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Reisebericht: Vietnam 2011 (Teil 3)
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Tag 15
"Hue"Zeitiger Aufbruch, zu einer etwas längeren Besichtigungstour. Auf dem "Parfümfluß", geht es zu den Königsgräbern hinauf. Unterwegs machen wir noch einen Zwischentopp, bei der "Thien-Mu" Pagode.
Auf der Weiterfahrt, wird es dann rechts uns links etwas grüner. Leider hat man beim Motor unseres Bootes, die Schallisolierung vergessen. Eine Verständigung untereinander, ist gar nicht so einfach. Nach ca. 45 Minuten, haben wir dann unseren Landungspunkt erreicht. Noch ein paar Minuten zu Fuß und die Grabanlagen von "Tu-Duc" liegen vor uns.
Eine Mauer umfasst das gesamte Areal. Mit einem Detailplan in der Hand, begebe ich mich auf Erkundungstour. Die recht große und sehr grüne Anlage, merkt man ihr "Alter" an. Alles wirkt etwas düster und bedrückend. An einigen Stellen, werden kleine Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Insgesamt aber ein lohnenswertes Ziel. Das Hauptgebäude sowie eine Pagode am See, kann man auch von innen besichtigen. Ein See und diverse Wassergräben, prägen die umgebene Landschaft. Insgesamt befinden sich mehrere einzelne Grabanlagen auf dem Gelände.
Mit dem Bus, geht es anschießend wieder zurück in die Stadt. Mittagszeit. Ein Teil der Gruppe, will erst mal etwas essen. Ich mache mich allein auf die Weg zur Zitadelle. Von Hier, ist es dann auch nicht mehr weit, bis zum Haupteingang der "Verbotenen Stadt". Ticket kaufen und durch das Tor hindurch.
Über den Vorplatz, gelangt man schnell zum Empfangs- und Audienzpalast. Sehr sehenswert ist das Video über die Stadt, im hinteren Teil des Gebäudes. Mit modernster Animationstechnik, wird die Anlage wieder zum leben erweckt. Viele der ursprünglichen Holzgebäude, steht natürlich nicht mehr. Ein Teil wurde oder wird gerade restauriert oder neu aufgebaut. An vielen Stellen, gibt es aber auch große Lücken. Die einzelnen Sektionen der Stadt, sind mit Mauer umgeben und durch große Steintore miteinander verbunden. Gelegentlich werden Sie auch durch lange Allen, voneinander getrennt. Immer wieder, gibt es hinter der nächsten Mauser, etwas neues zu sehen.
Inzwischen ist der späte Nachmittag angebrochen. Habe ganz schön viel Zeit und bestimmt mehrerer Kilometer, durch die Anlage zurückgelegt.
Der Rückweg zum Hotel, ist auch noch mal ein Gutes Stück. Ein Einkauf bzw. ein kleiner Imbiss steht auch noch auf dem Programm. Auf direkten Weg, findet sich auch ein komfortabler Supermarkt, mit allen benötigten Utensilien.
Mit unserem Reiseleiter, geht es zu einem nahen Restaurant. Diesmal ohne großes Tamtam. Danach verziehen sich fast alle, gleich auf ihre Zimmer. Morgen geht es sehr frühzeitig, mit dem Flugzeug, direkt nach "Hanoi" weiter.
Tag 16
"Hue" - "Hanoi"So gegen 5 Uhr, brummt der Wecker. Auch der Wakeupcall von der Hotelrezeption, lässt nicht lange auf sich warten. Das Frühstück, wurde für uns auf 6 Uhr vorverlegt. Tasche und Rucksack sind reisefertig. Ohne Probleme erreichen wir den Flughafen. Kurz aber herzlich, verabschieden wir uns von unseren Busfahrer und seinem Assistenten.
Schnell das Gepäck aufgeben und durch den Securitycheck. In der Wartehalle kann man sich nicht groß verlaufen. Mit einem kleinen Airbus, geht es dann in ca. einer Stunde nach "Hanoi". Bis alle ihr Gepäck wiedergefunden haben, dauert es etwas. Verloren gegangen ist aber nichts. Vor dem Terminal, geht es einmal komplett über den Parkplatz. Unser Bus ist gar nicht so leicht zu finden. Mittels Handy, werden wir zum Ziel gelotst. Ein Kleinbus ohne großen Gepäckraum. Hoffentlich haben wir für die weiter Tour, eine etwas geräumigeres Vehikel.
