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Reisebericht: Alaska 2012 (Teil 1)

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step2treveler

ein Reiseführer

aus Ulm

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fussgängerin: 5 Sterne


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Tag 1

"Frankfurt" - "Anchorage"

Da der Abflug nach Anchorage zur frühen Mittagszeit ansteht, bin vorsichtshalber schon am gestrigen Abend mit der Bahn angereist. Nach der aktuellen Außentemperatur, dürfte dies eins der heißesten August Wochenenden in Deutschland werden. Gut dass hier in "Frankfurt" alles schön klimatisiert ist.

Die neue "pfandpflichtige" Gepäckwagenregelung am "Fraport" ist eine Katastrophe. Erst einmal Kleingeld zusammensuchen oder die VISA-Karte zücken. Dann kann man den Bahnsteig nur noch über den Fahrstuhl verlassen. Vor der Rolltreppe wurden zusätzlich Barrieren errichtet. Glücklicherweise sind hier die Fahrstühle noch sehr geräumig und mehrere Personen können gleichzeitig hinauffahren. Das ist auf der anderen Seite, in der Empfangshalle, dann nicht mehr der Fall. Eine abgestellte Mitarbeiterin vom "Fraport", dirigiert alle Gepäckwagen auf die rechte Seite hinüber. Vor dem kleinen Fahrstuhl, hat sich schon eine lange Schlange gebildet. Die ganz frustrierten, versuchen es mit oder ohne Wagen über die Rolltreppe. Leute mit kleinem Gepäck oder Trolly, kommen allerdings kaum mehr zu dieser durch. Da sollte sich mal einer eine praktikablere Lösung ausdenken.

An der Passkontrolle, hat sich mal wieder die übliche Wochenendeschlange gebildet. Es geht aber ausnahmsweise relative zügig voran. Einen Securitycheck gibt es erst einmal nicht. Am Ende der Halle, direkt vor dem Gate, muss man dann aber durch. Ca. 1 Stunde bevor das Bording beginnen soll, erscheint das dafür notwendige Personal.

Für das Bording müssen alle den Wartebereich noch einmal verlassen. Gewissenhaft wird dann der Bordingpass kontrolliert. Auch hier erfolgt wie schon beim Checkin des Gepäcks, keine Kontrolle des ESTA-Antrages mehr. Vor zwei Jahren, wurde das alles noch extensive mehrfach nachgefragt und geprüft. Scheint sich inzwischen eingespielt zu haben. Auch steht hier inzwischen kein separates US-Personal mehr. Der entscheidende Unterschied liegt vielleicht auch darin, dass ich direkt mit einer deutschen Fluggeselschaft nach "Anchorage" fliege. Schien mir die "günstigste" (Zeit / Preis) Variante zu sein. Nur 9 ½ Stunden bis zum Ziel.

Pünktlich geht es mit mehreren Busen, zu der wartenden Maschine hinüber. Vorne und hinten geht es die Stufen zur Boing 767-300 hinauf. Für den Hinflug, habe ich noch sehr günstig einen Premium-Economy Platz bekommen. Ein klein wenig mehr Platz und Besteck aus echtem Edelstahl. Was für ein Luxus. Nach diversen Getränken und einem Mittagessen, ist erst einmal vorschlafen angesagt. Eine Zeitverschiebung von 10 Stunden, ist schon eine gewaltige Herausforderung.

Kurz vor der Landung, gibt es nicht nur ein kleines Frühstück, sondern auch einen phantastischen Blick auf den Gipfel des "Mt. McKinley". Dieser ragt noch sehr beachtlich über den Wolken hervor. Kurz darauf setzen wir auch schon auf der Landebahn auf. Bisher alles perfekt und zur vollsten Zufriedenheit gelaufen. Mal sehen was die US-Einwanderungsbehörde noch so sagt.

Da ich sehr weit vorne sitze und aus meinem letzen USA-Besuch ja was gelernt habe, geht es nach dem Verlassen der Maschine (Diesmal direkt über das Gate), sofort weiter in Richtung Immigration. Sind die Ersten heute oder was wahrscheinlicher ist, überhaupt die einzige ausländische Maschine die hier ankommt. Mir ist jedenfalls keine Andere nicht amerikanische Fluggesellschaft bekannt, die "Anchorage" direkt anfliegt. Was wiederum bedeutet, dass die Rechner für Pass, Finger und Fotokontrolle noch nicht hochgefahren wurden und wie sich zeigt, dies auch nicht so richtig wollen. Nach einer längeren Wartezeit, sind die Schalter aber dann doch noch startklar. Erstaunlich schnell und massive parallel, werden dann die einzelnen Personen abgefertigt. Inzwischen haben sich die strengen Einreisekontrollen, wohl bei den Beamten sowie den "Urlaubern" eingespielt. Auch ich darf nach ein paar Standardfragen, in die USA einreisen. Was man nicht als selbstverständlich ansehen sollte. Auf der Rückreise haben wir einen abgewiesenen Tourist, wieder mit nach Hause nehmen müssen.





Das gesamt Gepäck ist auch angekommen. Einen Kofferwagen gibt es sogar umsonst. Die Mietwagenfirmen liegen alle im Ablugterminal. Zu Fuß (5 - 10 Minuten) oder mit dem Shuttelbus. Dann nur noch durch einen kleinen Tunnel und das erste Ziel ist erreicht. Keine große Wartezeit. Die Anderen stehen alle bei der Konkurrenz. Die Formalitäten sind schnell erledigt. Ein Upgrade oder eine Tankfüllung will ich nicht. Leider habe ich diesmal ein "weißes" Auto bekommen. Für eine Campingurlaub in Alaska, nicht die beste "Wahl". "Offroad" darf ich sowieso nicht fahren. Ein sehr extrem großes Schild am Schalter, hat darauf noch einmal explizit hingewiesen. Kann man eigentlich nicht übersehen.

