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Reisebericht: Peru 2009

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Almeria

ein Genießer

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(3 Bewertungen)

Don Martino: 5 Sterne

seitenmeister: 5 Sterne


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Peru – Die klassische Rundreise Oktober 2009

Zu dritt haben wir uns über das Reiseforum zusammen gefunden und machten uns Anfang Oktober

auf nach Peru. Zielflughafen war Lima mit Zwischenlandung in Madrid. Soweit ging alles gut,

die Flüge angenehm, wenn nicht der Service der Iberia Fluglinie wäre, der ist wirklich schlecht;

von den Menüs war nicht jedes zu haben und dazu unfreundliche Stewardessen.

Beunruhigend ….selbst aus dieser Höhe sind die Rauchpilze der Brandrodungen im Amazonas zu sehen!

Die erste Unterkunft haben wir im Voraus gebucht; 80 km südlich von Lima an der Pazifischen Küste – San Bartolo; ein Surferparadies in einem alten Fischerstädtchen.

Alles weitere wollen wir individuell gestalten.


Frühstück im kleinen Markt des Dorfes und dann mit dem Bus weiter entlang der Küste über Pisco nach Parracas zur Halbinsel Isla Ballestas. Von Pisco nehmen wir ein Collectivo bis nach Parracas.


Lagen Lima und San Bartolo noch feucht und kühl im Nebel, wurde es Richtung Pisco immer staubiger und trockener. Unglaublich links der Pazifische Ozean und das Undendliche Meer und schaust du nach rechts nur Wüste!


Pisco ist nach wie vor schwer gezeichnet vom Erdbeben 2007. Und zwsichen all dem Chaos ein geschäftiges Treiben von Menschen die all ihre Habseligkeiten versuchen zu verkaufen.

Parracas ist ein netter kleiner Fischerort. Die Promenade sogar nicht peruanisch, eher europäisch aber sympathisch.

Die Fahrt am nächsten Morgen zu den Inseln ist ein Erlebnis. Seevögel aller Couleur, Pelikane, Möwen, Kormorane, Pinguine, Seehunde etc. Manche Inseln sind schwarz vor Vögeln.

Eine unglaubliche Artenvielfalt.

Es geht weiter nach Nasca. Nachdem wir eine Unterkunft gefunden haben, geht es auch schon gleich los. Der Vermieter hat schon alles organisiert. Mit seinem Privatfahrzeug geht es etwas ausserhalb von Nasca zum kleinen Flughafen, wo eine Cesna auf uns wartet. Für 45 Dollar fliegen wir ca. eine ¾ Stunde über die Geoglyphen. Ca. 20 cm tiefe Bodeneinlassunge aus der Nasca-zeit.

Über 60km finden sich Symbole, Tiere wie Affen, Papageien, Vögel sowie Linien und Flächen.

Leider machen Straßen und Fussgänger diesen einmaligen über Jahrhundertalten- Bodenvertiefungen schwer zu schaffen.

Am nächsten Tag besichtigen wir noch die alten Gräber der Nasca's. Früher waren es über 800 Gräber. Heute sind noch etwa 14 von Grabräubern verschont geblieben. In den Offenen Gräbern sind ganze Familien sitzend begraben worden. Mumifiziert durch die Sonne.

Abends wollen wir weiter mit dem Bus nach Arequipa. Wir zahlen ca. 40 Soles (10 €) für die 10-stündige Fahrt. Auf dieser Strecke verlassen wir die flache Ebene der Küste und fahren in die Anden hinein. Was es heißt auf über 5000m zu sein, wird mir in der Nacht bewusst. Ich verspüre plötzlich Luftknappheit und beginne automatisch tiefer einzuatmen. Irgendwie hast du das Gefühl die Luft ist einfach nicht ausreichend.

In Arequipa früh morgens angekommen essen wir erstmal am Busterminal in einer der zahlreichen kleinen Lebensmittelständen, die es überall in Peru gibt. Ein Cafe con Leche, das typische trockene und flache Pan (eie Art Brötchen) mit Marmelade. Frühstück ist in Peru schmal und einfach. Wenn es üppiger ist bekommt man auch Rühr- oder Spiegeleier und einen herrlich frischen Orangen- oder Papayasaft dazu. Und das ganze für ein paar wenige Soles!

Wir nehemn den nächsten Bus nach Chivay, unserem Zielort für die nächsten tage. Von hier aus wollen wir unseren Trail durch den Colca Canyon mit der höchsten Schlucht der Welt starten.

