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Reisebericht: Südafrika 2006 (Teil 3)

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step2treveler

ein Reiseführer

aus Ulm

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Tag 15

Ladybrand – Gariep Dam

Ich entscheidende mich, erst weiter auf den Nebenstraßen (R26) über „Wesper“ zum „Gariep Dam“ zu fahren. Dieses Teilstück von „Wesper“ (Tankstop (2800 km)) nach „Zastron“ ist in einem extrem schlechten Zustand. Viele Tiefe Schlaglöcher erschweren das Fahren. Es wird aber schon fleißig Repariert. Bautrupps habe sich an den mehreren Stellen einquartiert.

Am Ende der „R26“ muss ich einen kleinen Umweg einschlagen. Die direkte Verbindung nach „Bethulie“ ist noch nicht Asphaltiert. Die Landschaft ist nicht sehr Abwechslungsreich. Gelegentlich taucht einen Farm am Straßenrand auf. Auffällig sind die vielen Windräder die die Wasserpumpen antreiben.

Die Straße zum „Gariep Dam“ zeichnet sich durch ihre extrem langen Abschnitte ohne eine Kurve aus. Das längste Stück war sicherlich 20 Kilometer lang. Immer Hügel auf und wieder Hügel ab.

Am hinteren Teil des Stausees, gibt es eine Eisenbahnbrücke. Da genügen Zeit ist, entscheide ich mich für diesen kleine Abstecher. Je näher man der Brücke kommt, umso schlechter ist die Ausgangslage für ein Gutes Foto. Auf einem Zug warte ich lieber nicht. Bei der Auffahrt der Brücke hat sich ein Kontrollposten auf der Gegenfahrbahn platziert. Ich winke mal höflich. Auf der anderen Seite sieht die Lange für ein Gutes Foto nicht viel besser aus. Notgedrungen klettere ich über einen Zaun und kann die Konstruktion einigermaßen Ablichten.



Denselben Weg wieder zurück. Die Polizisten können mich schon von Weiten sehen und bereiten sich in Ruhe auf die Kontrolle vor. Sonst ist hier keiner Unterwegs. Der Posten macht den Eindruck, dass hier öfter Kontrolliert wird. Ich werde höflich nach meinem Führerschein gefragt. Außerdem will man wissen, ob ich lebende Tiere mitführen. Nachdem man feststellt, dass ich kein Südafrikaner bin, werde ich noch gefragt wie es mir den so gefalle. Man hat halt viel Zeit. Nach einem kurzen Gespräch geht es aber weiter.

Ich fahre noch kurz in die klein Ortschaft am Seerand hinein. Extrem trostlos. Es gibt einen kleinen Gemischtwarenladen. Hier kann man „alles“ bekommen, was man für das Leben auf dem Land benötigt. Anschließend geht es wieder auf der schnurgerade Landstraße weiter.

Der Campingplatz ist einer der ganz Modernen. Es liegt direkt am Ende des Sees beim Staudamm. Nebenan ist ein Yachthafen und es gibt mehrere Tennisplätze und ein Freibad auf dem Gelände.

In der Rezeption kann ich zwischen einem „Normalen“ und für 2 Euro Extra einem „Luxusplatz“ wählen. Ich entscheide mich sofort für die Luxusausführung. Die freundliche Dame vom Empfang drückt mir einen Schlüssel in die Hand. Mal schauen wofür der Gut ist.

Der ganze Platz macht einen nagelneuen Eindruck. Auf dem Luxusgelände Teilen sich jeweils vier Gruppen ein Waschhaus mit vier Eingängen. Dafür also der Schlüssel. Jedes Viertel des Rundhauses beinhaltet eine kleine Kochnische sowie ein Bad mit Dusche und Toilette. Mein Eigenes Klo sozusagen. Insgesamt gibt es fünf von diesen Häusern auf einem langen Grünstreifen mit einigen Bäumen dazwischen. Ich bin der Erste. Nachdem das Zelt steht, geht es auf Erkundungstour.

Am Wasser sind die normalen Stellplätze. Diese liegen in einem kleinen Wäldchen. Auch nicht schlecht. Aber ein bisschen mehr Los. Außerdem gibt es eine große Anzahl von Bungalows die man Mieten kann. Eine ziemliche Noble Ausführung. Im Schwimmbad plantschen einige Kinder. Zusätzlich werden auch Konferenzräume bereitgestellt. Und das mitten in der Pampa. Allerdings ist es zur Straße N1 nicht Weit. Ich mache es mir erst einmal im Schatten bequem.

Nach und nach treffen immer mehr Camper ein. Es ist Freitagnachmittag, das Wochenende steht bevor. Neben Wohnmobilien gibt es aber auch viele die mit Hänger und Zelt unterwegs sind. Stühle und Tische dürfen nicht fehlen. Alle richten sich sehr Bequem ein. Ich bin mal gespannt, wie Lange die hier in die Nacht reinfeiern. Vor dem Abendessen, könne ich mir ein paar Runden durch das mal wieder eiskalte 25 Meter Becken. Je schneller man Schwimmt, umso Wärmer kommt einen das Wasser vor. Lange halte ich es aber nicht aus.