Frisch mit den ersten Dollarnoten vom Automaten bestückt, suche ich im Parkhaus nach meinem Wagen. Meine zweite Heimat, für die nächsten 3 Wochen. Ganz hinten und zwischen den großen Trucks kaum zu erkennen, findet sich mein kleiner "Toyota Corolla".

Nur noch kurz die Schuhe wechseln und die Sonnenbrille raussuchen, sowie eine allgemeiner Rundumcheck des Autos und dann kann es eigentlich auch schon los gehen. Mein erstes Ziel der Reise, liegt auf der anderen Seite der Stadt. Ein kleiner Park mit einem städtischen Campingplatz darin. Nicht die erste Wahl, aber noch sehr stadtnah und schnell über den Highway zu erreichen. So langsam kommen die ersten Ermüdungserscheinigung hervor. Die Konzentration ist auch nicht mehr die Beste.

Der Platz macht schon einen etwas trostlosen Eindruck. Ist aber nach dem typischen Schema mit Feuerstelle und Tisch ausgestattet. Die einzelnen Stellplätze, liegen teilweise im Wald. Der hier noch sehr breiten "Highway No. 1", kann man allerdings noch gedämpft hören. Wenig los. Man kann schon die Nachsaison fühlen.

Zelt aufstellen und bei der Rezeption bezahlen. Was jetzt? Es ist noch sehr früher Nachmittag, noch nicht einmal Kaffeezeit. Habe allerdings auch noch keinen. Da Morgen Sonntag ist und die Geschäfte etwas später als üblich aufmachen, sollte ich vielleicht meine Einkäufe doch schon heute erledigen. Diverse Einkaufszentren habe ich links und recht der Straße schon gesehen. Beim Ersten gibt es fast nur Klamotten und Spezialgeschäfte und kaum Lebensmittel. Ein paar kleine Basics. Hauptsache haltbare Sachen sowie die obligatorische Kühltasche (25 $) und zwei Campinggaskartuschen (6 $). Alles zusammen fast 100 Dollar. Ein bisschen Obst und Gemüses, währen aber auch nicht schlecht. Also weiter zum nächsten Center. Die Hälfte der Gebäude, ist nicht belegt. Entweder ist dies erst gerade fertig geworden oder befindet sich schon wieder in der Auflösung. Also noch einmal weiter. Diesmal habe ich mehr Glück. Der ultimative Supermarkt, mit allem was man sich so wünschen kann. Stolze 70 Dollar zahle ich für den "Rest". Dürfte aber auch für die nächsten 21 Tage reichen. Ein frischer Apfel oder so, währe aber gelegentlich nicht zu verachten.

Zurück am Platz, gibt es erstmal einen Kaffee und ein paar Kekse. Ist jetzt gerade mal 16 Uhr. Ein kleines Päuschen, kann ich nicht mehr länger raus schieben. "Kurz" hinlegen. Nach 2 Stunden, geht es mir wieder ein bisschen besser. Zeit um den Park zu erkunden. Diverse Wege führen durchs Unterholz. Nichts Spannendes. Schnell hat man die einzelnen Grenzen erreicht. Vor dem Campground liegt eine Picknickwiese mit Fußballplatz. Hier haben sich so einige Familien zum Abendessen unter freien Himmel eingefunden. An diversen Tischen, wird fleißig gekocht. Meistens scheint es sich um asiatische Küche zu handeln. Bis 20 Uhr kann ich mich noch wach halten. Dann geht es "endlich" schlafen.



Tag 2

"Anchorage" - "Palmer"

Habe die erste Nacht fast durchgeschlafen, nur kurz mal aufgewacht. Hoffe auf eine schnelle Zeitanpassung. Die Sonne hält sich noch deutlich zurück. Frisch ist es auch. Das Frühstück ist schnell zubereitet und somit kann ich in Ruhe, mein erstes Etappenziel planen. Habe es nicht allzu weit. Nachdem ich das Zelt abgebaut habe, geht es auch schon los.

Nach einer kurzen Fahrt auf dem "Highway 1" Richtung Norden, sowie einer kleine Nebenstraße, bin ich schon im "Palmer" angekommen. Hatte allerdings auch schon fast einen Zusammenstoß mit einem Elch. Dieser hatte glücklicherweise schon die Straße überquert. Am Straßenrand stehend, interessiert ihn jetzt nur noch das frische Gras.

Die Weiterfahrt zur "Independence Mine", ist gar nicht so einfach. Biege etwas zu früh ab und verpasse somit die direkte Zufahrt. Nach ein paar Versuchen und einer schönen alternative Route, habe ich den "State Historical Park", dann aber auch schlussendlich doch noch erreicht. Der kleine Abstecher, lohnt sich auf jeden Fall. Die Mine liegt in Mitten der Berge. Kalt und etwas düster ist es geworden. Auch muss es hier erst vor kurzer Zeit geregnet haben. Die anfallenden Gebühren muss man wie üblich passend und selbständig in einem der bereitliegenden Kuverts an der Zahlstation hinterlegen.

