Reisebericht Peru

von Meikel am 11.03.

Eine Bilderreise nach Iquitos

Schon bevor ich das erste Mal in Peru war, war mir der Namen dieser Stadt bekannt. Diese Stadt mit dem wohl klingenden Namen, der mich immer an Moskitos erinnerte, war die tief im Amazonas liegende Urwaldstadt Iquitos. Natürlich hatte ich auch den Film von Werner Herzog Fitzcarraldo gesehen und die Reportage zu den damals schwierigen Dreharbeiten. Auch Marias Freundin, die in Deutschland am Bodensee lebt und ursprünglich aus Iquitos kommt, hatte uns schon erzählt, wie toll und aufregend die Stadt am Amazonas ist.


Kurzum buchten mein Kumpel Micha und ich, der uns auf dieser Reise nach Peru begleitete im Dezember 2005 ein Flug von Lima nach Iquitos. Zunächst dachten wir, dass es eine gute Idee ist, dass erstmal nur die „Großen“ zunächst nach Iquitos fliegen und die Kinder und Maria in Lima zurück bleiben. Dies stellte sich jedoch im Nachhinein als schade heraus, dass Adrian und Andres diese faszinierende Stadt und ihre Regionen noch nicht kennen lernten. Denn unsere Ängste über Moskitos und sonstige Insekten stellten sich als unbegründet heraus. Obwohl wir natürlich mit den einen oder anderen Moskitostichen nach Lima zurückkehrten, war es nicht schlimmer, als sonst irgendwo auf der Welt in einer tropischen Region.

Wir stiegen also in unserem Lan Peru Flug nach Tarapoto und nach einer Stunde und 20 Minuten hatten wir hier eine kurze Zwischenlandung in der Stadt der Palmen-Tarapoto.

Ich war schon richtig gespannt, wann denn endlich der riesige grüne Teppich mit seinen unzähligen Flussläufen aus der Luft zu erkennen war. Tatsächlich änderte sich die Landschaft schlagartig, nachdem wir in Tarapoto wieder in die Luft gestiegen waren. Gleich nach dem Start war ein relativ großer Fluss zu sehen. Später habe ich erfahren, dass dieser Fluss der Rio Huallaga war. Wir stiegen weiter auf Flughöhe und vor uns breitete sich bis zum Horizont ein riesiger grüner Teppich aus. Man konnte bei dem schönen Wetter, sehr schön beobachten, wie kleine Flüsse in die nächst größeren und die wiederum in noch größere Flüsse und Ströme ein mündeten. Von hier oben kann man sich leicht ausmalen, welch ein riesiges System von Wasserläufen und Zuflüssen sich letztendlich in den Fluss aller Flüsse, den Amazonas ergießt.

Ich habe regelrecht meine Nase an die Scheibe des Flugzeuges platt gedrückt, weil ich von diesem Anblick nicht loslassen konnte. Ich sagte zu Micha, man bin gespannt, wann wir das nächste Dorf oder eine Stadt sehen von hier oben orten können.

Und so flogen wir über eine Stunde Richtung Iquitos und konnten nur ganz wenige Waldrodungen und kleine Ansiedlungen entdecken. Im Großen und Ganzen sah es von hier oben so aus, als wenn die Welt dort unten in einem wunderbaren Zustand wäre. Doch das ist sie ja nicht mehr, wie wir alle leider wissen. Jedoch muss ich sagen ,dass der Anblick des Amazonas, hier in der Peru Amazonas-Region, von oben immer noch atemberaubend ist. Wenn man zudem bedenkt, dass mehr als die Hälfte der Fläche von Peru, mit Wald, beziehungsweise Regenwald bedeckt ist, dann kann man sich ausmalen, wie viele schöne Ecken und Orte man im tropischen Peru noch entdecken kann.

Unser Flug näherte sich Iquitos und der Kapitän begann seinen Landeanflug. Langsam wurden die Siedlungen und Häuser mehr und zu alledem tauchten wir nun durch eine schwarze Wolkendecke ein, die inzwischen Iquitos in Regen eingehüllt hatte. Es schüttete ohne Ende bei Ankunfts auf dem Flughafen. Es standen auch zwei Star- Peru Maschinen auf dem Vorfeld, die mit ihren tollen Bemalungen sich von den andern Flugzeugen abheben. Die Ankunfshallen ist nicht komplett mit Glas abgedichtet, so dass durch den oberen Bereich, der vom Wind angestossene Regen bis in den Randbereich der Halle hinein, spürbar war. Auch große fliegende Insekten zischten durch die Ankunftshalle. Iquitos machten uns seine Aufwartung !