Zügig geht es zu unseren Hotel, mitten in der Innenstadt. Schöne Inneneinrichtung. Allerdings in der schmalst möglichen Ausführung. Auch die Zimmer sind sehr geschmackvoll eingerichtet. Allerdings für zwei Personen, mit Tasche, extrem beengt. Morgen geht es allerdings schon wieder weiter.
Zum späten Vormittag, brechen wir noch zu einer Stadtbesichtigung auf. Als erstes geht es zu dem nahen liegenden "Hoan-Kiem-See". Der darin auf einer kleinen Insel liegende "Schildkröten-Turm", ist nicht zu übersehen. Dann weiter in Richtung Theater und anschließend noch ein paar Runden um den Block. Und zum finalen Abschluss, noch eine Abstecher zum "Jadeberg-Tempel". Die aus dem See gefischte Schildkröte, liegt hier gut präpariert, einsam in ihrer Ausstellungsvitrine.
Inzwischen ist es spät geworden und alle haben Hunger. An einer zentralen Kreuzung, gibt es genügend Auswahl an Restaurants. Ein Gebäude, hat gleich vier Stück übereinander. Jeweils mit Balkon und Terrasse. Gute Position, um den unter einen fließenden Verkehr, detailliert zu beobachten. Ganz schön heftige Preise, haben die hier in der Hauptstadt. Sind wir so gar nicht gewohnt. Also dann doch nur ein Bier. In einem "Express" Lokal, holen wir das Essen nach.
Nach einer kurzen Verschnaufpause, wage ich mich auf eigne Faust, in die "Altstadt" hinein. Mit einer kleinen Karte, kann man sich so einigermaßen zurechtfinden. Die Straßen sind vorbildlich beschildert. Also alles kein Problem. Die Häuser liegen hier dicht an dicht. Teilweise wurden die Bürgersteige zu Verkaufsareale umfunktioniert. Meistens muss man dann mit der Straße vorlieb nehmen. Muss ganz schön aufpassen, dass ich nicht vom Verkehr überrollt werde. Der Strom bricht zu keiner Minute ab. Ohne Unterlass, schießen die Motorroller an einem vorbei. Ohne eigentliches Ziel, geht es im Zickzack durch die Straßen. Den Weg zur "Long-Biên-Brücke" finde ich nicht. Eine viel befahrene Hauptstraße, versperrt mir das Weiterkommen.
Zum Kaffee bin ich wieder zurück. Generell ist für Heute nichts weiter geplant. Mal sehen, ob sich ein paar hungrige, zum Abendessen treffen. Mit 2/3 der Mannschaft, machen wir uns auf den Weg. Von der Rezeption, haben wir uns ein Lokal empfehlen lassen. Macht erst einmal einen netten Eindruck. Nach einer kurzen Wartezeit, können wir im Innenhof Platz nehmen. Auch das Essen ist soweit OK. Als es zum Bezahlung über geht, sollen wir alles zusammen abrechnen. Mühselig müssen wir die einzelnen Gerichte zuordnen und die Steuern noch dazu addieren. Freundlicherweise hat man uns einen Taschenrechner zur Verfügung gestellt. Als besonderer Aufmerksamkeit, von unserer Seite, überreichen wir den "exakten" Betrag an den Kellner. Ohne weitere Eskapaden, geht es auf dem direkten Weg zum Hotel zurück.
Tag 17
"Hanoi" - "Mai Chau"Heute starten wir auf eine weitere viertägige Rundreise. Unser Hauptgepäck bleibt im Hotel zurück. Nur mit den nötigsten, machen wir uns auf den Weg. Glücklicherweise bekommen wir wieder einen großen Reisebus.
Die Route aus der Stadt, scheint sich endlos hinzuziehen. Irgendwann sind wir dann aber doch auf dem "Land". Die weitere Strecke nach "Mai Chau", ist Landschaftlich sehr reizvoll. Auch der ein oder andere Pass, muss bewältigt werden. Die letzten Meter zum Ziele, schafft der Bus allerdings nicht mehr. Die Straße ist einfach zu schmal. Da wir generell nur einen Rucksack pro Person haben, auch kein großes Problem. Es sind nur wenige 100 Meter, bis zu unserer Unterkunft. Neugierig wir das Pfahlhaus, in der kleine Siedlung begutachtet. Diese stehen hier dicht an dicht.