Wir sind gespannt wie es sein wird in dieser Höhe zu recht zu kommen.

Viel wurde darüber geschrieben.

Den ersten Tag nutzen wir, um uns langsam an die Höhe zu gewöhnen. Auf 3.500m Höhe läuft man zuerst wie auf Eiern; die Luft wird knapp bei kleineren Anstrengungen und deine Lippen sind ständig trocken. Um sie nicht einreissen zu lassen hilft nur viel viel trinken und Lippensalbe.

Hier oben wird es schnell frisch sobald die Sonne nicht mehr scheint. Aber in den Bergen brennt die Sonne unerbittlich. Wir sorgen mit viel Flüssigkeit vor. Am ersten machen wir einen Abstieg von ca. 900 Höhenmetern. Atemberaubend die Aussicht in diese Weiten der Anden!

Ich war trekken in Norwegen Spanien und den Alpen. Aber hier auf dieser Höhe, hier in diesem Land ist das alles nochmal anders. Die Erde staubtrocken, das Gestein rötlich bis gelb und die Schluchten enorm! Immer wieder begegnen dir Bauern mit ihren Mulis und Esel. Sie können bis zu 80 Kilo tragen. Hier auf diesen steilen und steinigen Pfaden eine Leistung der Tiere.

Wir sehen schon früh die Oase auf der wir übernachten wollen. Mehrere Lodges tief unten am Fuße des Gebirges sehen wir die Swimmingpools grün schimmern! Aber bis wir sie erreichen dauert es noch eine kleine Ewigkeit. Von oben verschwindet das Gefühl für Entfernung!

Unten angekommen ist es ein Wohltat und ein geiles Erlebnis im Swimmingpool die müden Beine entspannen zu können, um sich herum hohe Felswände.

Am nächsten Morgen geht es 1100 Höhenmeter zurück nach Cabaconde. 5 Stunden wandern mit viel kleine Pausen. Ohne dem geht es nicht.Umso höher wir kommen desto merken wir wieder den mangelnden Sauerstoff in unseren Lungen. Jeder Schritt eine Herausforderung. Doch die geniale Aussicht entschädigt, auch wenn wir die erhofften Kondore nicht sehen werden.

Zurück in Chivay nehmen wir wieder ein Buss, die günstigste Art in Peru größere Strecken zu überwinden nach Puno. Hier ist der Tittikakasee unser nächstes Ziel.

Am Tittikakasee ist wohl neben Cusco der Ort mit dem größten Tourismus. Die Fahrt zu den schwimmenden Inseln, dort wo früher die Landbevölkerung sich vor den Spaniern versteckt haben, ist heute nur noch eine einzige große Touristenattraktion. Auf jeder Insel bietet sich dir das gleiche Bild. Du wirst von den Damen per Handschlag begrüsst. Nach einer kurzen Einführung wir man zu dem kleinen Markt auf der Insel gelotst, wo Souveniers, natürlich alles in „Eigenarbeit“, zum Kauf angeboten werden. Eine Rundfahrt auf den typischen Schiffen der Inselbewohnern kostet dich nochmal zusätzlich 10 Soles freiwillig, wobei freiwillig bedeutet, es wird auch nicht eher weitergefahren bis auch alle gezahlt haben.

Da der Durchfall uns mittlerweile alle mehr oder weniger befallen hat, beschliessen wir unsere Tour fortzusetzen. Wir fahren mit dem Bus nach Cusco. Auch diese Fahrt wird ca. 10h dauern und kostet ca. 25 Soles. Dafür ist der Bus auch alles andere komfortabel und die Straßen nu wahrlich kein europäisches Niveau auch nicht annähernd erreichen, wird auch diese Fahrt zu einer Herausforderung für den Hintern, die Beine und das Gemüt.


Aber die Fahrt hier auf der östlichen Seite der Anden ist einmalig! Nach 2 Wochen sehen wir erstmals wieder Wolken. Wir wissen gar nicht mehr wie Regen aussieht! Und dazwischen scheint die Abendsonne in die Ausläufer der Anden. Ein wunderschönes Naturfarbschauspiel!

Cusco ist so ganz anders als die anderen peruansichen Städte. Die Innenstadt hat Kopfsteinpflaster, geteerte Straßen, Häuser die alle zu Ende gebaut wurden, schöne alte Gebäude. Man fühlt sich eher in einer alten südeuropäischen Stadt.Mit Abstand die schönste Stadt Peru's.

