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Rubrik: Städtereisen


(© join my trip)

In unserer Reihe „Metropolen der Welt“ wollen wir euch heute die wohl geheimnisvollste Stadt auf dem afrikanischen Kontinent vorstellen: Timbuktu. Bevor wir uns umschauen wollen, was es hier so alles Spannendes zu entdecken gibt, präsentieren wir euch ein paar Fakten und einen kleinen geschichtlichen Überblick der Stadt.

Facts über Timbuktu

Timbuktu ist eine Oasenstadt in Mali und es leben etwas mehr als 50.000 Menschen hier. Der Name soll angeblich „Brunnen der Buktu“ bedeuten. Der Legende nach war Buktu eine Sklavin, die den Auftrag bekam, eine Ziegenherde der Tuareg hier an einem Brunnen zu bewachen. Eine andere Deutung des Namens lautet „Frau mit großem Bauchnabel“. Aber auch eine Herleitung aus dem Altberberischen, das den Namen mit „weit entfernt“ oder „versteckt“ übersetzt, ist eine Möglichkeit der Übersetzung.
Die Stadt liegt am Südrand der Sahara und sie kämpft seit jeher mit der Ausbreitung der größten Wüste der Welt. Timbuktu befindet sich etwa fünf Kilometer nördlich des Nigers und war früher durch einen Kanal mit dem Fluss verbunden. Seit Jahrhunderten ist die Stadt das Zentrum des Transsaharahandels. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen ungefähr 400 Karawanen pro Jahr durch die Stadt und doch ist es bis heute schwierig, Timbuktu – abgesehen aus der Luft – zu erreichen. Per Schiff gelangt man nur hierher, wenn es der Wasserstand des Nigers erlaubt und die wenigen Straßen versanden immer wieder. Durch die Sahara von Norden her ziehen nur die seltenen Salzkarawanen der Tuareg und wagemutige Abenteurer in die Stadt. Allerdings gibt es mittlerweile einen Flughafen, der es erlaubt, hier auch Urlaub zu machen.

Kleine Geschichte von Timbuktu

Der erste Europäer, der nach Timbuktu gelangte und die Geschichte der Stadt erforschte, war 1853 Heinrich Barth. Man nimmt an, dass Timbuktu im 11. Jahrhundert von nomadisierenden Massufa-Tuareg an einer Wasserstelle am nahen Nigerbogen gegründet wurde. Die Ursprünge werden aber bereits 500 vor Christus vermutet, wie Ausgrabungen der Vorläuferstadt Tombouze zehn Kilometer südlich zeigen. Nach dem 11. Jahrhundert entwickelte sich Timbuktu rasch zu einem florierenden Handelszentrum an der bedeutenden Karawanenstraße von Ghana in Westafrika nach Ägypten. Nachdem südalgerische Händler den Islam nach Timbuktu in die Stadt gebracht hatten, erlebte die Stadt im 14. und 15. Jahrhundert seine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Seit dem 13. Jahrhundert gehörte die Niederlassung zum Malireich und hatte schon zu Beginn des 14. Jahrhunderts 10.000 bis 15.000 Einwohner. Berits zu dieser Zeit hat man in Europa von der Stadt gehört und sie erschien auf den Portolanen, den katalanischen, beziehungsweise mallorquinischen Weltkarten als Residenzstadt „Ciutat de Melli“ des „Rex Melli“, dem König von Melli. Dieser legendäre König ist auf der berühmten Karte des Abraham Cresques von 1375 mit einem Goldklumpen verewigt. Das historische Vorbild für den Herrscher ist Mansa Musa, der schwarze Sultan von Mali, der 1324 angeblich eine Pilgerfahrt mit 60.000 Bediensteten unternahm. Der Legende nach habe er dabei zwei Tonnen Gold mit sich geführt und diese großzügig in Ägypten verteilt. Damit wurde der Ruf der sagenhaft reichen Stadt am Rande der Wüste stark befeuert. Nach der Rückkehr gab Mansa Musa einem muslimischen andalusischen Architekten den Auftrag zum Bau der Lehmmoscheen von Djinger-ber-Moschee und einer Residenz, von denen wir noch hören werden.
Im 16. Jahrhundert gehörte Timbuktu zum Reich der Songhai und galt als sehr reiche Stadt. 1468 hatte der Songhai-Herrscher Sonni Ali die Stadt erobert und viele intellektuelle Muslime hinrichten lassen, weil sie loyal zum Mali-Reich standen. Die Hauptquelle des Reichtums war der Handel mit dem weißen Gold Salz und mit Sklaven. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Timbuktu zum Zentrum des islamischen Geisteslebens im Weste von Afrika. Es gab hier eine Madrasa, die in etwa eine mittelalterliche Universität war, und mehrere Koranschulen. Im Jahre 1591 eroberten die Marokkaner die Stadt und beendeten die Herrschaft der Songhai. Einer der wichtigsten frühen Quellen über die Stadt stellt der Reisebericht des Leo Africanus aus dem 16. Jahrhundert dar. Er war angeblich im Auftrag des marokkanischen Sultans zwischen 1510 und 1512 in Timbuktu. Später gelange er als Gefangener nach Italien und erzählte vom Sudan und insbesondere von Timbuktu. Allerdings wurde das 1550 gedruckte Manuskript vom Herausgeber durch phantasiereiche Übertreibungen ergänzt und heizte die Gerüchte über die geheimnisvolle Stadt weiter an.
Im Jahre 1828 endete die Herrschaft der Marokkaner über Timbuktu, die den andauernden Angriffen der Tuareg nicht mehr standhalten konnten. In weiterer Folge verlor die Stadt auch als Handelszentrum an Bedeutung, da man dem Atlantikhandel gegenüber dem Transsaharahandel beim Transport des westafrikanischen Goldes den Vorzug gab. Danach stand die Stadt unter der Oberhoheit des Fulbe-Kalifats von Massina. Im Jahre 1865 gewannen die Tuareg wieder die Macht über die Handelsstadt, die durch die Franzosen 1893 abgelöst wurden. Bis in die 1920er Jahr erfolgten Überfälle der Tuareg auf französische Stellungen bevor die Nomaden endgültig niedergeworfen wurden. Timbuktu versank daraufhin in der Bedeutungslosigkeit und Europäer und Amerikaner kamen nur selten hierher. 1960 wurde Mali von den Franzosen in die Unabhängigkeit entlassen und Timbuktu war ein Teil davon. In weiterer Folge gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den nomadischen Tuareg und der malischen Staatsmacht, die in den 1990ern in einem Tuaregaufstand gipfelten. 1996 wurde die Rebellion mit einem Friedensschluss beendet. Doch 2012 eroberten die Tuareg Timbuktu und es kam zu großen Zerstörungen in der Stadt durch Islamisten. Zu Beginn 2013 konnten französische und malische Truppen die Stadt zurückgewinnen, konnten aber nicht verhindern, dass die Islamisten eine wichtige Bibliothek mit vielen Handschriften in Brand steckten.