Übernachten werden wir alle zusammen, im großen Gemeinschaftsschlafraum. Ein dünne Matratze und ein Moskitonetz muss ausreichen. Jeder nimmt sogleich, seinen Persönlich bevorzugten Schlafplatz in Beschlag.
Mittagessen. Wir bekommen ein ausgezeichnetes Menü serviert. Danach steht erst einmal Siesta an. Es ist sehr warm. Am späten Nachmittag, machen wir uns zu einem längeren Spaziergang, durch die Felder auf. Ein mögliches aufkommendes Gewitter, ist unser ständiger Begleiter.
Die Bewohner des Dorfes, haben sich entsprechend auf die Touristen eingestellt und ein Souvenirshop nach dem anderen eingerichtet. Das Dorf entpuppt sich auch deutlich größer, als Anfangs gedacht. Irgendwann können wir aber dann doch noch die Häuser hinter uns lassen und auf kleinen Wegen, durch die Reisfelder schlendern. Glücklicherweise bleibt es trocken. Ein abwechslungsreicher Weg, mit interessanten Ausblicken.
Kuriosität des Tages: Der Kinderkarten, hat eine alte Fliegerbombe als Glocke im Garten hängen. Gerade noch rechtzeitig, erreichen wir wieder unsere "Hütte". Der Regen kommt schnell und intensiv. Hält aber nicht lange an. Bis zum Abendbrot, ist es noch etwas hin. Die verbleibende Zeit, wird in lockerer Atmosphäre, mit Nichtigkeiten überbrückt.
Das Essen ist ausgezeichnet. Für den Abend steht entweder eine Vietnamdokumentation auf dem Laptop unseres Reiseleiters oder Kartenspielen auf dem Programm. Inzwischen haben wir die Regeln des Spiels, so langsam verstanden. Nur Gut, dass wir nicht um Geld spielen. Habe Heute nur wenig Glück. Über uns "schnarchen" schon die Ersten. Nach und nach, ziehen sich immer mehr in die oberer Etage zurück. Die Letzten, halten somit die Stellung (Bis zum Morgengrauen?).
Tag 18
"Mai Chau" - "Ninh Binh" (Trockene Halong-Bucht)So ein Frühstück, kann auch mal recht bescheiden sein. Durch die vielfältigen Buffets, in den diversen Hotels, sind wir aber inzwischen auch ganz schön verwöhnt. Satt wird aber anscheinend jeder. Kaffee gibt es zu genüge. Sachen zusammenpacken und auf zum Bus.
Die Strecke zur "Trockenen Halong Bucht" in "Ninh Binh", entpuppt sich im Allgemeinen, als die schlechtes in standgehaltende Straße des Landes. Ein Schlagloch nach dem Anderen. Erst kurz vor dem Ziel, ist der Asphalt wieder im 1A Zustand. Zum Mittag sind wir in "Ninh Binh". Also erst wird mal wieder was gegessen. Zur Abwechslung, gibt es für 120 Dong ein reichhaltiges Buffet.
Im Anschluss, steht eine Bootsfahrt auf dem Programm. Immer zu zweit, nehmen wir Platz. Unterumständen, wir die oder der Ruderer, noch von einer weiteren Person unterstützt. Zusätzlich übernimmt Sie auch die Aufgabe, dass ein oder mehrere Souvenir anzupreisen. Dummerweise kann man nicht weglaufen.
Auf dem seichten Fluss, sind so etliche Boote unterwegs (Mehrerer Hundert). Das Wetter könnte auch etwas besser sein. Immerhin Regnet es nicht. Die Landschaft hat so ihre Reize. Der Fluss schlängelt sich gemächlich durch die Felslandschaft dahin. Bei einigen größeren Felsen, hat sich dieser sogar hindurchgefressen. Der verbleibende Platz, reicht so gerade, um nicht mit dem Kopf, an die Decke zu stoßen. Teilweise sind die dunklen Passagen, ganz schön lang. Nach der dritten Durchfahrt, kommt der Wendepunkt. Die ganz hungrigen, können sich hier, auch direkt am Boot, mit Speisen und Getränken versorgen lassen. Dankend lehnen wir ab.