Cusco ist allerdings auch das Mekka der Massagen. Im Zentrum wird dir alle 10 meter ein Flyer unter die Nase gehalten mit der Frage nach „Massage“? Wenn nicht eine Massage, dann sind es Frauen mit allerlei Souvenirs, Restauranthescher oder Taxis die dich ständig an hupen, sobald sie dich als Tourist ausmachen..

In Cusco gönne ich mir etwas mehr Luxus für die Übernachtung. Ein nettes kleines Hotel am Berg der Stadt für 35 Dollar die Nacht und ausgiebigen Frühstück. Und abends ein toller Blick auf das Fest Santa Maria im Zentrum der Stadt.

Von hier aus planen wir die letzten beiden großen Punkte unserer Reise. Der MacchuPicchu und der Trip in den Urwald von Peru. Das ganze kostet uns ein Tag Vorbereitung. Dann stehen unsere Pläne fest. Ich gehe für 6 Tage in den Urwald und besuche vorher für 2 Tage den MacchuPicchu. Die anderen beiden machen erst den Salkantay-trail und gehen dann für 5 Tage in den Urwald an der brasilianischen Grenze.

Ich flieg mit dem Buschflieger in den ManuNationalpark.

Aber zuvor geht es mit der Touristenbahn in der Backpacking Klasse nach Aguas Callientes, dem letzten Ort vor MacchuPicchu. Dort übernachte ich und morgens früh gegen 4.30 Uhr geht es mit einem Pärchen und unserem Guide in einem etwa 1,5 stündigen Marsch bergauf zum MacchuPicchu. Die Busweise Scharen von Menschen die sich hochfahren lassen und die immense Schlange vor dem Eingang versuche ich aus meinem Gedächtnis auszuklammern. Ich möchtet mir das große Ereignis nicht verderben lassen.


Und es ist ein großes Ereignis! Geht man nach durchqueren des Eingangs um den kleine Berg herum, eröffnet sich plötzlich majestätisch die ehemalige Stadt des letzten Inka- Herrschers vor dir.

Mitten in diesen dichten grünen riesigen Bergen liegt sie vor dir. Ja...es hat was mystisches!

Auch heute noch nach fast 100 Jahren ihrer Freilegung.

Wir durchqueren die gut erhaltenen Fassaden und lassen uns von unserem Guide berichten wie es früher hier gewesen sein muß..Beeindruckend was für eine hohe Baukunst die Inka beherrscht haben mußten, um dieses Weltwunder zu schaffen!

Ich halte mich hier noch für einige Stunden auf, bevor ich wieder nach Aguas Callientes hinabsteige. Am Abend geht es wieder zurück nach Cusco.

Sachen noch schnell gepackt, denn am nächsten morgen geht es schon wieder früh los in den Urwald! Ich werde von meinem Hotel mit 3 weiteren Pärchen abgeholt. Wir werden für die nächsten 6 tage eine lustige Truppe bilden, mit denen es Spaß macht die Tour zu unternehmen.


Meine latente Flugangst, die mich bisher immer stest begleitete habe ich nun nach 3 verschiedenen Flügen innerhalb der letzten 2 Wochen abgelegt, sodass mit auch dieser Flug mit der 2 motorigen Maschine nichts mehr ausmacht – im Gegenteil! Die kleineren Maschinen sind angenehmer als die großen Vögel.

Nochmals die Anden von oben zu sehen ist wieder ein Erlebnis. Aber noch beeindruckender ist, wenn die Wolken langsam den Urwald unter sich preisgeben! So sieht also Urwald aus!

Mehrere tausend Kilometer von meiner Heimat entfernt bin ich hier und sehe etwas, was viele andere nur aus dem Fernseher kennen. Ich erlebe es höchst persönlich!

Die Landebahn ist eine Wiesenpiste mitten im Busch. Unser Guide Sato nimmt uns in Empfang.

Con hier aus geht es per Boot nochmal 2 Stunden auf dem Puerto Maldonado zu unserer Lodge, auf der wir 3 der 5 Nächte verbringen werden.


Die Luftfeuchtigkeit und Hitze ist enorm. Schon ohne gr0ße Anstrengungen sind die Hemden und Hosen nach kurzer Zeit durch geschwitzt. Die Nächte bringen keine große Abkühlung und du schlüpfst morgen in die feuchten Klamotten. Für die 6 Tage kann man nur das notwendigste mitnehmen. Die Lodge ist überraschend gut ausgestattet. Ich hab ein eigenes Zimmer mit Bad und fließend warmes Wasser. Selbst ein Generator wird eigens angeworfen damit wir unsere Akkus wieder aufladen können. Meine Videokameras wird hier nochmal einem Stresstest ausgesetzt. Hitze und Feuchtigkeit.