Noch ist am Sonntagmorgen wenig los. In diesem Gebiet gibt es einige Wanderwege. Auf der Hinfahrt, bin ich an diversen Parkplätzen vorbeigekommen. Mich interessiert jetzt aber erst einmal die Mine. Die verschiedenen Gebäude sind über einen Rundweg miteinander verbunden. Einige wurde renoviert. Viel ist aber bereits verfallen und wurde bewusst so gelassen. Eine Vielzahl von Informationsschildern, gibt Auskunft über Arbeit und Leben in diesem kargen Landstrich. Nur das "Gold" hat die Menschen hier her gelockt. Im Hauptgebäude, kann man noch einige weiter Informationen einsehen. Der Rundgang führt an so manschen interessanten Detail vorbei.





Das Wetter bleibt trocken und ich fahre bis zum nächsten Wanderparkplatz zurück. Von hier aus führt ein gut ausgebauter Weg, entlang eines kleinen Fluss in ein Tal hinein. Der ganze Weg (9 Meilen), ist mir etwas zu viel. Deshalb setze ich mir einen Umkehrpunkt auf dem ersten Drittel des Weges.

Am ersten Tag im Alaska, erwartet man noch hinter jeder Biegung eine Überraschung. Außer einer Maus, gibt es aber nicht viel zu sehen. Zurück beim Parkplatz, fängt es stärker an zu regnen. Es hat sich dicht zugezogen. Das Tal kann man zwischen den Wolken, nicht mehr ausmachen. Erstmal zurück und dann sehen, wie es weiter gehen soll. Je tiefer ich komme, umso mehr lässt der Regen nach. In "Palmer" sind die Straßen bereits trocken und etwas blauer Himmel ist auch schon erkennbar. Also mal nach einer geeigneten Übernachtungsmöglichkeit suchen.

An einer der Ortszufahrten werde ich fündig. Der etwas abseits gelegenen Campground, macht einen sehr gepflegten Eindruck. Auch hier habe ich freie Platzwahl und entrichte den fälligen Betrag, über die obligatorische Zahlstation. Der Platz ist in einem oberen Teil für die ganz großen Camper, sowie einem unteren Teil für Zelte und Co aufgeteilt. Etwas feucht hier unter. Um den Platz herum, gibt es viele kleine Tümpel. Dichtes Buschwerk umgibt einen. Bis zum Fluss ist es nicht weit. Habe bis jetzt aber noch nicht so "viele" Mücken gesehen. Meinen Köchel habe die aber schon gefunden. Das "Einheimische" Mückenzeug scheint aber so langsam zu wirken.

Durch den frühzeitigen Abbruch meiner kleinen Wandertour, verbleibt noch genügend Zeit für Kaffee und einem ausgedehnten Spaziergang durch die naheliegenden Vororte von "Palmer". Ein Abstecher zum Fluss ist auch noch drin.

Zum Abend hin, finden sich noch ein paar weitere Camper ein. Muss somit nicht ganz "allein" im dunklen Wald übernachten. Das "Erste" Abendessen hat noch viele frische Komponenten. Habe aber das Gefühl, das sich dies schon bald ändern wird. Kurz nach dem Abendbrot fängt es an zu regnen.



Tag 3

"Palmer" - "Glennallen"

Es regnet immer noch etwas. Für ein Frühstück unter dem freien Himmel, ist es definitive zu feucht. Glücklicherweise sind die Picknickplätze im oberen Teil des Platzes, mit großzügigen Überdachungen ausgestattet. Also Zelt auf den Rücken und zum trocknen die paar Meter rübergetragen. Das Auto noch nachholen und einem gemütlichen Mal am Morgen, steht nichts mehr im Wege. Durch den leichten Wind trocknet das Zelt notdürftig ab und kann im Kofferraum verstaut werden.

Passend zur Weiterfahrt auf dem "Glenn Highway", lockert es ein wenig auf. Der Straßenverlauf ist sehr ansprechend und der Verkehr auf der Straße minimal. Alle paar Meilen kommt ein Hinweisschild auf einen "Scenic-View", mit entsprechendem Parkplatzangebot. Ein direktes halten an der Straße, ist somit fast nie notwendig. Auf halber Strecke in Richtung "Glennallen", kann man schon den ersten Gletscher sehen. Dieser läuft bis zwischen die im Tal liegenden Bäume hinein.

So etwa zwischen der Zufahrt zum "Lake Louise" und der Kreuzung von "Glennallen", liegt der sehr schöne private "Tolsona Wilderness Campground". Nach ca. ¾ Meile ist der Platz über eine kleine Nebenstraße erreicht. Die freundliche älterer Damen hinter den Tressen, gibt gerne Ratschläge zur freien Platzwahl sowie möglichen Aktivitäten. Ich entscheide mich für einen etwas abseits gelegenen Platz, direkt an einem "kleinen" Bach.





Das Wetter ist akzeptabel, aber nicht ganz optimal. Als Erstes geht es zu dem etwa in einer Meile entfernten Schlammloch ("Mud Springs") hinauf. Ein kleines bleibsel des großen Erdbebens von 1964. Der Anfangs noch steile Weg, verläuft durch eine sehr moorige Landschaft. Provisorische Bretter dienen auf dem schmalen Pfaden, für notdürftig trockenes Schuhwerk. Der kleine Krater ist nicht so wirklich spektakulär und eine richtige Fernsicht hat man von hier oben leider auch nicht. Allerdings bietet das umliegende Ökosystem, doch so einiges an interessanten Pflanzen und Insekten.