Wie schon auf dem Hinweg, unterstützen wir gelegentlich, die Mannschaft beim rudern. Nach ca. 90 Minuten, sind wir wieder am Ausgangspunkt angelangt. Große Trennung. Ein Teil der Gruppe, macht sich zu Fuß auf, um einen "naheliegenden" Tempel zu besichtigen.
Ich und eine weitere Person, mieten uns ein Fahrrad und erkunden damit die Gegend. Wobei wir im Gegensatz zu unseren Mitreisenden, auch nicht viel mehr zu sehen bekommen. Zusätzlich können wir allerdings noch, einen weiteren Tempel am Fluss ansteuern. Ohne Karte und nur mit relative wenig Zeit, bleiben unserer potenziellen Fähigkeiten, sehr beschränkt. Macht's nichts. War trotzdem recht nett. Um den besagten Tempel überhaupt zu erreichen, geht es mal wieder zu Fuß den Berg hinauf. Ein Teil des Weges, verläuft über viele Stufen, durch eine ziemlich dunklen Höhle.
Der Aufstieg ist eher unproblematisch. Auf den Rückweg, muss man sich Halt sehr vorsichtig vorwärts bewegen. Die ersten Treppenstufen und das dazugehörige Geländer, ist ohne Taschenlampe, gar nicht so leicht wiederzufinden. Kommen aber wohlbehalten unten an. Für uns geht es mit dem Fahrrad zurück, die Anderen werden vom Bus abgeholt. Die Glücklichen. Dafür bietet sich uns noch einmal die Möglichkeit, einen Abstecher über den Markt zu tätigen.
Auf so manchen Fisch haben sich "hunderte" von Fliegen niedergelassen. Mit einem Wedel, wird ab und zu, die ganze Bande aufgescheucht. Diese lassen sich Allerdings, sofort wieder an ihren angestanden Platz nieder. Danach fängt die ganze Prozedur von vorne an. Heute Abend, esse ich keinen Fisch. Wobei das Fleisch an der Straße, auch nicht wirklich besseren Bedienungen ausgesetzt ist.
Der Bus nimmt nun auch Uns noch auf. Die wenigen Kilometer in die Stadt, sind schnell zurückgelegt. Diese hat rein gar nichts zu bieten. Kurz einen Einkauf in einem der Geschäft und dann gleich wieder zurück. Gegessen wird direkt vor Ort. Alternativen scheint es nicht zu geben. Ganz schön voll hier. Alle anderen Hotelgäste, sind auf dieselbe Idee gekommen. Lieber was Einfaches und unkompliziertes bestellen. Also gebratene Nudel mit vegetarischer Beilage und natürlich ein kaltes Bier dazu. Nach dem obligatorischen Rausschmiss, geht es auch gleich auf Zimmer hinauf.
Tag 19
"Ninh Binh" - "Halong-Buch"Das Frühstück, bietet mal wieder ausreichend Abwechslung. Wir sind ja schließlich inzwischen nur das "Beste" gewöhnt und "Sehr" anspruchsvoll. Nachdem auch der Letzte seine Schlüssel abgegeben hat, kann es auch schon wieder auf die Piste gehen. Alle sind sehr auf das heutige Ziel gespannt. Für viele wahrscheinlich der heimliche "Höhepunkt" der Reise.
Hoffentlich spielt das Wetter mit und es regnet die nächsten zwei Tage nicht. Auch etwas weniger Dunst währe wünschenswert. Wie schon erwähnt, wir sind "Anspruchsvoll" und kennen keine "Kompromisse". Kurz vor dem Mittag, treffen wir im Hafen von "Ha Long" ein.
Ziemlicher Massenbetrieb hier. Sehr viele Gruppen, warten auf Ihre Einschiffung. Die Hafenbehörde hat viel zu tun. Uns wird erst einmal Mitgeteilt, dass eine Schlechtwetterfront vom Meer aufzieht und noch keine Entscheidung darüber gefallen wurde, ob wir auf den Boot übernachten dürfen. Alternative müssten wir in einer Unterkunft, auf einer der größeren Inseln übernachten. In ca. 30 Minuten, würde dann die endgültige Entscheidung von den Behörden fallen. Also mal warten und das Treiben beobachten.