Kurz vor Sonnenuntergang, begebe ich mich noch auf eine kleine Tour. Zu dem Gelände gehört noch ein gigantisches Areal. Ich folge einem Pfad auf einem kleinen Hügel hinauf. Hier oben steht ein „Partykeller“. Scheint aber nicht allzu häufig im Gebrauch zu sein. Bis zur nächsten Anhöhe kann man Entlang des Wassers gehen. Passend mit dem endgültigen Sonnenuntergang komme ich oben an. Den Rückweg muss ich wohl im Dunkeln finden. Als ich zurückkomme befindet sich jedermann vor seinem Grill. Man nimmt seinen Nachbarn kaum war. Alles läuft sehr Dezent und Ruhig ab.

Tag 16

Gariep Dam – Graaff-Reinet

Ich werden von leisem rumoren geweckt. Was ist den jetzt Los. Es ist früher Samstagmorgen. Neben mir wird schon fleißig eingepackt. Ich dachte, die machen hier einen Wochenendausflug. Aber bevor ich Frühstücken kann, sind fast alle wieder Weg. Ich bin sozusagen der Letzte.

Mit aller Ruhe, treffe ich meine Abreisevorbereitungen. Kurz vor der Auffahrt zu Hauptstraße N1 gibt es wieder eine Straßenkontrolle mit Führerscheinkontrolle. Auf der Straße ist deutlich mehr Verkehr. Jetzt geht es immer in Richtung Süden weiter. Bald muss ich die N1 aber wieder verlassen um auf der N9 nach „Graaff-Reinet“ weiter zu fahren. Die nächste größerer Stadt ist „Middelburg“.

Die Straße verläuft einsam durch die Landschaft. Nur die Gleise der Eisenbahn bieten etwas Abwechslung. Ein Zug ist aber nicht zu sehen. Es wird etwas bergiger. Einige Pässe sind zu überqueren. Bis nach „Graaff-Reinet“ ist es nicht mehr weit. Eine Lange aber Schnelle Tagestour.

Die kleine Stadt hat eine beeindruckende Kirche. Im Ort sind Unheimlich viel Harleys unterwegs. Auch auf der Hinfahrt sind mir so einige Aufgefallen. Laut Karte soll der Campingplatz auf den Weg zum „Valley of Desolation“ liegen. Also etwas Außerhalb. Das kann mir nur Recht sein.



Gleich hinter dem Ortsausgang, in einer kleinen Schlucht liegt der Platz inkl. Tagesarea. Hoher Stacheldrahtzaun begrenzt die Anlage zur Straße hin. Die andere Seite wird durch einen Fluss und einer sehr hohen Felswand begrenzt. Die Stellplätze liegen unter dichten Bäumen somit hat Gras keine Chance hier. Die Abgrenzungen sind alle mit viel Weißer Farbe getüncht worden. Man kommt sich wie in einem Steingarten vor. Das Office ist mit schweren Stahlgittern gesichert. Eine einzelne Frau hält hier die Stellung.

Die Übernachtungskosten sind extrem niedrig. Ich bin wie üblich der einigste mit einem Zelt. Also frei Platzauswahl. Da die Anlage durch die Felsklette deutlich vom Ort abgegrenzt ist und auf der Zufahrtsstraße nur Häuser der gehobenen Klasse liegen, habe ich keine Bedenken hier zu übernachten. Ich bin gerade beim Zeltaufbau als ein Donnern und Getöse losbricht. Ein nicht endender Konvoi von Harley’s zieht durch das schmale Tal. Die Felswände reflektieren und verstärken die Motorgehäuse noch um ein vielfaches. Mehrere Minuten ziehen die Maschinen an einem vorbei. Wie sich später noch Herausstellt, ist am diesem Wochenende im „GR“ das südamerikanisch „Harley-Davidson“ Treffen.

Da noch früherer Nachmittag ist, mache ich mich auf um ins „Valley“ zu fahren. Nach ein paar Kilometer auf der Ausfallstraße geht es in den Naturpark. An der Schranke bekomme ich noch eine kleine Infobroschüre ausgehändigt. Die genaue Entfernung ist aber der Karte nicht zu entnehmen. Also immer mit dem Auto der schmalen Straße folgen. Es geht immer weiter den Berg hinauf. Am ersten Parkplatz hat man schon eine tolle Sicht über die Landschaft. Die Stadt liegt wieder direkt unter einem. Bis zum Endpunkt der Straße ist es nicht mehr weit. Von Hier aus führt eine kleine Runde über die Bergkuppe entlang der Schlucht. Nach ein paar Metern kann man das Tal schon erkennen. Eine ganze Kette extrem zerklüfteter Felsen bildet ein natürliches Tal. Die Erosion hat hier eine sehr Fotoriestische Landschaft geformt. Der Weg zieht sich an der Felskante entlang. Immer wieder kann man in das kleine Tal hinab blicken. Für die Rund braucht man mit ein paar Pausen fast eine Stunde. Es ist mal wieder sehr Warm. Also nichts wie zurück in den Schatten.

Nach einer kleinen Siesta mach ich mich zu Fuß in die Stadt auf. Vor so machen B&B Haus steht eine Harley. Die Kirche ist Groß, es ist gar nicht so leicht, eine gute Position zum Fotografieren zu finden. Ich versuche es von der Straße aus. Diese ist glücklicherweise nicht allzu befahren.

