkoreanischen Reisebegleiter aber vieles nicht mehr so eng wie noch vor Jahren. Ich konnte relativ viel fotografieren, auch Dinge, die nicht unbedingt vorgesehen waren. Dabei hielt ich mich allerdings an das für mich bei jeder Reise gültige Prinzip, dass man nicht unbedingt die „hässlichsten“ Seiten des jeweiligen Besuchszieles ablichten sollte (nicht zuletzt aus Respekt vor den Einheimischen).

Mitreisende, die bereits vor einigen Jahren in Nordkorea waren, stellten übrigens fest, dass sich zumindest in Pjöngjang einiges verbessert hat. Auf den (nach unseren Maßstäben allerdings noch immer noch recht leeren) Straßen fahren erkennbar mehr Autos. Die Straßenbeleuchtung ist zuverlässiger geworden, auch Dank des Einsatzes energiesparender LED-Technik. Und man sieht inzwischen häufiger Nordkoreaner mit Handys.

An einem Abend besuchten wir den neuen Pjöngjanger Vergnügungspark, im dem 15 aus Italien importierte High-Tech-Karussels stehen. Hier - wie wie auch bei einem Besuch im Pjöngjanger Zoo und bei der Besichtigung des am 13. April eingeweihten riesigen Kim Il Sung-/King Jong Il-Monuments auf dem Mansu-Hügel – bewegten wir uns inmitten „normaler“ nordkoreanischer Besucher. Beim Besuch vieler Sehenswürdigkeiten fiel uns allerdings auf, dass während unseres Aufenthaltes keine nordkoreanischen Touristen oder Passanten vor Ort waren. Die betreffenden Stätten waren eigentümlich „menschenleer“.

Meine Fotos von der Reise (und ein kurzes Video) gibt es hier. Ich habe mit dem Veranstalter abgesprochen, alle Bilder ausschließlich auf einem vorher abgesprochenen Portal (Exbir.de) zu veröffentlichen.



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