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Reisebericht: Peru - Trekking in der Cordillera Blanca

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stefano

ein Gipfelstürmer

aus München

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(11 Bewertungen)

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Juni 2008

Nach einem Direktflug mit KLM von Amsterdam nach Lima entscheiden wir uns sofort per Bus nach Huaraz weiterzufahren. Die Stationen unser 3-woechigen Reise liegen uebrigens ausschliesslich im Gebiet der Cordillera Blanca. Wer also Informationen zu den Touristenorten im Sueden Peru's rund um Cuzco, Macchu Picchu, Arrequipa oder Titicacasee sucht, der muss woanders suchen :)

Tag 1: Zur Akklimatisierung haben wir uns in Huaraz im Hostel Churup eingebucht. www.churup.com Eine nette Herberge mit superfreundlichem Personal. Was man hier evtl. mehr zahlt, bekommt man in Sachen Sicherheit und Gemuetlichkeit doppelt zurueck. Wir werden 3x dorthin zurueckkehren und koennen sogar ueberschuessiges Gepaeck waehrend der Treks dortlassen.

Tag 2:Der erste schnelle Hike ging heute direkt hinauf auf ca. 4.500m zum Lake Churup. Insgesamt keine lange Tour aber schon mal ein Vorgeschmack auf die duenne Luft, die uns erwartet :) Diese Tour sollte man uebrigens nicht bei Regen machen, weil extrem rutschig an den 3-4 Steilpassagen.

Tag 3:Am dritten Tag sind wir jetzt unterwegs auf einem 4-Tagestrek bis ueber den Pass Punta Union auf 4.750m mit einem Abstecher zum Alpamayo Basecamp. Das Wetter ist perfekt und wir stellen uns auf 15-20 Grad tagsueber und Naechte um null Grad ein. Kein Problem mit eigenen guten Schlafsaecken - wer allerdings Equipment leiht, sollte sich in Huaraz nicht ueber"s Ohr hauen lassen, vergleichen lohnt sich. Guter Tip mit wirklich netten Guides ist www.huascaran-peru.com. Wer laenger unterwegs sein will und Material benoetigt, sollte evtl. gebraucht kaufen und wieder verkaufen.

Tag 7: Wir sind zurueck in Huaraz mit vielen Eindruecken aus der Cordillera Blanca. Die 4-Tagestour war kein Problem, trotz Temperaturen unter null Grad nachts. Die Hoehe macht einem nachts zwar ein bisschen zu schaffen, bei uns aber ohne Kopfschmerzen. Was hilft sind weniger Medikamente (ausser vielleicht Aspirin) sondern viel trinken (4-5 Liter), Kokablaettertee trinken und sich Zeit lassen. Wir treffen zwischendurch einige Gruppen, die im Alpamayo Basecamp warten und die derzeit Probleme mit zuviel Schnee im Zustieg zum oberen Camp haben. Generell hat es scheinbar viel Neuschnee ueber 5.000m. Mal sehen, ob das fuer unsere Fuenftausender ebenfalls ein Thema wird. Das Wetter wird weiter schoen bleiben.

Tag 8: Wir haben die Idee in Sachen Nevado Pisco abgeblasen, weil einerseits zu ueberlaufen und andererseits auch nervig in der Zufahrt. Stattdessen heute ein Pausentag, etwas Kultur bei einigen alten Ruinen und einfach mal relaxen und EM schauen :) Morgen geht es fuer weitere 3-4 Tage ins Ishincatal und von dort werden wir zu Touren am Nevado Urus (5.495m) und Nevado Ishinca (5.530m) aufbrechen, wenn alles passt.