Zum Glück wurden wir in Iquitos erwartet . Die Schwester von Marias Mutter Luz Marie hatte eine Tochter die Gracey hieß. Diese hatte es vor Jahren nach Iquitos verschlagen. Wir hatten uns von Lima aus schon angekündigt und nachgefragt ob wir ein paar Tage bei ihr wohnen könnten. Da stand sie nun am Flughafen und nahm uns mit einem freudigen Lächeln in Empfang.

Wir waren gespannt wo wir wohl schlafen würden, Micha und ich hatten schon in Asien in einigen „Unterkünften“ gewohnt und waren es daher gewohnt unsere Erwartungen in Grenzen zu halten. Gracey und Ihr Mann hatten gerade gebaut und das Haus war teilweise im inneren noch im Rohbau, jedoch fand sich für uns ein Zimmer mit 2 Better.

Wir gucken uns an und dachten, wieder mal Schwein gehabt.

Der Amazonas ?

Am Abend noch fuhren wir gleich zum Malecon Maldonado und wollten den Amazonas sehen. Als wir ankamen dachten wir, naja breit ist er ja aber irgendwie ganz schön still, was die Fliessgeschwindigkeit betraf. Auch lag er ca. 600 Meter vom der Böschung weg, die man hätte erstmal 40 Meter hinunter gehen oder krabbeln musste, was wir aber nicht getan haben, um an Wasser zu gelangen. Da hinten lag er nun, stellten wir mit ein wenig Enttäuschung im Gesicht fest. Es war „Trockenzeit“ und der Fließ hatte seinen Pegel so ca. 8 Meter unter seinem Niveau. Auch Belen lag auf dem trockenen. Die Aussicht war dennoch wunderschön und ab und zu tuckerte eins von diesen typischen Flußdampfern (Lanchas) vorbei. Wir saßen im „Fitzcarraldo direkt am Malecon und gossen ein zwei? Bierchen runter. Ab und zu nervten Kinder und andere Leute, jedoch war das nur am ersten Abend so und auch nicht arg, dass wir richtig genervt waren. Da wir im laufe der Tage jeden Abend hier waren, waren die „Verhältnisse“ auch schnell geklärt und wir hatten Spaß.

Erst am anderen Tag haben wir dann festgestellt, dass unser Amazonas gar nicht der Amazonas ist, sondern der Rio Itaya, einen Zufluß des Amazonas. In Höhe des Malecons hat er natürlich auch schon die 2 oder 3 fache Breite des Rheins, vorher fließt er wesentlich schmaler durch Belen durch. Hier aber am Malecon, denkt man zuerst, dass ist der "Fluss".

Wir waren happy und machte uns auf zum richtigen Rio. Dies dauert von der Plaza de Armas bis zum Rio Nanay ca. 15 Minuten mit dem Mototaxi, vorbei an Holzfabriken, die aber besser aus vom Fluss zu erkennen sind. Man bekommt eine Vorstellung davon, wie viel Holz hier auch geschlagen werden muß, wenn man die riesigen Baumstämme sieht, die mit Bulldozen in die riesigen Sägewerke gezogen werden. Das macht schon bedenklich und tut auch irgendwie weh !

Der Rio Nanay mündet dort direkt in den Amazonas, die Farben der Flüsse sind auch unterschiedlich und sie vermischen sich an dieser Stelle. Jedoch geht es schnell bis die Farben des Nanay im Amázonas aufgehen. Der Fluß ist schon echt breit hier, trotz Niedrigwasser. 

Wir haben uns von hier ,des öfteren nun Boote geliehen und sind den Fluß teilweise mit echt power, ich schätze 60-70 km runter gebrettert. Das hat echt Spaß gemacht, jedoch haben die Schipper immer wieder das Gas runtergedreht, um Sprit zu sparen. Unterwegs trafen wir immer wieder kleine Fischerboote, die Zierfische für Aquarien fingen.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, was hier los ist, wenn der Amazonas 8-10 Meter höher Wasser führt. Die Masse an Wasser ist einfach unglaublich, zumal der Fluß zwischen 50 und 80 Meter tief sein kann. Den Querschnitt an Wassermassen sich vorzustellen, lässt den Rhein und Elbe etc. zu regelrechten „Regenrinnen“ zusammen schrumpfen. An den Pfahlbauten in Belem und in der Region um Iquitos kann man leicht feststellen, wie hoch das Wasser wohl steigen kann. Das steigende Wasser hat aber auch Vorteile. Die Verschmutzung wird verdünnt und die Fische finden in die unzählligen kleinen Nebenflüsse wieder reichlich Beute und Laichplätze.

Amazonas Lodges ?