Ein Stück weiter unten, liegt das Harley Gelände. Zutritt nur mit gültiger Tageskarte. Da die meisten Maschinen unterwegs sind, vertage ich den Besuch. Eine große Horde Kinder steht am Zaun und beobachtet das Treiben. Für sie ist der Eintrittspreis unerschwinglich hoch.

Ich ziehe meine Runde durch die Stadt. Es gibt noch etliche alte Kolonialhäuser. Im Dorfpark werden gerade Hochzeitsfotos von einem frisch Vermählten Paares aufgenommen Die ganze Familie hat sich hier eingetroffen. Ein schöner Frühlingstag für eine Hochzeit.

Langsam schlendere ich zurück. Auf der Sportanlage wird gerade Kricket gespielt. Ein komplizierter Ablauf von Würfen und Aktionen. Ich kann kein Schema erkennen. Auf dem Campingplatz ist absolut keiner. Gelegentlich fährt ein Auto zum Picknickplatz durch. Zwei oder drei Bungalows werden Bewohnt. In den einem ist ein Harleyfan abgestiegen. Er hat sich zu seiner Polizeimaschine eine Uniform anfertigen lassen. Jetzt geht es voller Stolz in die Stadt. Der Rest des Tages und bis spät in die Nacht kann man das Geheule der Maschinen vernehmen.

Tag 17

Graaff-Reinet - Oudtshoorn

Am frühen Sontagmorgen liegt auch der letzte HD-Fan im Bett. Ich will so früh wie möglich losfahren um nicht zu Spät in „Oudtshoorn“ bei den Höhlen zu sein. Erst aber noch eine Tankstelle finden (3400 km). Der größte Teil der Strecke führt durch ein riesiges Tal. Auf fast 100 Kilometern gibt es nicht viel zu sehen. Am Ende geht es wieder über mehrere Pässe.

Ausläufer des Küstengebirges. Diese verlaufen parallel zu Küste bis nach Kapstadt. Kurz vor „Oudtshoorn“ sieht man die ersten Straußenfarmen an der Straße liegen. Auf manchen ist nur vereinzelt eine Tier zu sehen. Es gibt aber auch Gehege, wo sie sich dicht an dicht Aneinander drängen. Man merkt das „Oudshoorn“ Provinzhauptstadt ist, am Sonntagvormittag herrscht reger Verkehr auf den Straßen. Bald ist die Abzweigung Richtung „Cango Caves“ erreicht.

Entlang der Straße liegt eine Vielzahl von touristischen Attraktionen. Ich bin aber nur an den Höllen interessiert. Nach Gut 25 Kilometer habe ich mein Ziel erreicht. Die Besucheranzahl hält sich in Grenzen. Die Parkplätze sind noch nicht komplett belegt. An der Kasse Kaufe ich ein Ticket für die extra Lange „Adventure Tour“. Bis zum nächsten Start ist noch genug Zeit, um den Kurzfilm über das Höhlensystem und eine kleine Ausstellung über die Endstehungsgeschichte anzuschauen. Ich halte mich an den Hinweis, älterer Kleidung und festes Schuhwerk anzuziehen. Vor dem Eingang wird unsere recht große Gruppe in Endfang genommen.

Als erstes geht es in den Hauptsaal. Eine gigantische Höhle. An den Wänden gibt es die unterschiedlichsten Stalaktiten zu bewundern. Durch zusätzliche Lichtbestrahlung kommen dieser erst Richtig zu Geltung. Es gibt viel zu sehen. Immer Tiefer geht es in die Höhle. Verbindungsgänge führen von einem Saal zu dem nächsten. An einem bestimmten Punkt werden wird noch einmal darauf hingewiesen, das jetzt der „Adventure“ Teil beginnt.



Alles die Platzangst oder nicht über die körperlichen Konditionen verfügen, haben die letzte Gelegenheit um zukehren. Niemand meldet sich. Der erste Teil ist noch leicht. Man muss nur gelegentlich den Kopf büken. Die Verbindungsgänge werden immer schmaler und die Leitern immer Steiler. Um aus der Kammer in der wir uns Momentan befinden wieder zu Verlassen, muss man einen steilen und extrem engen Kamin hinauf klettern. Es gibt nur wenige Haltemöglichkeiten. Ab besten versucht man sich mit den Füßen nach oben zu stemmen. Vor mir haben so Einige es schwer mit dem Einstieg. Manche haben sich total Überschätzt.

Falsche Schuhe, weiße Hosen und zu viel Körpergewicht. Warum die überhaupt mit durften ist mir ein Rätsel. Nach ca. 30 Minuten haben es dann aber doch noch alle mit viel mühe Geschafft. Das Warten in der nächsten Kammer geht jeden auf die Nerven. Um Hier herauszukommen, muss man sich auf den Bauch legen und durch eine Felsspalte quetschen. Beim Ausgang ist eine Drehung auf den Rücken notwendig. Mit den Füßen voraus kann man dann in den nächsten Raum gelange. Immer gut aufpassen, um nicht mit dem Kopf an die Decke zu stoßen.

Der restliche Weg ist nicht mehr so schwer. Nachdem wir wieder den Hauptweg erreicht haben machen sich alle in kleinen Gruppen auf, um wieder zum Eingang zurückzugelangen. Nach über 2 1/2 Stunden komme ich wieder an das Tageslicht. Insgesamt eine Interessante Tour.