Tag 12: Wieder zurueck in Huarez. Nachdem uns ein netter Esel den Transport der schweren Rucksaecke hinauf abgenommen hatte (3-4h Aufstieg), haben wir hinab unsere Backpacks mit der kompletten Ausruestung selbst getragen. Je nach Budget und Ausstattung kann man uebrigens hier oben auf 4.340m sein eigenes Camp aufschlagen oder recht komfortabel im Refugio Ishinca uebernachten (kreatives peruanisch-italienisches Abendessen inklusive). Leider mussten wir diesen Trip frueher als geplant abbrechen, da ich Probleme mit der Hoehe hatte. Niki hat auf jeden Fall den Nevado Urus (5.490m) in der Tasche. Super. Das Ishincatal ist von Huaraz sehr einfach zu erreichen, die Fahrt auf der extrem holprigen Sandpiste laesst aber wohl einige Tourveranstalter davor zurueckschrecken. Umso besser, denn unter Bergsteigern gilt das Hochtal als perfekter Akklimatisierungspunkt mit einigen Trainingsstationen inkl. einiger Fuenf- und Sechstausender rundherum (Nev. Ishinca, Nev. Urus, Nev. Tocllaraju, Nev. Ranrapalca). Die Natur ist unbeschreiblich schoen und unberuehrt und von Tourismus ist ueberhaupt nichts zu spueren.

Tag 13: Heute mal gut essen und Nightlife. Gute Tips sind das Cafe Andino www.cafeandino.com (zentrale Anlaufstelle fuer viele Backpacker in Huaraz), die Creperie Chez Patrick, der extrem nette und leckere (und scharfe) Thai Siam des los Andes und das Tres Buhos.

Tag 15: Tagestrip zur Laguna Llaca. Nach 3 Stunden Aufstieg haben wir den imposanten Talkessel, einen milchigblauen Gletschersee und den Gletscher direkt vor uns und man hat das Gefuehl, dass die Welt hier irgendwie stillsteht. Alles ist langsamer und doch spuert man foermlich wie die Gletscher die Umgebung geformt haben. Am Ende des Tales gibt es einige deftige Sportkletterrouten - leider haben wir kein Equipment dabei. Auf dem Rueckweg finden wir eine superschoen gelegene Lodge www.thelazydoginn.com. Wir beschliessen hierher umzuziehen und die letzten 3 tage hier oben auf 3.650m zu verbringen und zu relaxen. (Tip: Wer hier hinaufwill, sollte sich einfach einen willigen Taxifahrer suchen, von Huaraz zu gehen ist nicht wirklich sinnvoll... )

Tag 17: Wir sind umgezogen in die Lodge, nach zwei Wochen Trekking und manchmal eher einfachen Verhaeltnissen hat es hier alles was man braucht. Wir teilen und die Lodge mit einigen Travellern aus USA und Israel. Wer reiten will - hier gibt es auch Pferde. Und die Betreiber der Lodge geben einem viel Auskunft ueber das lokale Leben in den Communities und die Kultur.

Tag 20: Wir packen leider heute unsere Sachen und werden nach einem kurzen Stop in Lima wieder zurueckfliegen.

Fazit: Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass dieser Teil Perus (also die Cordillera Blanca und die Cordillera Huayhuash) in dt. Reisebueros noch nicht angekommen ist. Die meisten Traveller oder Bergsteiger kamen aus USA, Canada, Israel, Italien, Frankreich oder auch Oesterreich. Die einzige Ausnahme waren natuerlich Muenchner (!!) im Alpamayo Basecamp. Jo servus...

Tip: Man sollte sich entscheiden, ob man Peru aus der Busperspektive sehen will, oder sich wirklich Zeit lassen moechte an einem Ort anzukommen. Bei aller Einfachheit liegt in diesem Teil der Welt extrem viel Ruhe und Schoenheit. Und wer sich bergtechnisch auspowern will, der kann das hier ohne Probleme machen, allerdings sollte man kein Anfaenger in Sachen Trekking und Alpinismus sein.

Fuer Inspiration in Sachen Berge sollte man unbedingt dieses Buch kaufen: "Classic Climbs of the Cordillera Blanca" (gibt es bei Amazon).



Kommentare

ciao Niki und Stefan

 

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lian marie sagt dazu...

die Fotos sind ja der Wahnsinn, schau nur dass Du der Niki auf den Fersen bleiben kannst...aber sicher werdet ihr die eine oder andere Strandsession auch noch einlegen , oda.

Gedanklich bin ich bei Euch!
Yours
F.

 
 

 

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Chefin sagt dazu...

wahnsinns fotos...
echt toll!
*mehrdavon*

 
 

 

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Weltenbummler sagt dazu...

Juhu, wieder ein live Tripbook

 
 

 

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jonny2 sagt dazu...

Boah reinhold, super schöne Fotos! Viel Glück auf dem Nevado Ishinca....

Viven los Andinistas!

Vg ;)
J2

 
 

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