Gute Nachrichten, fast jedenfalls. Man hat einen Kompromiss geschlossen. Wir dürfen auf dem Boot bleiben, müssen aber für die Nacht, an einer fest vorgeschrieben Stelle ankern. Somit müssen wir allerdings, das Programm etwas abkürzen. Entweder zur Insel mit Aussicht oder auf mit der Grotte. Die Mehrheit, will lieber die Aussicht genießen. Jetzt dauert es auch nicht mehr lange und wir dürfen an Bord.
Ein Schiff, löst sich aus dem Pulk der wartenden und steuert die Kaimauer an. Schnell klettern wir über eine Planke an Bord. Die nächste Gruppe wartet schon. Wie international üblich, müssen wir uns im Hafen, bei der Ein- uns Ausfahrten, unter Deck begeben. Eine gute Gelegenheit, die Zimmerverteilung durchzuführen. Auch das Mittagessen, steht noch aus. Ein mehrgängiges Menü wird aufgetischt. Schalentiere, Fisch und diverse andere Meeresfrüchte werden serviert. Aus Platzgründen, muss ich mir eine Kabine (Wie in der Ausschreibung angekündigt) mit einem Mitreisenden teilen. Kein Problem. Diese machen einen gemütlichen und sehr ordentlichen Eindruck. Auch eine Nasszelle gibt es.
Jetzt aber nichts wie hoch und aufs Oberdeck hinauf. Das erste Teilstück, führt noch über offene See. Bis zu den Inseln, ist es noch ein Stück. Gemächlich schiebt der Motor uns voran. Viele kleinerer Ausflugsboote, kommen bereits jetzt von ihrer Tour zurück. Links und rechts, fahren die anderen Schiffe. Gelegentlich werden wir auch überholt. Ein großes Geschäft wird hier umgesetzt. Mit etwas diesiger Sicht, fahren wir in die Inselwelt hinein. Ein ziemliches Gewirr. Ohne Karte und Navigation, sicherlich nicht einfach, hier wieder herauszufinden. Allerdings fahren wir auch nicht allzu tief hinein.
Die Aussichtsinsel ist noch gut besucht. Der Kapitän steuert deshalb das Schiff, auf einen kleinen Rundkurs. Gute Gelegenheit, noch ein paar weitere Inseln zu sehen. Beim nächsten Anlauf, sind inzwischen fast alle anderen Schiffe abgezogen. Wir machen uns auf den steilen Aufstieg hinauf. Nach ca. 400 Stufen, sind wir oben angelangt. Ein kleines Pavillon, bietet etwas Schutz vor dem Wetter. Nette Aussicht. Leider sehr diesig und die Weitsicht hält sich auch in Grenzen.
Viel schneller sind wir wieder unten und unser Boot, bring uns in gemächlicher Fahrt, zu unseren zugewiesenen Ankerplatz. Mit Einbruch der Dunkelheit, positionieren wir uns mitten zwischen die anderen Schiffe. Zwischenzeitlich hat die Crew, die Tische festlich für das Abendessen eingedeckt. Auch diesmal, gibt es eine ausgezeichnete Auswahl an Speisen auf den Tisch. Neben uns haben die "Russen", schon mal mit ihrer Party begonnen.
Bei uns geht es etwas gemütlicher zu. Zur Unterhaltung, schauen wir uns über das eingebaute Entertainment, noch ein paar Filme über Vietnam an. Lange können wir allerdings die Räumlichkeiten nicht nutzen, da die Mannschaft, hier ihr Nachtquartier aufschlagen will. Das Oberdeck, kann man leider von außen nicht erreichen. Also müssen wir alle frühzeitig ins Bett.
Tag 20
"Halong-Bucht" - "Hanoi"Ein ruhige Nacht. Vom Sturm war nichts zu spüren. Noch lange nach dem Frühstück, liegt unser Boot an seinem Ankerplatz. Fast alle anderen Boote, sind inzwischen aufgebrochen. Unser Kapitän, lässt sich viel Zeit. Irgendwann, geht es dann aber doch noch los. Auf ziemlich geraden Weg, bewegen wir uns in Richtung Hafen zurück.
Die unnötig verstrichene Zeit, hätte man besser für eine Extrarunde durch die Inselwelt nutzen sollen. Unser Weg, führt uns noch durch eins der schwimmenden Dörfer vorbei und auch die Insel mit der Grotte, passieren wir noch. Hier ist schon ziemlich viel Betrieb. Je nähe wir dem Hafen kommen, umso mehr Boote finden sind ein. Eine beachtliche Kolonne, stellt sich somit zusammen. Wieder Angekommen, heißt es zugig aussteigen und zum dem schon wartenden Bus hinüber zu gehen.
