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Reisebericht: South Africa- Joburg, Drakensberg & WM in Durban
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Weitere Reiseberichte von tanja
Nach einigen Stunden Fahrt sind wir somit mit Lance und Connie im Champagne Sports Resort angekommen...Unser Challet mit super Blick ueber die Berge war einfach der Hammer und super zu geniessen.
Wir sind die naechsten Tage zum Royal Natal Nationalpark aufgebrochen und habe dort unterschiedliche Treks unternommen. Leider war der Nationalpark eine gute Stunde Fahrt von unserem Resort entfernt. Wie wir aber feststellen mussten, konnte Lance diese Stunde Fahrzeit oftmals um gute 20 Minuten verkuerzen. Mir ist das Ganze erst gar nicht so aufgefallen, bis Josh mich gefragt hat, ob wir uns auf einer "Deutschen Autobahn" befinden... Wie sich herausstellte, ist Lance tatsaechlich Ralleyfahrer bei der "Roof Top of Africa" Ralley gewesen. Am zweiten Abend musste er aber wohl oder uebel ein wenig langsamer fahren, da Connie ihm deutlich klar gemacht hat, dass die ganzen Potholes, die er die Nacht zuvor mitgenommen hat, nicht wirklich gut fuer das Auto sind... Ich bin mir nicht sicher, ob Lance das so unglaublich wichtig war :-)
Ein einfach unglaublich schoener Trek im Royal Natal, aber auch gute 17km lang, war der Gorch Trek entlang der Berge mit super Blick ueber die Taeler, dann durch das Flussbett bis zu einem Kletteraussichtspunkt. Wobei ich nicht behaupten kann, dass das Klettern gut abgesichert war... Die Gegend erinnerte mich zudem total an Herr der Ringe. Alle Berge waren leicht mit Grass ueberwachsen und dann kamen aus dem nichts die riesigen Klippen. Wenn mir jemand erzaehlt haette, dass er Hobbits gesehen hat, haette mich das nicht gewundert. Eine wahnsinnig atemberaubende Landschaft. Und sogar Connie und Lance haben fast den gesamte Trek mitgemacht. Mit 67 und 69 Jahren ist das doch gar nicht so schlecht.
Am Freitag wollten Josh und ich dann Richtung Sani Lodge aufbrechen. Leider war es nicht so einfach, einen Transport dorthin zu bekommen. NAchdem uns Avis gute $250 fuer einen Tag Automiete abnehmen wollten, habe Lance und Connie sich entschlossen uns dort hinzubringen. Es hat die beiden mit Sicherheit gute 6 Stunden Extrafahrzeit gekostet- trotz Lance Fahrtempo :-)- aber sie mochte das Abzocken der Touris waehrend des World Cups nicht... Einfach super lieb und hilfsbereit die Beiden. Wir mussten zudem "versprechen", die beiden anderen Male, die wir in Johannesburg landen, fuer ein paar Tage bei den Beiden zu bleiben...Sie holen uns auch gerne vom Flughafen ab. Die beiden sind einfach wirklich nur froh Gesellschaft zu haben...
In der Sani Lodge angekommen, mussten wir uns zunaechst Mal Essen fuer die naechsten Tage besorgen, denn wir waren wirklich im nirgendwo. Leider waren die oeffentlichen Verkehrsmittel sehr rarr und der naechste Ort lag gute 15km enfernt. Da wir beiden nicht wirklich 30km laufen wollten war die einzige andere Alternative zu Hitch Hiken. Und es war ein riesen Spass und einfach viel zu einfach. Der erste Jeep wollte nicht mal wirklich wissen, wo er uns hinbringen soll. Er ist einfach- mit uns auf der Ladenflaeche- losgefahren. Nun ja, es gab auch nicht wirklich eine andere Richtung zu fahren. Erst kurz vor Ende wollte er wissen, ob er uns ueberhaupt nach Unterberg mitnehmen soll... Beim zweiten Jeep wurden wir von einem vom Heck pinkelnden Afrikaner begruesst... Ihm war es doch sehr unangenehm und er hat sich daraufhin schnell zur Seite gedreht und damit nicht nur den hinteren Teil des Jeeps benaesst :-) Es war zu witzig und eine erste Erfahrung, dass Einkaufen auch mal einen ganzen Tag dauern kann :-)
Am naechsten Tag haben wir von der Logde aus einen Trip nach Lesotho unternommen, das hoechst liegende Land in der Welt (niedrigste Stadt ist angeblich um die 1420m). Es ging per Jeep hoch zum Sani Pass, eine wahnsinnige Schotterstrecke mit Kurven, die man angeblich nur mit Gottes Grey's ueberwinden konnte, durch eine unglaublich Landeschaft, zu einem kleinen Dorf wieder im Mitten vom nirgendwo... Fuer die gesamten 75km Fahrt von der Lodge zum Dorf haben wir nur 6 Stunden gebraucht. Wir haetten wohl Lance als Fahrer haben muessen, um das schneller zu schaffen.
