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Gestern wurde eine deutsche Touristin im Grenzgebiet zwischen Niger und Mali Opfer einer Entführung. Sie war mit einer Gruppe von zwei Schweizern und einem Engländer unterwegs, die ebenfalls verschleppt wurden. Die Täter sind wahrscheinlich Tuareg-Rebellen.Â
Laut einer Aussage des Gouverneurs der betroffenen Provinz in Nordmali war die Reisegruppe auf dem Heimweg von dem Kulturfestival Andéramboukane im Norden Malis als ihre Autos unter Beschuss kamen. Ein Auto konnte flüchten, bei den anderen Autos wurde die Reifen zerstört und die Insassen verschleppt.
Das schweizer Außenministerium hat die Entführung offiziell bestätigt, während ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amtes erklärte, die deutsche Botschaft in Mali beschäftige sich intensiv mit dem Fall. Prinzipiell gibt das deutsche Auswärtige Amt keine Auskunft über Entführungen, um das Leben der Geiseln nicht zu gefährden.
Reisende in dieser Region sollten sich dringend über die Sicherheitslage vor Ort informieren. Das Auswärtige Amt hat für diese Region eine Reisewarnung veröffentlicht. Gefahr droht in dieser Region nicht nur durch islamische Terroristen sondern auch durch bewaffnete Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen Malis und Nigers mit Tuareg-Rebellen. Wie das BBC berichtet, kam es in letzter Zeit vermehrt zu Kämpfen in dieser Region (http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7846134.stm)
Weitere Infos:
- Teilreisewarnung für Mali:Â http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Mali/Sicherheitshinweise.html
- Sicherheitshinweise für Niger:Â http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Niger/Sicherheitshinweise.html
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