Relative frühzeitig bin ich wieder zurück Als nächstes entscheide ich mich für eine Fahrt zum "naheliegenden" "Lake Louise". Erst etwas entlang der Hauptstraße und dann über die befestigte Stichstraße, die ca. 30 Meilen bis zum See hinauf. Der sehr große See, liegt auf einer Hochebenen. Nur kleine Erhebungen zeichnen sich am Horizont ab. Die Straße endet abrupt an einer Fuhrt zwischen zwei Seeteilen. Dahinter führt die nun unbefestigte Straße den Berg hinauf. An den Ufern des Sees, kann man eine Vielzahl von Sommerhäusern ausmachen. Öffentliche Einrichtungen gibt es hier keine. Nur ein kleiner Parkplatz, markiert das Ende dieser Straße.

Ein bisschen die Füße vertreten und ein wenig lesen. Sonst liegt nichts an. Im Verlauf der Zeit, kommt der Regen wieder auf. Zum Nachmittag geht es dann wieder zurück. Kurz vor erreichen des Campingplatzes, klart es noch komplett auf. Blauer Himmel und viel Sonnenschein setzen sich durch. Diese hält auch Glücklicherweise, für den Rest des Tages an. Bei einem gemütlichen und "abwechslungsreichen" Abendessen, neigt sich der Tag dem Ende zu.



Tag 4

"Glennallen" - "Valdez"

Das Wetter hat sich gehalten. Noch ist es allerdings etwas nebelig, aber sicherlich nichts Ungewöhnliches am frühen Morgen. Gemächlicher Aufbruch. Das endgültige Ziel des Tages, steht noch nicht so ganz fest. Entweder nach "Valdez" oder in Richtung "McCarthy Road". Mal sehen.

Zurück auf der Hauptstraße, geht es eine kleine Anhöhe hinauf. Oben angekommen bietet sich mir ein grandioser Blick, auf den direkt vor einem liegenden "Mt. Drum" (3.661 Meter). Die Straße verläuft schnurgerade die Eben hinab und genau mittig an dessen Ende, steht der massive Vulkan. Leichte Nebelschwaden heben sich vor dem Berg ab. Fix die Kamera noch aus dem Auto herausholen, den der Nebel steigen immer schneller in Richtung Gipfel hinauf. Leider ist es noch sehr frisch hier draußen, das Objektiv beschlägt sofort. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Schaffe es aber noch so Gerade ein paar Fotos abzulichten.

Die wenigen Kilometer bis nach "Glennallen" hinein, sind schnell zurückgelegt. Links von der Straße stehen einige Wohncontainer und diverse andere Gebäude. An der Kreuzung gibt es die ersehnte Tankstelle. Das war es aber auch schon. Ein ganzer Ort aus Nichts. Neben der Tankstelle, gibt es noch ein kleines Touristenbüro. Leider aber noch geschlossen. Mal in der Tankstelle, nach der Agentur für den Shuttelbus über die "McCarthy Road" nachfragen. Kontaktaufnahme nur telefonisch möglich. Sollte bei bedarf kein Problem darstellen.

Also erst einmal in südlicher Richtung nach "Valdez" weiter. Erreiche auch kurz darauf schon den "virtuellen" Parkeingang zum "Wrangel-Sain Elias National Park and Preserve". Da der Park vom "Richardson Hwy" nicht so direkt erreichbar ist, hat man sich wohl entschieden, dass "Headquarter" mit großzügigen Besucherzentrum, hier zu errichten. Neben den obligatorischen Informationen, gibt es auch einen aktuellen Wetterbericht. Die nächsten Tage sollen gut sein.

Also jetzt nach "McCarthy" oder doch weiter nach "Valdez"? Kann mich nicht so richtig entscheiden. Auf der Weiterfahrt übersehe ich fast die kleine Abzweigung. Habe auch gerade ein anderes Auto dicht hinter mir. Also keine gute Gelegenheit zu bremsen und eine Wendemöglichkeit ist weit und breit nicht zu sehen. Also geradeaus weiter. Entscheidung gefallen.

Auf der Weiterfahrt in Richtung "Thompson Pass", wird die Straße aktuell an vielen Stellen ausgebessert. Immer wieder muss man die Geschwindigkeit reduzieren und über kurze Schotter-Passagen fahren. Glücklicherweise hört dies mit der Anfahrt zum Pass dann auch auf. Vorher kommt am allerdings noch beim "Worthington Glacier" vorbei. Ein Halt ist obligatorisch. Ein gut befestigter Weg führt die wenigen Meter bis zur "Gletscherkante" hinüber. Diese hat sich aber in Laufe der Zeit, immer weiter zurückgezogen. Ein kalter Wind, weht den Berghang hinab. Der nächste Halt ist auf dem Pass. Von hier hat man ein tolles Panorama, auf die umliegenden leicht mit Schnee bedeckten Berge.

Der weitere Streckenverlauf ist kurzweilig. Kurz vor "Valdez" geht es durch eine enge Schlucht hindurch. Auf der rechten Seite, gibt es einige schöne Wasserfälle. Die linke Seite, wird von den tobenden Wassermassen eines Flusses eingenommen. Kurz danach erreicht man das Küstendelta. Der ganze Fjord wird von hohen Bergen umschlossen. An der "Airportroad" muss ich abbiegen. Laut Reiseführer soll an dessen Ende ein Campground liegen. Gleich nach dem Flugplatz, hört allerdings der Asphalt auf und der weitere Straßenverlauf, ist mit einem feinem Granulat ausgestatte. Jedes Auto zieht eine mächtige Staubwolke hinter sich her. Mal besser etwas Abstand halten.

