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Rubrik: Allgemein


(© join my trip)

Zu Besuch in Südfrankreich

Im Rahmen unserer Serie „Metropolen der Welt“ wollen wir euch heute einen Tipp für eine Städtereise geben, wobei ihr für Sonne und Meer im Dezember nicht so weit fliegen müsst: wir sind zu Besuch in Marseille. Wenn man mit dem Wetter Glück hat, kann man hier auch im Dezember relativ warme Temperaturen genießen. Wie immer an dieser Stelle, gibt’s zunächst ein paar Infos und einen kleinen geschichtlichen Überblick zu unserem Städtereisetipp.

Einige Infos über Marseille

Marseille ist die wichtigste französische und eine wichtige europäische Hafenstadt, die am Golfe du Lion im Mittelmeer liegt. Die knapp 860.000 Einwohner große Metropole ist die Hauptstadt des Départements Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Marseille ist die zweitgrößte Stadt Frankreichs und zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten in ganz Europa.

Kleine Geschichte von Marseille

Über die Gründung der Stadt gibt es eine spannende Legende. Diese besagt, dass ein griechischer Seefahrer, der die Mittelmeerküste erkundete, an dem Tag hier an Land ging, als der Keltenkönig Nann einen Ehemann für seine Tochter Gyptis suchte. Die junge Frau sollte einem der versammelten jungen Männern, den sie zu heiraten wünschte, einen Kelch reichen. Zur Überraschung aller ging dieser Kelch an den Anführer der Griechen, der auf den Namen Portis hörte, und schon wurde geheiratet. Gemeinsam gründeten dann Griechen und Kelten die Stadt Marseille.
Historisch entstand die Stadt, als im 7. Jahrhundert griechische Händler die Südküste Frankreichs aufsuchten, um mit ligurischen Stämmen Handel zu treiben. Da an der rauen Küste Landeplätze selten waren, legten die Griechen immer wieder in der geschützten Bucht des heutigen Marseille an und im Laufe der Zeit entstand hier eine kleine Siedlung mit einem Handelsstützpunkt, die man Massalia nannte. Rasch wurde die Polis zu einer der größten und reichsten griechischen Kolonien am Mittelmeer, deren Einfluss auch weit ins Hinterland reichte. Zudem diente Massalia als Ausgangpunkt für zahlreiche weitere Städtegründungen der Griechen in Frankreich und Spanien. Im Laufe der Jahrhunderte kam es immer wieder zu Konflikten mit gallischen Stämmen und 125 vor Christus riefen die Einwohner von Massalia römische Truppen gegen die Gallier zu Hilfe. Im Anschluss daran annektierte Rom das gesamte Gebiet des südlichen Galliens, wobei Massalia allerdings noch länger unabhängig blieb. Im Jahre 49. wurde die Stadt dann von niemand geringerem als Julius Cesar nach langer Belagerung erobert und die Stadt blieb bis zum Endes des Römischen Reiches ein Teil davon. Zu Beginn des 5. Jahrhunderts wurde am Südufer des Alten Hafens das Kloster Saint-Victor gegründet und 481 fiel die Stadt in die Hand der West- und 508 an die Ostgoten unter Theoderich dem Großen. Nur 28 Jahre später ging sie an die Franken und 879 an Niederburgund. Im 10. Jahrhundert zerstörten die Sarazenen Marseille, doch man baute sie gleich wieder auf, um im 13. Jahrhundert eine selbstständige Republik zu sein und im späten 15. Jahrhundert an Frankreich zu gehen. Beim Ausbruch der Pest 1720 und 1721 verlor die Stadt 50.000 Einwohner an den Schwarzen Tod. Die Bewohner Marseilles waren von jeher stolz auf ihre Unabhängigkeit und lehnten sich gerne gegen die französischen Könige auf. So entsandte die Stadt im Zuge der Revolution 1792 500 Freiwillige, die in den Straße von Paris die 1795 zur französischen Nationalhymne gemachten Marseillaise sangen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Marseille zum wichtigsten Hafen des Kaiserreiches und bedeutendsten Stützpunkt für die Kolonialisierung von Afrika und Indochina. Im Zweite Weltkrieg gehörte die Stadt nach der Kapitulation Frankreichs zur Zone libre und von 1942 bis 1944 besetzte die Wehrmacht Marseille. Auf Befehl von Heinrich Himmler sprengte die Waffen-SS 1943 große Teile der historischen Altstadt und 27.000 Einwohner wurden zwangsumgesiedelt. 1944 erklärte Adolf Hitler Marseille – wie zahlreiche andere wichtige Hafenstädte – zur Festung, doch am 28. August des gleichen Jahres kapitulierten die Deutschen Truppen gegenüber den Streitkräften des Freien Frankreich.