Gleich am tag der Ankunft starten wir eine erste kleine Nachtwanderung. Ausgestattet mit Kopflampen geht dies recht gut. Wolfs- und Skorpionspinnen sind unsere erste Beute die wir filmen. Die Geräusche hier im Urwald sind enorm. Ein ständiges Gefiepe. Gezwitscher und andere undefinierbare laute erzeugen ein großen Geräuschpegel.


Am nächsten Morgen geht es früh mit dem Boot zur Papageien-Lecke. Fantastisch dieses Erlebnis früh morgens auf dem Boot zu sein, der Urwald liegt noch im Nebel und die Sonne erscheint dunstig am Morgenhimmel. Die Fahrtluft ist angenehm und dich überkommt ein Gefühl der völligen Entspannung!

An der Plattform angekommen nehmen wir erstmal unser Frühstück ein und beobachten wie zuerst nach ca. 1 Stunde die Papageien aus den Wäldern kommen und sich in die Lehmwand setzen um das Salz heraus zu lösen denen sich später, wenn die Papageien verschwunden sind, sich die Ara's anschließen.

Zwischendurch versuchen Adler die Ara'a anzugreifen. Ein wildes Durcheinander am Himmel entsteht.

Nachmittags unternehmen wir ein erste Flußfahrt auf einen der zahlreichen Seitenarme des großen Flusses auf einem Katamaran. Die Sonne brennt enorm und gegen die Moskitos hilft nur das regelmäßige Cremen mit Mückenschutz. Aber ohne Mückenstich kommt hier niemand weg.

Auch hier ist die Artenvielfalt prächtig. Verschieden große Vogelarten, Otter, Fledermäuse etc.

Auf dem Rückweg in den Dschungel könne wir das erste mal Kapuzineraffen und Brüllaffen aus guter Entfernung filmen.

Nachts starten wir nochmals eine Bootsfahrt und sehen ein Kaiman in das Wasser gleiten!


Die Luft ist schon den ganzen Tag sehr schwül und des späteren abends entlädt sich das ganze in einem Gewitter und einsetzenden Starken Regen der die nächsten 12 Stunden unvermindert anhält.

So ein Regen habe ich auch noch nicht erlebt. Für unser weiteres Vorgehen ist dies nicht gut. Wir wollten am nächsten Tag Tapire besichtigen, die aber bei Regen nicht aus ihrem Bau kommen.


Wir unternehmen stattdessen eine Wanderung in den dichteren Urwald mit der Machete.

Uns verlangt dieser6- Stunden Trip alles ab und sind für den Rest des Tages bedient.


So gehen 6 unvergleichliche tage zu Ende. Zurück werden wir mit dem Boot und Bus gebracht was 2 Tage in Anspruch nimmt. Die Buschflieger können nur unter guten Wetterbedingungen fliegen.


In Cusco treffe ich 2 tage später meine anderen beiden Reisebegleiter wieder. Wir werden die restlichen 2 tage auf einer Ökolodge etwas außerhalb von Cusco auf der

Las Chullpas Lodge verbringen. Eine liebevoll eingerichtete Lodge mit viel Hang zum Detail und genau das richtige um nach den recht anstrengenden fast 4 Wochen zu entspannen.


Wir unternehmen noch eine sehr schöne Tageswanderung im Urubamba Tal zu den Salztrassen hier im Gebirge. Auch etwas einmaliges mitten im Gebirge plötzlich Salztrassen zu besuchen, in denen Salz gewonnen wird, in dem das Salzwasser aus den Bergen in den Trassen abgeschöpft wird.


Von Cusco fliegen wir für ca. 116 Dollar inkl. Steuern zurück nach Lima.

Vier sehr ereignisreiche Wochen gehen hier, wo alles begann, zu Ende.

Weitere Fotos gibt es in meinem Fotoalbum zu der Reise.



Kommentare

re:

 

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seitenmeister sagt dazu...

Don Martino schrieb:
Te quiero Sudamerika!!!!

...mucho ;)

Cooler Bericht, dickes Danke!

 
 

Ansteckender Bericht!

 

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yoyo sagt dazu...

War diesen Sommer in Costa Rica und von daher will ich jetzt auch unbedingt mehr von Südamerika sehen.
Dein Bericht macht da richtig Lust drauf!
Viele Grüße
yoyo

 
 

 

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Don Martino sagt dazu...

Te quiero Sudamerika!!!!

 
 

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