Fuer den Rest des Tages haben wir ein wenig das Dorfleben, sowie typische Braeuche und Taenze der Dorfbewohner kennengelernt. Es war echt super interessant. Am naechsten Morgen sind wir dann fuer gute 2 Stunden mit Ponys durch die Berge geritten und am Ende durften wir dann alle zurueckgaloppieren. Leider wollte mein Pony zunaechst nur Traben, was meinem Hinter nicht wirklich zugute kam, aber am Ende konnte ich sogar Josh ueberzeugen, der nach dem Traben unter gewissen Unterleibsschmerzen litt, dass Galopp doch wesentlich angenehmer sein kann... Und es hat ihm, obwohl sein Pony zunaechst ueber eine Bruecke springen wollte, wirklich gut gefallen...
Anschliessend ging es noch zum Dorf Heiler und dann, mit Zwischenstop fuer einen Gluehwein im hoechsten Pub Suedafrikas, zurueck zur Lodge. Ich kann nur sagen, dass alle Menschen unglaublich nett waren und ich habe in noch keinem anderen Land so viele Menschen winken & strahlen sehen... Super witzig...
Josh und ich haben uns am naechsten Tag von der Lodge aus auf einen 20km Trek begeben. Es ging ueber einen Bergkipfel, der uns einiges an Schweiss gekostet hat, entlang eines Fluss mit super Schwimmpools, glassklarem Wasser und Wasserfaellen, zurueck zur Lodge. Leider bin ich am Ende ein wenig zu spaet von einem Hang gesprungen und musste somit ungewollte ueber Schotter bis zum Boden rutschen. Es tat einfach nur tierisch weh, was der riesige schwarz-blaue Felck an meinem Hinter bestaetigt kann. Hinzu kam, dass ich die letzten 2.5 km mit einem ordentlichen Riss am Hintern an der Strasse entlanglaufen durfte.... Und meine Naehkuenste am naechsten Tag liessen doch ein wenig zu wuenschen uebrig. Tja, da ich nur eine lange Hose dabei habe, muss ich nun wohl die Hose mit einer wunderschoenen Naht am Hintern tragen :-) Vielleicht naehe ich spaeter noch einen Flicken drueber :-)....
Von der Lodge aus ging es dann mit dem Bus nach Pietermaritzburg und von dort nach Durban zum Deutschland-Australien match. Wir haben uns beide schon riesig drauf gefreut und kamen mit der Zeit mehr und mehr in WM Stimmung. Die Sueafrikaner sind in jedem Fall im WM Rausch und koennen es kaum abwarten.
Die letzten zwei Tage sind wir dann immer zum Fanfest am Strand und haben uns dort ein paar Spiele angeschaut... Die Lage, Atmosphaere und der Aufbau sind der Hammer!!!! Leider ist unsere UNterkunft ein wenig ausserhalb, was den Transport wieder schwieriger macht. Oeffentliche Verkehrsmittel sind noch nicht wirklich gut organisiert! Aber ich kann nur sagen, dass ich sehr beeindruckt bin, was die Afrikaner fuer die WM organisiert haben... Es fehlt ein bissel Erfahrung, aber Respekt! Ich habe weniger erwartet...
Gestern stand dann endlich das Deutschland - Australien match an... Josh war zu Beginn immer noch ueberzeugt, das Australien 3-1 gewinnen wird... :-) Hat ja fast geklappt und die Anzahl der Tore stimme immerhin... :-) Allerdings tat mir Josh/ Australien nach dem 3 Tor doch ein bissel leid...
Das Stadion ist zudem auch der Hammer. Leider wird die normale Fussballatmosphaere von den bescheidenen Troeten zerstoert, da man die Fans so gut wie gar nicht hoeren kann... Die Dinger sind einfach zu laut und vor allem in Restaurants sehr nervenaufreiben!! Das Match war trotzdem super und es war einfach klasse dabei gewesen zu sein...
Josh und ich sind zudem sehr angenehm ueberrascht (nach den ganzen schlecht Medienberichten), wie super hilfsbereit und freundlich die Suedafrikaner sind. Wir haben noch keine schlechten Erfahrungen machen koennen und ich denke, die weltweiten Medien haben zwar den Kern der Kriminalitaet erfasst, aber doch alles sehr ueberzogen. Nun ja, wir werden sehen was noch kommt...
Morgen geht es in jedem Fall mit dem Auto Richtung St. Lucia in den ersten Nationalpark... Wir sind beide schon tierisch gespannt...
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