Langsam wird es aber Zeit, um den in der Nähe liegenden Campingplatz auszusuchen. Die Zufahrt wird durch eine Schranke blockiert. Vor mir sind noch zwei junge Paare eingetroffen. Diese versuchen gerade Herauszufinden, wo man sich Anmelden kann. In der Rezeption ist nämlich keiner. Auf dem Platz sind wohl einige Läute, aber kein Verantwortlicher ist auszutreiben.

Ich habe keine Lust zu warten. Auf der Hinfahrt habe ich noch einen weiteren Campingplatz gesehen. Dieser liegt in einem kleinen Seitental. Ausnahmsweise ist mal etwas mehr Action. Eine nicht unbedeutende Anzahl von Campern kann man hier antreffen. Gezeltet wird Gemeinsam auf mehreren grünen Wiesen. Die besten Plätze unter Bäumen am Bach sind alle Belegt.

Etwas oberhalb, kann man ein Pool erkennen. Also schnell umziehen und noch die letzten Sonnenstrahlen genießen. Am Beckenrand angekommen, muss ich aber erkennen, dass fast kein Wasser im Becken ist. Schreckt aber nicht alle ab. Ich verzichtet freiwillig. Eine warme Dusche ist auch viel angenehmer. Für den Abend, bleibt nur noch ein Spaziergang über das weitläufige Gelände.

Weitab jeder Stadt, hat man einen Guten Blick auf den Sternenhimmel. Nach zwei Wochen immer noch eine faszinierendes Erlebnis.

Tag 18

Oudtshoorn - Montagu

Ich habe es nicht eilig und warte bis der Morgentau vom Zelt in der warmen Sonne getrocknet ist. Die Wiese hat eine Menge Feuchtigkeit gespeichert. Die Halme glitzern in der Sonne. Um einen heißen Kaffee zu bekommen, muss ich die Gasgatusche wechseln. Gut das ich Ausreichend eingedeckt habe. Nach dem Frühstück, ist das Zelt so langsamem Trocken. Also Weiter.

Vor „Oudtshoorn“ versuche ich noch ein paar Strauße zu fotografieren. Die Tiere machen einen neugierigen Eindruck und halten recht Still. Ich folge dem Verlauf der „Route 62“ weiter Richtung Westen. Als Ziel habe ich mir „Montagu“ ausgesucht. Morgen treffe ich dann also Endlich in Kapstadt ein. Je weiter ich komme, umso dichter ziehen die Wolken zu. Erste Regentropfen fallen vom Himmel. Auf den letzten Kilometern, habe ich gelegentlich einzelnen Teilnehmer eines Radrennens überholt. Die Bergige Strecke ist sicherlich nicht einfach. Jetzt kommt der Regen noch hinzu. Teilweise gib es inzwischen heftige Niederschläge. Man fährt aber dem Wetter entgegen.

Die Wolken hängen Schwer und Tiefe an den Berghängen herab. Im Zielort gehe ich erst einmal Einkaufen und etwas Bargeld währe auch nicht Schlecht. Und Tanken ist auch mal wieder notwendig (4000 km). Danach mache ich mich auf, einen der möglichen Campingplätze aufzusuchen. Der eine liegt anscheinend weit Außerhalb in einem Naturpark. Also erst einmal den Cityplatz anschauen. Die Anlage liegt am Ortsrand. Der durch hohe Hecken geschützte Privat-Platz macht einen sehr guten Eindruck. Ohne Probleme bekomme ich einen Platz für die Nacht.



Glücklicherweise Regnet es schon seit einiger Zeit nicht mehr. Mit weiteren ist Momentan auch nicht zu rechnen. Die Stellplätze sind über mehrere Ebenen verteilt. Oben liegt ein kleiner See. In den Bäumen am Ufer, haben sich mehrerer Weberkolonien niedergelassen. Elegant fliegen die Vögel ihre hängende Nester an. Es scheint Nestbauzeit zu sein. Gelegentlich wird auch mal ein Halm vom Nachbarn stibitzt. Das Gezeter ist dann entsprechend.

Ich hole noch einmal mein Teleobjektive hervor. Am Uferrand kann man sich Bequem in der Nähe der Nester niederlasse und auf Motivesuche gehen. Irgendwie scheine ich aber doch zu stören. Es dauert eine Weile bis der Nestbau weitergeht. Durch den Anflug kommt das ganze Konstrukt ins schwingen. Keine leichte Aufgabe um ein scharfes Foto zu machen. Nach ein Gutes Duzend, hoffe ich mindestens, ein brauchbares Bild zu haben.

Tag 19

Montagu – Kap Town

Alles wieder gut. Bestes Wetter. Auf nach Kapstadt. Ich hab mich für die Route über „Franschhoek“ und „Stellenbosch“ entschieden. Die Hochburgen der Weinanbaugebiete.

So einige Pässe sind zu überwinden. Auf „Franschhoek“ hat man einen guten Blick von oben. Überall liegen Weingüter an der Straße. Die Felder liegen in den Tälern. Als erstes erfolgt ein Stopp in „Fanschhoek“. Die Geschäfte machen einen gehobenen Eindruck. Ein typischer Touristenort am Kap. Sehr Nett.

Weitergeht es nach „Stellenbosch“. Eine große Stadt mit Universität und extrem wenig freien Parkplätzen. Nach langen Kurven finde ich einen, der sogar umsonst ist. Bis zum Zentrum ist es nicht Weit. So überwältigend finde ich es aber nicht. Die Stadt als solches ist aber einfach schön.