Der Platz wird durch das Küstengebirge zur einen Seite und vom Flugplatz zur anderen Seite begrenzt. Dichtes Buschwerk und diverse Bäume bieten genügen Grün. Auf dem Platz steht noch viel Wasser. Alles was etwas tiefer liegt, ist noch ziemlich feucht und matschig. Es muss hier in den letzen Tagen sehr stark geregnet haben. Genügend freie Stellplätze gibt es hier zu genüge. Im hinteren Teil der Anlage, werde ich fündig. Zeltaufbauen, vorne registrieren und nichts wie ab. Will das sehr gute Wetter, für einen langen Nachmittagsausflug nutzen.





Inzwischen ist Mittag weit überschritten. Die Strecke hat sich ganz schön gezogen. Mein Reiseführer hat auch für einen kurzen Trip, den passende Vorschlag. Erst aber einmal quer durch den Ort. Am hinteren Ende, soll sich der Start um "Mineral Creek" finden. Straße und dessen "Ende" ist auch schnell gefunden. Bin nur etwas über den Ausbau überrascht. Hätte ich genauer gelesen, hätte ich auch erfahren können, das dieser breite Feldweg, eigentlich nur die Zufahrt zum Trail ist und nicht derselbige. Habe ich aber nicht und somit geht es zu Fuß in das Tal hinein.

Diverse Wasserläufe kommen von den Berghängen hinab. Gelegentlich ist der Weg auch noch überspült. Nach ca. einer Stunde, treffe ich auf eine kleine Gruppe. Sonst war es bis hierhin recht einsam. Von einer Anhöhe aus, kann man den weiteren Verlauf des Weges durchs Tal nachfolgen. Noch mindestes eine weitere Stunde würde ich schätzen. Nach der Pause, mache ich mich lieber wieder auf den Rückweg.

Jetzt kommen mir gelegentlich einige Wanderer entgegen. Die Meisten erkundigen sich nach dem Weg und dessen verlauf. Scheinen alle etwas irritiert zu sein. Kann aber auch nicht viel zu Klärung beisteuern. Oberhalb von meinem Auto liegt ein Wasserbehälter. Leider sind die umliegenden Bäume inzwischen so hoch gewachsen, dass man von Ort nicht viel zu sehen bekommt.

Als nächstes steht noch eine Stippvisite von Downtown an. Am Kulturzentrum vorbei, geht es weiter in Richtung Hafen. Viel zu sehen gibt es nicht. Einige Fischer reinigen ihren Tagesfang, an den am Ufer aufgestellten Waschplätzen. Auf den Rückweg zum Auto, hebe ich lieber mal noch etwas Geld ab. Wer weiß was es bis "Fairbanks", noch so für Möglichkeiten gibt. Auch brauche ich noch ein Paar weiter Lebensmitte und Öl für die Pfanne. Kostet alles ein Vermögen.

So langsam ist der späte Nachmittag hereingebrochen. Bevor es aber zum Zeltplatz zurück geht, mach ich noch einen kleinen Abstecher zum örtlichen "Gletschersee". Liegt am hinteren Ende der "Airportroad". Also kein wirklicher Umweg. Unterwegs komme ich an der "Gaming Area" vorbei. Die Geräusche von Maschinenpistolen und ähnlichem, schallen durchs Tal. Diese werden allerdings durch die Vielzahl der AVT's, die durch das Gelände heizen, noch einmal deutlich übertönt. Von einer bedächtlichen Ruhe am See, kann man also nicht wirklich sprechen. Frisch ist es hier. Im See treiben noch ein paar kleine Eisschollen. Die eigentlichen Gletscher, sind aber von hier aus nicht mehr zu sehen.

Picknicktische laden zum Essen ein. In meinem Fall, zum vorgezogenen Abendessen. Warum zum Platz zurück. Im Auto habe ich sowieso alles und hier ist die Aussicht deutlich angenehmer. Nur die Hintergrundgeräusche ebben leider nicht ab. Nach einiger Zeit gesellen sich auch die obligatorischen Mücken hinzu. Die Viecher sind so groß und träge, das das Schwirren vor dem eigenen Gesicht, einen echt verrückt machen kann. Gelegentlich schlage ich den aufdringlichsten Genossen eins auf die "Nase". Nützt aber auch nicht wirklich was.

Nach dem Abendessen, lese ich noch etwas im schützenden Auto. Zurück am Zelt, könne ich mir noch eine paar Runden über den Platz. Schlafenszeit ist nicht mehr weit. Habe aber inzwischen die Zeitanpassung vollzogen und die letzen Stunden des Tages sind nicht mehr so erdrückend.



Tag 5

"Valdez" - "Liberty Falls"

Immer noch gutes Wetter . Schönster Sonnenschein. Auf zum "Liberty Falls", welches kurz vor "Chitina" liegt. Über den "Richardson Hwy" geht es wieder zurück. Bin fast alleine auf der Straße. Noch vor dem Mittag erreiche ich die Abzeigung. Kurz vorher gab es schon einen sehr guten Blick, auf die vor einem liegenden Vulkan. Mal sehen, ob das noch besser wird. Dem Straßenverlauf folgend, geht es durch eine sehr abwechslungsreiche Gegend.