Welterbe Timbuktu

Nach so viel Geschichte schauen wir mal, was es hier zu entdecken gibt. 1988 wurden die drei das Stadtbild prägenden Moscheen sowie 16 Friedhöfe und Mausoleen UNESCO-Welterbe erklärt. Doch schon 1990 kamen die Stätten auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes, da sie zu verfallen drohten. Nach umfangreichen Renovierungen wurden die Stätten 2005 wieder von Roten Listen gestrichen.
Die drei großen Moscheen sind eindeutig das Highlight der Stadt. Es handelt sich dabei um Lehmmoscheen, die im 14. und 15. Jahrhundert erbaut wurden. Sie gehören zu den prächtigsten Beispielen der afrikanischen Lehmarchitektur. Man vermutet, dass der bereits erwähnte Mansa Musa mit seinem sagenhaften Reichtum nach seiner Mekkarückkehr die Djinger(e)-ber-Moschee und die Sankóre-Moschee errichten ließ.
Weitere besuchenswerte Stätten sind das Mausoleum des Scheichs Abul Kassim Attouaty aus dem 16. Jahrhunderts und die Gräber Gelehrten Sidi Mahmoudou und des Restaurators der Moscheen QÄdÄ Al Aqib.

Timbuktu als Synonym für entlegene Orte

Jahrhundertlange hatte Timbuktu den legendären Rufs, eines Ortes, des weit weg und nahezu unerreichbar ist. In Europa wurde der Name „Timbuktu“ zum Synonym für einen weit entlegenen Ort, von dem man nicht einmal glaubte, dass er existiert. Nicht umsonst macht sich in den Comics Donald Duck- oft auf nach Timbuktu, um eine Strafe zu entgehen oder sich zu verstecken. Inspiriert wurde dies vielleicht von einem Schild, das in Zagora im Süden von Marokko nach Timbuktu weißt und dort eine Touristenattraktion darstellt.

Aktivitäten in und um Timbuktu

Viele Touris, vor allem aus den USA, kommen oft nur für einen Tag nach Timbuktu. Sie wollen zumeist weiter in die Sahara und die alten Tuareg-Routen erkunden. Ein echtes Abenteuer ist auch eine Fahrt auf dem Niger, der nur fünf Kilometer von der Stadt entfernt vorbeifließt. Kameltrekking in die nahen Dünen der Wüste gehören ebenfalls zu den beliebten Aktivitäten. Vor allem im Norden der Stadt ist ein Sonnenuntergang stets ein sehr romantisches Erlebnis. Die Nacht kann man dabei in einem Tuareg-Camp verbringen. Eine Wüstentrekk über sieben Tage in das 260 Kilometer entfernte Arouane ist da schon eine größere Unternehmung. Die Stadt ist eine traditionelle Station auf dem alten Salzkarawanenweg und auch Zwischenhalt für die nördlichen Mali-Touren mit den Geländewagen bekannt.

Damit sind wir auch am Ende unseres Trips in Oasenstadt Timbuktu angekommen und hoffen, ihr seid ein wenig Neugierig auf die „Perle der Wüste“ geworden. Und wenn ihr auf der Suche nach einer Begleitung für eine Reise nach Afrika seid, finden ihr diese bei uns unter Reisepartner Mali.


(© join my trip)

Geschrieben am 01.09.2017 von Erich in Städtereisen
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