Jetzt ist es aber nicht mehr Weit bis zu meinem Endziel. Die Stadtautobahn geht bis hier Raus. Das erste Ziel ist der Flughafen. Ich reserviere mir schon ein Zimmer für die letzte Nacht, da der Flieger sehr früh am Samstagmorgen startet. Bis dahin will ich aber in „Kommetjie“ Zelten.



So ganz komme ich mit der Verkehrsführung nicht klar. Die Schilder weisen alle in die falsche Richtung. Also wieder zurück und noch einmal von vorne. Beim zweiten Anlauf treffe ich die gewünschte Straße. Das Meer liegt zum greifen nahe. Die Straße führt direkt durch die Sanddünen. Ein großer Parkplatz bietet sich für eine Pause an. Fischer ziehen gerade ihr Boot an Land.

Ich genieße den frischen Wind um die Ohren. In dem kleinen Küstenstädtchen „Muizenberg“ herrscht reger Verkehr. Die schmale Straße ist ziemlich verstopft. Man muss gut Aufpassen, keinen überzufahren. Am Strand sehe ich Bunte Badehäuser. Schnell einen freien Parkplatz am Rand aufsuchen und mit der Kamera wieder zurück. Die Aufpasser könne gar nicht schnell genug reagieren. Der Strand ist für alle Zugänglich. So kann ich mein Motiv relative leicht ablichten.

Jetzt geht es über die Halbinsel auf die andere Seite. Ich bin mal gespannt, was mich erwartet. Der Campingplatz liegt in der zweiten Reihe zum Stand hin. Nur einige Sommerhäuser versperren den Blick auf das Meer. Ich suche mir einen schönen Stellplatz für die letzten drei Nächte aus. Jetzt aber noch schnell zum Strand. Der Zugang ist einfach. Ein kleiner Weg führt durch die Dünen direkt an das Wasser. Dies ist Eiskalt.

Die Wellen brechen sich an einzelnen Felsen die im Sandstrand liegen. Im Wasser befinden sich einige Wellenreiter. Zu Fuß geht es immer am Strand entlang. Am Ortsrand sind die Häuser teilweise bis an das Wasser her angebaut worden. Diese stehen auf soliden Feldblöcken. Ein schmaler Weg führt noch so gerade an diesen vorbei. In der Fernen kann man einen Leuchtturm sehen. Ich setzte mir diesen als Ziel.

Der Stand ist hier felsiger. Der ganze Sand hat sich in der Bucht abgelagert. Am Leitturm angekommen, entscheide ich mich für den Weg zur Straße hin. Dieser verläuft aber immer Weiter in die falsche Richtung. Der Hang zur Straße hinauf ist noch viel zu Steil. Nach einem weiteren Kilometer kommt endlich die erhoffte Abkürzung. Ein Trampelpfad führt den Berg hinauf. Jetzt muss man nur noch aufpassen, nicht von einem Auto überfahren zu werden.

Wieder im Dorf zurück, brauche ich dringend was zu Trinken. Den Rest des Weges geht es wieder gemütlich am Strand entlang. Viele Leute sind mit ihren Hunden unterwegs. Von ganz Klein bis ganz Groß ist alles dabei. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang komme ich wieder bei der Felsformation an. Ein toller Vordergrund für einen Sonnenuntergang im Meer.

Im Dunkeln geht es direkt zum Zelt zurück. Noch eine warme Dusche und es kann das Abendessen zubereitet werden. Wenn es ruhig geworden ist, kann man das ständige Rauschen des Meeres hören.

Tag 20

Kap Town I
Großes Ausflugsprogramm Teil I.

Bevor es in die Stadt geht, will ich mir erst einmal die Halbinsel anschauen. Mit dem Auto geht es zum „Cape of Good Hope Nature Reserve / Cape Peninsula National Park“. Das Gelände vom „Cape of Good Hope“ mit dem „Cape Point“ erstreckt sich über den letzten Zipfel.

Von der Hauptstraße, führen gelegentlich kleine Wege zu den Sandbuchten hinab. Am Ende ist ein großer Parkplatz. Nur eine kleine Truppe ist schon vor mir da. Um zum alten Leuchtturm zu gelangen, kann man auch alternative einen Schrägaufzug nutzen. Die Fußroute bietet aber deutlich mehr Einblicke auf die Steil abfallenden Klippen am Kap. Vögle nisten in den unzugänglichen Felsen.

Vom Leitturm kann man erstmals das „Kap der Guten Hoffnung“ sehen. Dieses fällt wieder leicht bis zum Meer ab. Und auf einen der letzten Felsen steht der neue Leuchtturm. Ein kleiner Weg führt bis in seiner Nähe. Das letzte Stück ist gesperrt.

Auch wenn es sich Hier nicht wirklich um den südlichsten Punkt von Afrika handelt, ist dieser bestimmt viel Beeindruckender als der Offizielle. Bin mal wieder der Erste und habe das Kap für mich ganz alleine. Auf der Mauer kann man es sich etwas gemütlich machen. Eine lange Reise bis hierher.