Den letzten Teil, auf der Weiterfahrt nach "Hanoi", legen wir auf der Autobahn zurück. In der Stadt selbst, herrscht mal wider ein scheinbares Chaos. Kommen aber zügig bei unserem schon bekannten Hotel an. Ich erhalte wieder dasselbe Zimmer und bis zum Abend ist noch etwas Zeit hin. Letzte Gelegenheit, um noch einmal etwas Geld abzuheben und ein paar kleine Einkäufe zu tätigen. Zum Essen, finden sich ein paar Leute zusammen und es geht zu einem der vielen Restaurants, in die Altstadt hinein. Auf dem Rückweg, kommen wir noch am Nachtmark vorbei.
Tag 21
"Hanoi"Ich bin anscheinend einer der Wenigen aus unserer Gruppe, der das Frühstücksangebot im Hotel nutzt. Ist mit umgerechnet 8 Dollar, auch deutlich teurerer als alles Bisherige. Pünktlich treffen diejenigen ein, die Heute noch einmal einen Ausflug zur "Parfümpagode" unternehmen wollen. Mit einem "kleinen" Bus, geht es am heutigen Feiertag durch die Stadt.
Die wenigen Fahrzeuge und Menschen auf der Straße, irritieren uns am Anfang etwas. Nach ein paar Minuten, ändert sich aber das Bild und der gewohnte Verkehr umgibt uns wieder. Gut das ich nicht vorne neben dem Fahrer sitze. Die Strecke führt über eine schmale Straße, mit reichlich Gegenverkehr. Was natürlich keine Grund ist, die vielen Motorroller und langsameren Autos / LKW in halsbrecherischer Weise, zu überholen. Erstaunlich das uns nichts passiert ist.
Bevor wir alle zusammen in einem Ruderboot Platz nehmen, steht noch eine kleine Kaffeepause auf dem Programm. Die Fahrt zur Pagode ist landschaftlich sehr reizvoll. Nur die gelegentlich mit einem Motor ausgestatteten Boote, stören beim vorbeifahren etwas. Nach ca. einer Stunde, erreichen wir unser erstes Zwischenziel. Alles aussteigen und rein in den Trubel. Das erste Stück, geht es gleich steil hinauf. Überall sind Verkaufsstände aufgebaut. Mit Lautsprechern, werden die potenziellen Interessenten angelockt.
Wir haben uns entschieden, den Berg zu Fuß zu erklimmen und für den Rückweg, dann die Seilbahn zu nutzen. Der gesamte Weg, ist ausgebaut und mit Stufen versehen worden. Auf der ganzen Strecke, wird man die diversen Stände nicht los. Alle Lücken wurden inzwischen Geschlossen und von geschäftstüchtigen Familien in Beschlag genommen. Irgendwann haben wir es dann doch geschafft. Das Plateau mit der oberen Seilbahnstation ist erreicht. Auch hier wurde alles dicht mit Ständen verbaut.
Eine Unzahl von Menschen ist auf dem Weg zur Grotte. Noch mal ein paar Stufen hinab und die vollständig verqualmte "Höhle" ist erreicht. Ich selbst spare mir die letzten Meter. Habe sowieso keine lange Hose an. Den meisten Touristen, stört dies aber nicht wirklich. Ich mache es mir "oben" gemütlich und warte, bis alle wieder zurück sind.
Bei der Seilbahnstation, müssen wir etwas warten, da gerade eine Betriebspause eingelegt wurde. Jeweils zu viert, passt man in eine Kabine. Der Bau wurde von einer österreichischen Firma durchgeführt. Hoffentlich wird die Wartung, auch gewissenhaft wahrgenommen. Jedenfalls kommen wir alle heile unten an. Von oben, kann man gut den von uns mühsam erklommenen Weg, als blaues Band im grünen "Dschungel" erkennen. Ohne große Pause, geht es mit dem Boot wieder zurück.
Inzwischen ist deutlich mehr Betrieb auf dem Fluss. Große Familienverbände, sind auf Ausflugstour. Die Sonne wird mit Regen- / Sonnenschirme nach Möglichkeit von einem ferngehalten. Unser südvietnamesischer Guide, ist mit dem Trinkgeld für unsere Ruderin etwas knauserig. Jedenfalls hört sich das Gespräch, zwischen Ihm und Ihr am Ende der Tour, nicht wirklich freundlich an. Einmischen wollen wir uns da aber lieber auch nicht.