Gelegentlich hat man eine sehr gute Sicht auf "Mt. Drum" und Co. Kurz vor "Liberty Falls", gibt es auch einen großräumigen Parkplatz mit optimaler Sicht auf die Berge. Da es noch relative früh ist, sind die Bergespitzen noch gut zu erkennen. Bis zum dem sehr kleinen Campgrund, ist es dann auch nicht mehr weit. Der direkt am Wasserfall liegende Platz, bietet nur einige Walk-In Campsites an. Bei der Einfahrt hätte ich diese fast übersehen. Die einzelnen Plätze liegen alle "tief" im Wald. Das Zelt muss man auf einer Holzplatzform aufbauen. Gar nicht so einfach die Spannseile mit den vorhandenen Ösen zu verbinden. Solange kein Sturm aufkommt sollte das wohl halten.

Leider ist der Wasserfall die beherrschende Schallquelle dieses Platzes. Gut das ich ausreichend Füllmaterial für die Ohren dabei habe. Momentan bin ich der einzige Camper. Zwei Servicemitarbeiter der Parkverwaltung sind damit beschäftigt, einige Schlaglöcher auszubessern. Sonst absolute leere.

Nach dem Aufbau des Zeltes geht es auch sogleich mit dem Auto, in das naheliegende "Chitina" hinüber. Das sehr kleine Dorf, hat neben ein paar alten Bauten aus der Goldgräberzeit und einige fast so alte Autowracks, nicht viel zu bieten. Der Startpunkt der "McCarthy Road", ist durch ein entsprechendes Hinweisschild gekennzeichnet.





Die ersten Meter verlaufen durch einen Engpass. Dahinter öffnet sich eine weite Flusslandschaft. Hier treffend zwei größerer Flüsse aufeinander. Nach der Brück, fängt die 62 Meilen lange Schotterpiste an. Für mein Auto und entsprechend der späten Tageszeit keine Option. Wobei das Wetter heute absolut Perfekt ist. Wie aber Morgen nach "McCarthy" kommen? Bin gerade dabei, die vorab aus dem Internet herausgesuchte Adresse zu suchen, als zwei Touristen ankommen und mit dem gleichen Problem konfrontiert sind. Diese wollen aber unbedingt noch Heute zur Minenstadt. Die schnellste Möglichkeit bietet das Flugzeug. Allerdings verpasst man dann auch das "Erlebnis" über die Straße. Ich habe es nicht Eilig und der Flug ist auch nicht gerade billig und eine Unterkunft hätte ich auch nicht. Somit lehne ich danken ab.

Am zentralen Parkplatz des Orts, gibt es ein Telefon. Ist sogar umsonst. Die Nummer vom Shuttel-Service eingeben und schon meldet sich eine freundliche Stimme die sich nach meinen Anliegen erkundigt. Kurz die Details und Preis (99 $) abklären Visadaten durchgeben und Morgen um 7.30 Uhr, werde ich direkt am Campground abgeholt. Hat ja alles Prima geklappt. Zur Feier des Tages, spendiere ich mir noch eine kalte Cola. Eins der drei alten Häuser an der "Main Street", ist ein Restaurant / Hotel. An den Innenwänden des Gebäudes, hängt eine Vielzahl alter Bilder und Zeitungsausschnitte aus "besseren" Tagen.

Auf dem Rückweg, mache ich noch den einen oder anderen Stopp für ein paar Fotos. Für den Nachmittag, entscheide ich mich für einen "kurzen" Trail. Dieser startet direkt vom Campground aus und führt etwas in die Berge hinein. Anfangs geht es steil Bergauf und danach immer auf einem felsigen Grat. Keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Aber auch keine anderen Waldbewohner. Der Weg endet offiziell am Ende des Grates. Von hier hat man nicht nur einen tollen Blick auf die Vulkane, sondern auch auf einen kleinen See in unmittelbarer Nähe. Aber auch hier tut sich nicht viel. Nach einer Angemessenen Wartezeit, begebe ich mich wieder zurück. Nach dem Kaffee, geht noch mal zum Parkplatz an der Straße. Die Spitzen der Vulkane haben sich aber inzwischen hinter einer Wolkendecke verzocken.

Während ich mir mein Abendbrot zubereitet, kommt dann doch noch eine kleine Gruppe "Jugendlicher" auf den Platz. Somit muss ich die Nacht nicht ganz alleine Verbringen. Für den Abend genehmige ich mir noch ein kleines Lagerfeuer. Dann ist auch schon bald Schlafeszeit angesagt. Hoffe nur, dass ich mit den hier notwendigen Ohrstöpseln, auch den Wecker morgen frühe noch hören.



Tag 6

"McCarthy Road"

Bin pünktlich wach. Die Nacht war trotz Gehörschutz etwas unruhig. Meine Nachbarn sind schon vor mir auf. Alles bereits schon wieder im großen Kombi verstaut. Scheinen auch eine größere Wandertour auf dem Programm zu haben. Die Rucksäcke mit den Zelten werden ganz oben verstaut. Schnell genehmige ich mir auch ein Frühstück und mach mich abfahrtsbereit.

Sicherheitshalber kommt auch die Regenjacke mit. Ziemlich pünktlich kommt mein Shuttel-Bus. Bin der einzige Fahrgast. Werden aber noch einige weitere Personen am "Flughafen" abholen. Wer hätte das gedacht, meine "Nachbarn". Haben hier ihren Van abgestellt. Zusammen geht es auf die Abenteuertour. Die nächsten 62 Meilen sind manchmal interessant und manchmal gibt es vor lauter Bäumen nichts zu sehen. Einige Seen (inkl. Ferienhäuser) liegen an der Straße.