Langsam mach ich mich auf den Rückweg. Fast währe ich auf das Ende einer Schlange getreten. Diese macht sich aber Schnell aus dem Staub. Durch die grellen Punkte wirkt sie extrem gefährlich. Glück gehabt.

So langsam füllt sie der Parkplatz. Einige weitere Busse mit Schülern sind eingetroffen. Alle Stürmen zu den kleinen Laden um sich mit Süßigkeiten einzudecken. Obwohl der Platz mit einem Elektrozaun umzäunt ist, hat sich ein Pavian eingeschlichen. Dieser nutzt die Gelegenheit, um ein Tüte aus den Händen eines Mädchens zu reißen und damit blitzschnell wieder zu verschwinden. Die Aufregung ist Groß. Aber Teilweise auch herausgefordert worden. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Über die Halbinsel führen auch mehrerer Trial's. Mit steht viel Zeit sicherlich tolle Touren. Auf einem Fels sitzt ein weiterer Pavian. Er beobachtet genau das Gesehen. Der Rest der Familie kann man durch das dichte Buschwerk nicht erkennen. Auf Geht’s zum nächsten Ziel.



Immer an der Ostküste entlang, Richtung „Boulder's Beach“. Die lokale Attraktion ist hier, die Pinguinkolonie am Strand. Parkplatz steht ausreichend zur Verfügung. Gegen eine kleine Gebühr darf man zum Strand hinunter. Auf hohen Holzstegen kann man sich inmitten der Kolonie bewegen. Manchmal einzeln aber auf oft in größeren Gruppen, haben sich die Pinguine im Sand oder auf den Felsen niedergelassen. Ein reges Treiben.

Auf meiner Weiterfahrt Richtung Innenstand, geht es an der Küste bis „Muizemberg“ entlang. Kurz hinter „Simon's Town“ stehen auf einmal viele Autos am Straßenrand und die dazugehörigen Leute schauen alles auf Mehr hinaus. In der Nähe vom Stand sind die Rückenflossen einige Wale zu erkennen. Selbst mit einem Fernglas ist aber nicht viel auszumachen.

Der Verkehr wird immer dichter. Bis zu Stadtautobahn ist es nicht mehr Weit. Die Beschilderung ist vorbildlich. Ohne Probleme komme ich bis zum „CTICC Center“. Die Tiefgarage bietet ausreichend Platz und das Auto steht im Schatten. Von hier aus, kann man bequem die Innenstand und die „Waterfront“ erreichen.

Ich würde gerne die Gute Sicht nutzen und vom Meer aus das Stadtpanorama mit dem Tafelberg im Hintergrund fotografieren. Also durch die „Wanterfront“ zum Abfahrtterminal nach „Robben Island“. Nachdem ich meinen Wunsch geäußert habe, teilt mir die Gute Damen hinter dem Schalter mit, das bis Samstag alle Plätze schon ausverkauft sind. Heute ist aber erste Mittwoch. Und am Wochenende geht es ja schon wieder zurück. Also muss ich auf einen Besuch verzichten. Da ich jetzt wieder viel Zeit habe, geht es gemütlich durch die „Victoria & Alfred Waterfront“.

Eine riesige Anlage mit Restaurants und Souvenir Shops. Das Herzstück ist eine überdachte Einkaufsmeile. Hier gibt es einfach alles. In den Supermärkten kann man die ausgefallensten Spezialitäten bekommen. Auch Mode und Schmuck kann man in allen Preislagen erwerben.

Nach einer kleine Stärkung, geht es zum Aquarium. Dieses liegt auch im Bereich der „Waterfront“. Im ersten Teil sind verschiedenen kleinerer Fischarten untergebracht. Nachdem man durch einen kleinen Tropenwald durch ist, kommt man zu den größeren Becken.

Man spaziert entlang riesiger Glasscheiben. Die Fische wirken dadurch gigantisch. Das Haifischbecken ist das Herzstück der Anlage. Immer schön im Kreis ziehen die Haie um einen Felsen. Die ganz Mutigen, können einen Tauchbesuch buchen, um noch Näher diesen „uralten“ Geschöpfen zu sein. Ich ziehe aber die warme Nachmittagssonne vor. Von einem kleinen Platz in der Nähe, hat man auch einen guten Blick auf den Tafelberg. Für Morgen plane ich einen Besuch ein. Für Heute reicht es.

Zum Abschluss geht es über den „Chapman's Peak Drive“ wieder zurück. Diese Privatstraße kann man gegen ein Gebühr befahren. Vorher muss man aber durch das Hotelviertel am „Sea Point“ hindurch. Hier muss wohl abends die Partymeile sein.

Zurück am Campingplatz bleibt mir noch Ausreichend Zeit, für einen Spaziergang am Strand. Heute geht es mal in die andere Richtung. Am Anfang trifft man noch auf einige Leute die mit ihren Hund unterwegs sind. Die große Bucht mit seinem Sandstrand ist aber Menschenleerer. In einige Entfernung kann man einige Wale erkennen. Mehr als die Rückenglosse geben sie aber nicht Preis. Bis ungefähr zur Mitte der Bucht gehe ich noch weiter. Langsam wird es nämlich wieder Zeit und Pünktlich zum Sonnenuntergang wieder am Ausgangspunkt zurückzugelangen. Auf Meinen Stammfelsen mache ich es mir gemütlich. Zügig versinkt die Sonne hinter dem Horizont im Meer. Zeit für das Abendessen.