Für den Rückweg, wählt unsere Busfahrer, eine etwas andere Streckenführung und somit kommen wir auf dem letzten Teilstück, wieder in Genuss der Autobahn. Kurz vor der Stadtgrenze, gibt es leider mal wieder einen Unfall zu passieren. Nur mühsam quält sich ein Rettungsfahrzeug durch den dichten Verkehr. Platz machen ist fast unmöglich. Zum Nachmittag, sind wir zurück beim Hotel.
Bis zum großen Abschiedsessen und anschließenden Besuch des Wasserpupentheater, ist aber noch etwas Zeit. Etwas frisch machen, wäre ja auch nicht so ganz verkehrt. Die letzte Garnitur habe ich mir extra dafür aufgehoben. Dem Anlass entsprechend, finden wir uns ein letztes Mal zum Essen zusammen. Wie immer Pünktlich. Bevor es los geht, müssen wir noch die beiden Trinkgeldumschläge präparieren. Für unsren lokalen Begleiter, wurde schon ein Teil aus der allgemeinen Trinkgeldkasse hineingetan. Jeder kann diesen noch nach belieben aufstocken. Bei unseren hauptamtlichen Reiseführer, fällt die Schätzung schon schwerer aus. Was will man da als angemessen festlegen. Also die letzten Reste zusammenkratzen und rein damit. Für eine neuen der heißgeliebten Buddhas, sollte es wohl reichen.
Das Restaurant hat unser Reiseführer ausgesucht. Mal wieder etwas für Insider. Wir lassen uns ein Menü für alle kommen und genießen die Speisen und die entsprechende Getränke dazu. Kurz bevor wir aufbrechen, kommt dann noch die offizielle Verabschiedung. Den Weg zum Flughafen, müssen wir morgen Nachmittag schon alleine antreten. Auch ein paar Wenige, fliegen Morgenfrüh, schon zu einem separaten Strandaufenthalt weiter.
Bis zum Theater, werden wir aber noch begleitet. Die Vorstellung ist sehr sehenswert. Alleine das Solo vom Streicher am Anfang ist hervorragend. Die Handlung kann man auch ohne Sprachkenntnisse leicht folgen. Nach ca. einer Stunde, ist diese leider schon wieder vorbei. Einzig das nervige Genblitze, der vielen Kameras, am Anfang der Show, ist sehr störend. Ob dies verhalten, auch inzwischen bei uns zu Hause im Theater so üblich ist?
In Anschluss bleibt noch genügen Zeit, um noch "irgendwo" etwas zu trinken. Wir entscheiden uns für die Dachterrasse eines naheliegenden Lokals. Gegen 23 Uhr werden wir darauf hingewiesen, dass jetzt geschlossen wird. Also Bezahlen und direkt zurück ins Hotel.
Tag 22
"Hanoi" - "Frankfurt"Ausschlafen. Erst um 16 Uhr ist die Abfahrt zum Flughafen. Viel Zeit, um noch einmal ein Rundgang durch die Stadt zu unternehmen. Aber erst mal in aller Ruhe frühstücken und anschießend die Tasche ordentlich packen. Bis 11 Uhr müssen wir die Zimmer räumen. Die Taschen können wir bei der Rezeption deponieren.
Meine Reisegenosse, sind schon früh aufgebrochen, damit sie noch ins Mausoleum von "Ho Chi Ming" dürfen. Dies ist nur Vormittags möglich. So ungefähr, schlage ich auch die Richtung ein. Das Botschaftenviertel macht an heutigen Sonn- und Feiertag (1. Mai sehr verlassenden Eindruck. Die meisten Fensterläden, der alten Kolonialbauten, sind geschlossen. Durch prächtige Alleen, geht es Richtung "Roter Platz" weiter. Nebenbei geht es einmal um die Zitadelle herum.