Abwechslung bietet da nur die beiden alten Einsenbahnbrücken. Die Erste ist jetzt für die Autos vorgesehen. Die Schienen wurden schon vor langer Zeit wieder demontiert. Eisennägel liegen aber immer noch auf der Straße. Was nicht ganz ungefährlich hinsichtlich der Reifen ist. Zu Fuß geht es hinüber. Die ganz mutigen können auch den Wartungsweg, zwischen den Brückenträgern hindurch benutzen. Nach ca. 30 Minuten, machen wir noch einmal einen Stopp bei der der zweiten Brücke. Dies ist diesmal aus Holz. Ein großer Teil von ihr ist bereits eingestürzt. Der Rest ist aber auch noch einigermaßen imposant. Noch rangt sie über den umstehenden Bäumen hervor. Diese holen aber beständig auf. Weiter zur letzten Etappe.

Bevor wir aber unser Ziel erreichen, müssen wir eine Zwangspause einlegen. Baustellenarbeiten. Ohne vorweg fahrendes "Pilot-Car", geht es nicht weiter. Auch hier auf der fast vollständig leeren Piste. Nach geschlagenen 45 Minuten, geht es dann aber doch noch weiter. Unser Fahrer ist sichtlich sauer. Auch wenn er die Meisten der hier tätigen Straßenarbeiter persönlich kennt. Einige meiner Leidensgenossen, haben die Zeit für ein Nickerchen genutzt. Nach ca. 3 Stunden fahrt, erreichen wir unser Ziel.

Über die "Brücke", kommt man nur zu Fuß. Für private Autos keine durchfahren. Etwas weiter unten gibt es für Service und Einheimische, durchaus eine provisorische Möglichkeit. Ich muss noch kurz die Abfahrtszeit am Nachmittag klären und schon kann es losgehen. Freundlicherweise bekomme ich noch zwei Gutscheine, für die Weiterfahrt auf der anderen Seite des Flusses. Im Nachhinein wäre der Weg / Rückweg am Nachmittag, aus zeitlichen Gründen auch etwas zu lang. Vom Regen mal ganz abgesehen.

Während ich so über die Brücke schlendere, sehe ich einige Aktivitäten am weit entfernten Flussufer. Eine ganze Schwarzbärenfamilie hat sich hier eingefunden. Allerdings ist die Mama und eins der Jungen schnell wieder im Unterholz verschwunden. Nur der Nachzügler, tollt noch etwas zwischen den Felsen am Ufer hindurch. Aber auch dieser, folgt schon bad seiner Mutter und verschwindet ebenfalls aus dem Blickfeld des neugierigen Beobachters.





Auf der anderen Seite, werde ich schon vom örtlichen Busfahrer erwartet. Die Tour führt uns erst durch das kleine Städtchen "McCarthy", bevor es dann "hinauf" zur Mine nach ,Kennicott" geht. Nur mit Schrittgeschwindigkeit geht es durch die Schlaglöchern voran. Nach ca. 30 Minuten habe wir das Endziel erreicht. Ganz optimal ist das Wetter heute nicht. Es hat sich zugezogen. Neben der Besichtigung der Minenstadt, will ich aber mindestens noch bis zum Gletscher rüber gehen. Für eine längere Tour in die Berge, reicht leider die Zeit nicht aus. Dafür müsste man mindestes einmal hier übernachten.

Langsam geht es entlang der Straße. Größer Restaurierungsarbeiten stehen momentan auf dem Programm. Viele gelbe Abspeerbänder flattern um den Hauptkomplex herum. Mal schauen, wie die nicht mit auf die Bilder kommen. Die restlichen Gebäude sind aber sehr fotogen. Teilweise restauriert und teilweise fast schon komplett verfallen. Die Maschinenhalle wurde mit sehr viel Sorgfalt wieder hergerichtet. Selbst die großen alten Kessel, haben einen neuen Anstrich bekommen. Denn Reste hebe ich mir für den Rückweg auf.

Jetzt aber fix weiter. Kühl ist es hier. Der Gletscher lässt grüßen. Der Wanderweg führt immer oberhalb der Seitenmoräne entlang. Am derzeitigen Ende des Eises, kann man dessen Spitze leicht erklimmen. Auf dem Eis selber, kann man dann momentan auch ohne Angst vor Geltscherspalten, diesen weiter "Hinaufgehen". Ein paar Bögen muss man aber einschlagen. Nach einiger Zeit, kann man dann auch endlich mal den weiteren Verlauf des Eises sehen. Dies ist dann selbst mit Führer und Sicherung nichts für Anfänger.

Die Wetteraussichten sehen nicht gut aus. Mache mich mal lieber zügig auf den Rückweg. Brauche doch etwas an Zeit, um wieder "festen" Boden unter den Füßen zu erlagen. Der eigentliche Wanderweg ist dann aber schnell zurückgelegt. Noch ist es trocken. Neben einem Besuch des "Visitors Centers" inkl. Film über die Goldgewinnung, besteht noch die Möglichkeit, an einem "Ranger Programm" teilzunehmen. Diese führt heute durch das alte Kraftwerk. Leider muss ich mich sputen, um den Bus zum Bus zu erreichen. Kurz vor der Abfahrt, fängt es dann auch an zu regnen.

Wieder unten am Zentralparkplatz angekommen, gibt es glücklicherweise ein kleines Pavillon zum unterstellen. Somit muss ich nicht im Regen auf meinem Fahrer warten. Der Bus steht noch am Ende des Parkplatzes. Bis zur verabredeten Uhrzeit, sind es aber noch ein paar Minuten. Unterdessen verwechselt mich ein anderer Tourist, mit dem Besitzer des Platzes und will mir die Parkgebühr in die Hand geben. Ich weiße auf das Schild mit der Dose auf dem Tisch. Das Geld landet stattdessen wieder in seiner Geldbörse.