Tag 21

Kap Town II
Großes Ausflugsprogramm Teil II.

Auf zum Tafelberg. Am Besten kann man wieder im „CTICC Center“ parken. Zu Fuß geht es erst durch die City und dann immer schnurgeradeaus, Richtung Seilbahn. Die Straßen werden von Geschäftsleuten geprägt. Alle sind auf den Weg zur Arbeit. Im Regierungsviertel wird es etwas ruhiger. Ein Fußweg verläuft zwischen Park, Parlament und Museum. Bis zum „Mount Nelson Hotel“ war es einfach. Jetzt muss ich mich durch die „besseren“ Wohnviertel schlagen. Immer mit Blick auf die Seilbahn geht es jetzt steil Bergauf.

Fast hinter jedem Tor fängt ein Hund an zu bellen, wenn ich vorbeikomme. Hinter den hohen Mauern, kann man so manche Villa erkennen. Nachdem ich die letzte Häuserreihe passiert habe, wird es etwas komplizierter. Aber erst einmal eine kleine Pause, um den schon tollen Blick auf die unter einem liegende Stadt, zu genießen.

Das letzte Stück wird sehr Steil. Hinter dem Wasserrückhaltebecken zieht sich ein Pfad in Serpentinen den Hang hinauf. Ganz am Ende kürze ich etwas ab und komme direkt zwischen den parkenden Autos auf der Straße zum Lift aus. Die meisten davon sind Taxis.

Ich bekomme sofort ein Ticket und kann auch gleich mit der nächsten Gondel hinauffahren. Eine Besonderheit, die Gondel dreht sich einmal um die eigene Achse. Oben angekommen, steht man auf über 1000 Metern über dem Meeresspiegel auf dem Hochplato des Tafelberges.



Weit unten liegt die Stadt mit ihren Hafenanlagen. Ich folge den Pfaden über die Felsen. Ohne spezifisches Ziel mache ich mich auf. Langsam wird es wieder einsamer. Der Weg führt Teilweise über Holzplanken durch ein Sumpfgebiet. Nach gut ½ Stunden. komme ich zum „Gorge View“. Hier kann man auch Gut auf die umliegenden Stadtgebiete hinab blicken. Allerdings ist alles etwas diesig.

Der Rückweg führt immer entlang der Steilkante zurück. Nichts für schwache Nerven. Inzwischen herrscht etwas mehr Betrieb an der Station. Eine Schulklasse ist eingetroffen. Sie bekommen von ihren Lehrern eine umfassende Unterweisung. Danach strömen sie in alle Himmelsrichtungen davon.

Für mich wird es Zeit, wieder hinab zufahren. Alternative kann man auch zu Fuß hinabsteigen. Aber nicht diesmal. Bei der Abfahrt, kann ich meinen langen Hinweg durch die Stadtteile erkennen. Warum komme ich bloß immer auf solche dummen Ideen. Jetzt geht es ja immer Bergab.

Wieder beim Stadtpark angekommen, geht es diesmal durch ihn hindurch. Inzwischen ist Lunchtime. Viele Leute sitzen hier um ihre Mittagessen einzunehmen. Danach drifte ich etwas Richtung der Geschäftsstraßen und Richtung „Green Market Square“ ab. Es folgen ein paar Runden durch die Straßen. Bei dieser Gelegenheit, erkundige ich mich nach dem Standort vom „Hardrock Cafe“. Man sagt mir, dieser würde an der Waterfront liegen.

Kann mich aber nicht daran erinnern, gestern was gesehen zu haben. Vorher geht es aber noch zum alten Fort. Beim Busterminal ist ein Socertounier. Auf zwei Spielfeldern wird jeweils mit ca. 4 bis 5 Personen pro Mannschaft gespielt.

Die alten Katakomben des Forts bieten etwas Schutz vor der Mittagssonne. Als letztes geht es also noch einmal zur „Waterfront“. Auf dem Infoplan ist aber nichts zu erkennen. Also zur nächsten Information. Diese mein, das „Hardrock Cafe“ hab letztes Jahr geschlossen, vielleicht gab es auch nie eins in Kapstadt. Mal zu Hause nachforschen.

Jetzt sind meine Füße aber total platt. Ich sehne mich nach dem Auto. Für eine längere Pause bleibt aber keine Zeit. Ich will noch zum „Table View“ Strand um ein Panoramabild von der Stadt zu machen. Dort angekommen, muss ich feststellen, dass die ganze Stadt inzwischen hinter einem Nebel- / Dunstschleier liegt. Kein Gutes Fotowetter.

DDn Campingplatz erreiche ich am späten Nachmittag. Der letzte Sonnenuntergang dieser Reise, am Meer steht bevor. Auch hier ist es sehr dunstig geworden. Der Wind hat deutlich aufgefrischt. Optimale Bedingen für die Wellenreiter. Auf meinem Stammplatz mache ich es mir mal wieder gemütlich. Der Abend ist deutlich kälter als die Vorhergegangenen. Es kommt anscheinend eine Schlechtwetterfront auf uns zu. Die letzte Nacht im Zelt. Hoffentlich hält das Wetter noch ein Tag.