Notre Dame de la Garde und Vieux Port

Nach so viel Geschichte wollen wir mal schauen, was es in der Hafenstadt am Mittelmeer so alles zu entdecken gibt. Beginnen wollen wir unseren kleinen Rundgang mit einem der beiden Wahrzeichen der Stadt: der Notre-Dame de la Garde. Die Kathedrale befindet sich südlich des Zentrums und wurde von 1853 bis 1864 im neobyzantinischen Stil erbaut. An der Stelle stand bis dahin eine mittelalterliche Wallfahrtskapelle. Notre-Dame de la Garde steht auf einem 147 Meter hohen Kalksteinfelsen und man hat von der Aussichtsplattform der Kathedrale, die man im Volksmund „La Bonne Mère“ nennt, einen wunderbaren Blick auf Marseille.
Unsere nächste Station ist das Zentrum der Stadt: der alte Hafen „Vieux Port“. Hier gibt es am Quai des Belges einen berühmten Fischmarkt und auch die Börse der Stadt – das Palais de la Bourse – liegt hier. Die ersten Hafenanlagen der Stadt findet man beim Musée des Docks Romains, das um die Reste des antiken Hafens herum gebaut wurde. Vom alten Hafen aus legen die Schiffe zum legendären Château d’If und zur höchsten Klippe Europas – zum 15 Kilometer entfernten Cassis (Bouches-du-Rhône) – ab.

Im Quartier du Panier

Nördlich des Alten Hafens findet man das Quartier du Panier, das die Einwohner nur „Panier“ nennen. Das ist der Ort der ersten Besiedelung der Stadt. Hinter dem barocken Rathaus betritt man den alten Kern der Metropole und auf einem der beiden Hügel des antiken Marseille befanden sich die Windmühlen der Stadt. Die heutigen Häuser aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert wurden auf den Grundrissen der griechischen Häuser erbaut. Wo einst die griechische Agora –auf dem zweiten Hügel – stand gibt’s heute alte Bistros, wo es sich vorzüglich schlemmen lässt. Aufgrund der engen Gassen, sahen die deutschen Besatzer in dem Viertel eine Gefahr, und ließen 1924 Gebäude wie bereits erwähnt sprengen.

Das legendäre Château d’If

Die Festung und das ehemalige Gefängnis Château d’If liegt auf der Felseninsel Île d’If ungefähr eine Seemeile vor Marseille im Mittelmeer. Die Insel erlange erstmals Bekanntheit durch das erste Nashorn, das man jemals in Europa gesehen hatte und hier Station machte. Ein indischer König schenkte 1513 König Manuel I. von Portugal ein asiatisches Nashorn, der es Papst Leo X. weiterschenken wollte. Das Tier wurde von Lissabon nach Rom verschifft und legte einen Zwischenaufenthalt auf der Île d’If ein. Das Schiff zerschellte allerdings an den Klippen im Golf von Genua und der Papst bekam das Nashorn nur ausgestopft zu sehen.
Die Festung wurde vom französische König Franz I. 1515 in Auftrag gegeben, um die Stadt im Falle einer Invasion verteidigen zu können, doch die auf ihre Unabhängigkeit pochenden Einwohner leisteten Widerstand. 1524 versuchten Truppen von Karl V. Marseille zu belagern, konnten jedoch abgewehrt werden. Doch nun sah man, dass eine Festung an der Hafeneinfahrt wichtig war und man begann mit dem Bau. Die von den Stadtbewohnern nicht geliebte Festung nannten sie die „ungebetene Nachbarin“ und protestierten immer wieder gegen das Symbol der zentralen Macht Frankreichs. Aufgrund ihrer exportierten Lage machte man die Festung Mitte des 16. Jahrhunderts zu einem Gefängnis, aus dem es kein Entkommen zu geben schien. Staatsgefangene wurden hier im 17. Jahrhundert inhaftiert und auch zahlreiche Protestanten setzte man nach der Aufhebung des Edikts von Nantes im Château d’If gefangen. 1890 wurde die Festung öffentlich zugänglich und 1927 unter Denkmalschutz gestellt heute ist sie neben der Notre-Dame de la Garde das zweite Wahrzeichen der Stadt. Wenn man vom Château d’If spricht, darf man natürlich nicht den Grafen vom Monte Christo von Alexandre Dumas unerwähnt lassen, der zu einem großen Teil zur Berühmtheit der Festung und des Gefängnisses beitrug. Der aus Marseille stammende Titelheld war im Château d’If eingekerkert und ihm gelang die Flucht von der Insel, in deren Anschluss er seine Rache an seinen Widersachern in Angriff nahm.

Damit sind wir auch schon am Ende unseres Besuchs in Marseille und wir hoffen, wir haben euch die Stadt reisetechnisch schmackhaft gemacht. Und wenn ihr auf der Suche nach einer Begleitung für die Metropole am Mittelmeer seid, findet ihr diese bei uns unter Reisepartner Marseille.


(© join my trip)

Geschrieben am 15.12.2017 von Erich in Allgemein
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