Schon von weiter ferne, kann man die lange Schlage der wartenden Menschen, vor dem Mausoleum sehen. Der direkt Weg, über den Rasen, auf großen Platz, ist vor dem schließen des Mausoleum nicht möglich. Wie alle Anderen auch, muss ich einmal um das Areal herumgehen. Das dazugehörige Museum, hat Heute leider geschlossen. Viele Menschen (auch Vietnamesen) sind hier zum Tagesausflug angereist. Teilweise auch mit dem Bus. Kurz bevor die letzten Besucher hineingehen, erreiche ich auch den Platz. Kurz danach, wird sofort mit dem Abbau des Sonnenschutzes begonnen. Nichts soll die Würde des Mausoleum unnötig stören. Die Wache formiert sich vor der Tür, dann wird diese feierlich geschlossen. Die vielen Aufpasser ziehen ab und man darf nun beliebig über den Platz spazieren.
Der weitere Weg, führt mich an den großen See der Stadt. Durch die Altstadt, geht es zurück. Mittagszeit. Ein Lokal ist schnell gefunden und das Geld reicht sogar auch noch. Irgendwie habe ich dass Gefühle, etwas vergessen zu haben. Komme momentan aber nicht drauf. Die letzten Dongs, gebe ich in einem Supermarkt, für etwas Reiseproviant aus. Insgesamt habe ich 8 Millionen Dong in 3 Wochen umgesetzt. Auf dem weiteren Weg, fällt mir dann endlich ein, überhaupt nicht bei der Sagenumwobenen "Ein-Säulen-Pagode" vorbei geschaut zu haben. Auch kann ich mich an den Besuch des "Literaturtempels" nicht erinnern. Ein unverzeihlicher Fehler. Vielleicht ergibt sich irgendwann, in ferner Zukunft, eine weitere Gelegenheit.
Im Hotel verbleibt noch etwas Zeit, bis zur Abfahrt. Pünktlich kommt der Bus, einladen und abfahren. Alles verläuft routiniert. Noch einmal durch die Stadt. Heute habe wir die beste Fernsicht der letzten drei Wochen. Klar zeichnen sich die Berge am Horizont ab. Schade, dies Wetterlage hätten wir öfter haben müssen.
Der Flughafen liegt (noch) etwas Außerhalb. Übersichtliches Terminal. Gepäck nach Frankfurt aufgeben und unsere beiden Bordingskarten in Empfang nehmen. Wir machen nämlich noch einen kleinen Umweg über "Saigon". Ein letzter Kaffee und dann durch den Securitycheck in die Wartehalle. Zur vorgegebenen Zeit, wird auf eine Verzögerung hingewiesen, diese wird allerdings nach ein paar Minuten wieder zurückgezogen und wir heben "fast" Pünktlich ab.
Der Flughafen in "Siagon" ist deutlich größer. Ist mir bei meiner ersten Ankunft, gar nicht so aufgefallen. Wir müssen aus den lokalen Terminal komplett raus und zu den nagelneuen internationalen Terminal hinüber laufen. Ein paar Treppen hinauf und die große Abflugshalle ist erreicht. Ohne Gepäck ist dies aber kein großes Problem. Mal wieder durch einen Securitycheck und man befindet sich in der lange erwarteten "Duty-Free" Zone.
Die verbleibende Zeit bis zum Abflug (23 Uhr), verstreicht recht schnell und die Maschine ist wieder fast bis auf den letzten Platz ausgebucht. Nach dem Abendessen (1 Uhr Morgens), versuche ich die "restliche" Nacht etwas zu schlafen. Klappt auch einigermaßen und kann somit bei unserer planmäßigen Ankunft, am Montagmorgen in Frankfurt, gleich durchstarten.
An der Zollkontrolle, ist durch den großen Andrang, fast kein Weiterkommen möglich. Das Flughafenpersonal, bemüht sich redlich, die Massen zu einem anderen Kontrollposten umzuleiten. Allerdings ohne großen Erfolg. Irgendwann habe ich mich in der gedachten "Reihe", bis zur gelben Warteline vorgekämpft. Die eigentliche Kontrolle ist eine Sache von Sekunden. Dann darf ich wieder in Europa einreisen.
Nach dem alle ihr Gepäck haben, steht noch eine feierliche Verabschiedung und letzte Umarmung an, danach geht jeder seinen Weg. Bis zur Abfahrt meines Zuges, ist noch genügend Zeit. Diese nutze ich, um in der DB-Lounge, gemütlich ein oder zwei Kaffees sowie die Zeitung, mit den aktuellen Geschehnissen aus aller Welt zu lesen. Die Heimfahren, erfolgt bei herrlichstem Wetter und mit bester Laune.
Ende
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