Tag 22

Kap Town IV

Eigentlich steht mit ja noch der ganze Tag zur Verfügung. Aber trotzdem wird nach dem Frühstück alles auseinander genommen. Es bildet sich mehrerer Haufen. Einige Sachen bleiben hier. Die Jung's vom Campingplatz werden sich freuen. Nachdem wieder alles in zwei Taschen verpackt ist, geht es zum Strand runter. Vielleicht schaffe ich es ja doch noch, das zweite Buch zu Ende zu lesen.

Am Strand ist es zu Windig, deshalb mache ich es mir im Auto bequem. Ganz nebenbei treffen einige Autos ein. Eine nicht ganz unerhebliche Anzahl von Kindern kommt aus diesem heraus. Die meisten begeben sich in das kleine Waschhaus mit Toiletten das neben dem Parkplatz liegt. Einige größerer Kinder übernehme die Aufsicht. Danach wird etwas Ball gespielt. Irgendwann zieht die ganze Truppe wieder Richtung Strand ab. Auch für mich wird es langsam Zeit. Ich muss unbedingt eine Säuberung meines Wagens vornehmen lassen. Jeder hat also so seine Probleme.



Beim Einkaufszentrum, vor der Stadt, gibt es eine Waschmöglichkeit. Für 5 Euro bekomme ich das Standardprogramm. Danach kann man auch das Auto wieder einigermaßen erkennen. Die Chefin kontrolliert Persönlich das Endergebnis. Alles bestens. Das letzte Geld gebe ich im Supermarkt aus. Für den Nachmittag habe ich ein Besuch am Oststrand eingeplant. Vom Parkplatz ist es nicht weit bis zum Strand. Dieser ist gut Besucht. Das Wasser scheint auch hier deutlich Wärmer zu sein. So manche trauen sich im Meer zu baden. Alternative gibt es aber auch direkt nebenan eine große Wasserrutsche.

Die Promenade zieht sich entlang des Strandes bis zum Ort hinab. Am Strand selber stehen wieder einige der „englischen“ Strandhäuser. Gar nicht so leicht, ein Foto hinzubekommen, ohne das immer wieder jemand durch das Bild läuft. Irgendwann schaffe sich es aber doch. Das lange Warten hat sich aber wirklich gelohnt. Die allerletzten Rand’s reichen noch für ein Eis. Auf dem Weg zum Flughafen geht es wieder auf der Straße durch die Dünen.

EEin kleiner Schlenker durch ein oder zeit Stadtteile und der Flughafen ist erreicht. Mit den nötigsten Sachen für die Nacht geht es auf das Zimmer. Die Abreise habe ich für die frühen Morgenstunden geplant. Mich erwartet eine dicke Matratze. Hoffentlich höre ich auch den Wecker.

Tag 23

Kap Town IV

Mitten in der Nacht muss ich Aufstehen. Der Flug soll um 7 Uhr losgehen. Einige Reste vom Abendbrot dienen als Frühstück. Bis zum Mietwagenrückgabe sind es nur einige Meter. Sogleich steht ein Träger bereit.

Auf dem Flughafen ist noch niemand. Alles ist geschlossen. Man kann aber schon in die Halle hinein. Vielleicht hätte ich eine Stunde länger Schafen sollen. Für den gesamten Tag sind nur 5 oder 6 Abflüge eingeplant. Ein kleiner Flughafen. So langsam treffen weiterer Reisend ein.

Gegen halb Fünf wird auch der CheckIn besetzt. Danach kann man auch endlich den Schlüssel für den Mietwagen abgeben. Allmählich kommt eine gewisse Betriebsamkeit auf. Das Gate ist schnell passiert. Fast jeder Platz im Wartebereich wird durch schlafende Jugendliche blockiert. Einige sind noch am Zechen. Eine Sondermaschine aus Russland wartet auf die Abfertigung. Unserer Maschine trifft gerade ein. Also noch viel Zeit bis zum Abflug. Todmüde und extrem Besoffen begeben sich die Russen an Bord. Einige werden öfters Ausgerufen.



Kurz vor unserem Bording wird die russische Maschine auf das Vorfeld gezogen. Irgendwas ist merkwürdig. Alle stehen Plötzlich an der Scheibe und fragen sich, warum eigentlich die große Gepäckklappe noch nicht geschossen wurde. Wer ein Funkgerät hat, nimmt Kontakt mit dem Tower auf. Wahrscheinlich hat der Pilot auch etwas gezecht. Gut das die Klappe zur Abfertigungshalle lag, dass hätte vielleicht eine ziemliche Katastrophe beim Start nach sich gezogen.

Ich sitze gerade auf meinem Platz, als jemand kommt und auch gerne hier sitze würde. Da hat man doch tatsächlich zweimal den gleichen Platz vergeben. Leider gibt es noch einige freie Ausweichplätze in der Touristenklasse. Schade, einmal 1. Klasse fliegen, wäre auch nicht schlecht.

Während wird zu Rollfeld vorfahren. Kann man erkenne, wie einige Arbeiter mit groben Werkzeug der Gepäckklappe der russischen Maschine zubleibe rücken. Der Rückflug ist deutlich Länger, aber dafür hat die SAA ein deutliches besseres Video System am Bord. Man kann aus einer Vielzahl von Filmen und Dokumentationen auswählen. So vergehen die 11 Stunden fast wie im „Flug“. Nach einer Zwischenübernachtung in Frankfurt geht es wieder mit der Bahn nach Hause.

ENDE



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