Fast "Pünktlich" geht es auf den Rückweg. Wir müssen allerdings nur noch auf ein Ehepaar warten. Nach dem auch diese Hürde gemeistert wurde, kann es los gehen. Glücklicherweise ist der Zustand der Straße und deren Befestigung hinreichen gut. Trotz Regen kommen wir zugig voran. Während der Rückfahrt, bremst unser Fahrer auf einmal sehr abrupt ab und legt den Rückwärtsgang ein. Mal schauen worum es geht. Plötzlicher Stopp und er ist schon draußen, um etwas von der Straße aufzulesen. Tatsächlich hat er während der Fahrt, einen rostigen Eisenbahnnagel in der Mitte der Straße gesehen. Und das bei diesen schlechten Lichtverhältnissen. Stolz präsentiert er uns seinen Fund. Das was ihm ein Sammler dafür zahlt, dürfte die mangelnden Fahrgäste wohl kompensieren.

Nach knapp 2 ½ Stunden bin ich wieder zurück auf meinem Campground. Es regnet noch immer. Während ich auf Besserung warte, um das Abendbrot einzunehmen, kommen gelegentlich einige weitere Camper vorbei. Die Meisten ziehen aber sofort wieder weiter. Nur Einer gesellt sich für die kommende Nacht hinzu. Zum Abend hin, gibt es eine kurze Regenunterbrechung. Schnell ein kleines Mal herrichten und das Beste für Morgen hoffen.



Tag 7

"Nabesna Road"

Das Wetter ist noch nicht ganz so optimal. Der Regen hat sich erst einmal gelegt. Selbst das Zelt, ist schon wieder relative trocken. In Ruhe genehmige ich mir ein Frühstück. Danach geht es auf die nächste Etappe. Heute sind die Berge in den Wolken nicht auszumachen.

Die Hauptstraße ist bald erreicht und ich lege beim "Visitor-Center" vom Park noch einmal einen Zwischenstopp ein. Neben einem Film über den Park, gibt es auch einen Lehrpfad. Zeit habe ich zur genügen. Als Tagesziel steht die "Nabesna Road" auf dem Programm. Dies kann man von der anderen Seite des "Wrangell-St. Elias" Nationalparks anfahren. Allerdings ist auch mal wieder eine Tankstopp fällig. An der Kreuzung in "Glennallen" bzw. "Gulkana", ist dies problemlos möglich. Der kleine Laden bei der Tankstelle, hat aber leider keine frischen Lebensmittel. Nur diverse Tiefkühlkost. Gut das ich mit eine Packung "Wasa" in "Anchorage" geleistet habe.

Die Weiterfahrt über den "Tok Cutoff Gelnn Hwy" nach "Slana", ist sehr ereignislos. Gelegentlich hat man einen guten Blick, auf den rechts von einem liegenden "Copper River". Die kleine Abzweigung in den Park hinein, hätte ich mal fast wieder übersehen. Nach nur wenigen Metern, ist der Haupteingang erreicht. Der diensthabende Ranger, macht gerade noch seine Mittagspause. Lange muss ich aber nicht warten. Eine Parkgebühr wird nicht erhoben. Ich erkundige mich nach Camping und Wandermöglichkeiten. Optimistisch mache ich mich auf den Weg.





Die ersten 15 Meilen sind noch geteert. Danach fängt die sich im guten Zustand befindliche "Piste" an. Bis zum "Caribou Creek" Trail, ist es dann auch nicht mehr weit. Gutes Wetter. Schell die Schuhe wechseln. Rucksack packen und die Regenjacke nicht vergessen. Die ersten Meter des Weges verlaufen noch sehr flach durch den lichten Wald. In Verlaufe der Zeit, nimmt die Steigung zu. Zum Schluss des Trails, geht es schon recht beachtlich den Berg hinauf. An dessen offiziellen Ende, stehe eine kleine Jagdhütte / Notunterkunft. Die weiterführenden Pfade, verlaufen sich zwischen den Bergen. Die gewaltige Ebene des "Copper Rivers", liegt schon ein ganzes Stück unter einem. Auf der anderen Talseite, sieht die Wetterlage nicht so vielversprechend aus. Auch kommen auf einmal von meiner Seite dichte Wolken die Berge hinab.

Mache mich schnell wieder auf den Rückweg. 2/3 des Weges schaffe ich noch im trockenen. Das letzte Drittel ist nicht ganz so toll. Im trockenen Wagen sieht die Welt aber dann wieder besser aus. Ich mache mich auf, um die Letzen 7 bis 8 Meilen, zum "Kendesnii Campground" zurückzulegen. Dieser liegt oberhalb des "Jack Lakes". Nur sehr wenige Menschen haben sich hierher verirrt. Netterweise wird keine Gebühr erhoben. Da die Gegend hier einigermaßen sumpfig ist, wurde der gesamte Platz geschottert. Gar nicht so einfach, hier einen Zeltnagel in den Boden zu treiben.

Die Vielzahl der möglichen Aktivitäten tendiert gegen Null. Mal abgesehen vom Angeln und Jagen. Viel Landschaft und viele Mücken. In der Nähe, gibt ist noch eine sehr runtergekommene "Lodge" + "Bar". Zwischenzeitlich regnet es etwas. Den Rest des Tages lese ich. Früh geht es zu Bett.



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