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Das CRM Centrum für Reisemedizin rät allen Tropenreisenden, sich jetzt besonders gut über das Malaria-Risiko in den jeweiligen Ländern zu informieren.
Gut informiert reisen
Aus dem südindischen Bundesstaat Karnataka werden zurzeit über 1000 Malariafälle gemeldet. Betroffen sind die Distrikte Bijapur, Bagalkot, Koppal, Chitradurga und Tumkur. Das CRM Centrum für Reisemedizin rät Reisenden zur einer qualifizierten reisemedizinischen Beratung und Gesundheitsvorsorge. “Auch erfahrene Reisende sollten sich jeweils aktuell über das Malariarisiko informieren bevor sie in die Tropen aufbrechen”, sagt der Wissenschaftliche Leiter PD Dr. Tomas Jelinek. Denn neueste Studien zeigen, dass sich in diesem Bereich laufend Veränderungen vollziehen.
Wärmeres Klima – höheres Risiko
Beispielsweise galt noch bis vor kurzem die Regel, dass Malaria-Infektionen in Höhenlagen über 1.800 Meter ausgeschlossen werden können. Inzwischen treten jedoch auch dort vermehrt Erkrankungen auf. Als Ursache gilt der Anstieg der Durchschnittstemperaturen um 2°C seit 1990. Das wärmere Klima begünstig die Vermehrung der Anopheles-Mücken, die den Malaria-Erreger mit ihrem Stich auf Menschen übertragen können. Diese Entwicklung wurde bisher nicht nur in Regionen Indiens nachgewiesen, sondern auch in Tansania am Kilimandscharo, in Uganda und Äthiopien.
Weitere Ursachen
Als weitere Ursachen für die Ausbreitung der Malaria in bisher nicht oder nur weniger stark betroffenen Gegenden gelten die verstärkte Mobilität der einheimischen Bevölkerung, die zunehmenden Resistenzen der Malaria-Erreger gegen die Medikamente sowie die Veränderung der Landnutzung und Bewässerungssysteme.
Je nachdem wie hoch das Malaria-Risiko für die jeweilige Reiseregion bewertet wird, empfehlen Ärzte neben dem Schutz vor Mückenstichen – durch Kleidung, Repellents und Moskitonetz über dem Bett – eine Prophylaxe durch
Medikamente.