Man muß schon einige Kilometer den Fluß runter fahren, um auch an einige der Lodges zu kommen. Wir haben eine besucht, war nichts besonderes. Ich weiß auch gar nicht mehr wie die hieß. Da es bis 100 km um Iquitos meist, wie es immer heißt nur noch Sekundärwald steht, muß man tiefer in den Amazonas, wenn man das will. Die meisten Lodges befinden sich auch im Gürtel um Iquitos. Ich fand den Wald um Iquitos jedenfalls schön genug, wer aber meint er müsste auf Tiereobachtung gehen, der sollte vielleicht auch nicht eine solche touristische Tour buchen. Es soll aber auch tolle Lodges geben, die haben aber wie gesagt ihren Preis !

Wir haben uns jedenfalls gegen eine Lodgestour entschieden und haben unsere Touren mit Booten täglich selbst gestaltet.

Dann wieder den Amazonas, vorbei an großen Inseln, die immer wieder den Fluß teilen. Dann wieder Stopp in kleinen Dörfern, in den auch der riesige Fisch „Paiche“ gezüchtet wird.
Paiche ist echt lecker, habe ich mir öfter gegönnt. Der Fisch wird bis zu 2,50 Meter lang. Es werden aber immer weniger solcher Exemplare gefangen. Über den Paiche werden wahre Mythen erzählt, er ist aber ein friedfertiger Fisch, der über äußerst delikates Fleisch verfügt.

Iquitos am Abend

Für uns war es sehr angenehm, den Abend in Iquitos am Malecon zu verbingen. Rechte Hand von Malecon und dann ca. 500 m gibt es eine kleine Pinte, von der man einen herrlich Blick auf Belem hat, ca. nähe Santa Rosa. Dort kann man auch tolle Sonnenuntergänge sehen und Salsa hören, worauf wir auch steh`n. Die Mucke ist immer ziemlich laut und es gibt meistens nur Einheimische. Gleich neben dem „Laden“ führt eine Treppe nach Belem runter. Zu dieser zeit spileten die Kinder dort auf einem angelegten Fussballplatz, den es in den Monaten März/April nicht mehr gibt. Denn dann ist dort paddeln angesagt. Zu Belem später mehr.

Graceys Mann war als Notar in Iquitos tätig und man kann wohl sagen sagen, dass die beiden der Oberschicht der Stadt angehören. Dies stellten wir auch in den folgenden Tagen feste, als wir jeden Abend in Restaurants oder Bars Freunde Geschäftspartner der beiden trafen und mit denen die eine oder andere Flasche Brahma oder Whisky. Darin war wir ja schon immer gut !

Einen Abend waren wir auch schön Aus, in der Dizze „Noa Noa. Eine echt gute Disko, der wohl angesagteste Club der Stadt. Auch hier wurden wir zu Drinks eingladen, in Begleitung von "Notario". Die Chicas der Stadt haben hübsche Gesichter und sind auch im Feier vorne dabei.

Es wurde spät und am nächsten Tag musste Mr. Aspirin uns dann den Morgen ebnen. Die Moskitos, die uns in dieser Nacht ordentlich „ran nahmen“ hörten wir nicht. Also besser darauf achten, dass Ihr Moskito Netze habt, ist wirklich komfortabler. Am morgen ging es dann erst zum Frühstücken in die Stadt, natürlich mit Tuk Tuk,

Besuch der Boras und andere Indiostämme

Kann man machen, muß man abber nicht. Die Tour kann man sellbst machen. Einfach ein Boot nehmen und hintuckern, die ersten "Touristen Dörfer" liegen 20 Minuten von Iquitos entfernt. Dort wird für uns getanzt etc., natürlich gegen bares !

Fahrt nach Nauta

Von Iquitos führt eine eine 72 Kilometer, sehr gut ausgebaute Straße nach Nauta. Graycey leihte uns ihren Jeep und wir düsten los, vorbei an der Laguna Quistococha und dann eine ziemlich schöne Strecke richtig Nauta. Man hat hier nicht den Eindruck, als wenn man Iquitos nur per Boot oder Flugzeug erreichen kann, dies stimmt nur in relativen Bezügen.

Die kleine Stadt liegt direkt am Rio Maranon, ca. 2 Stunden mit dem „tucker Boot“ vom Zusammenfluß der Maranon und des Rio Ucayali entfernt. Ab Zusammenfluß der beiden größten peruanischen Zuflüsse, heisst der entstehende Strom Amazonas.

Das durften wir uns nicht entgehen lassen, sozusagen den Anfang des Wasserreichsten Flusses der Welt zu bestaunen. Ich kann euch sagen, es hat sich voll gelohnt. Am Zusammenfluß angekommen entstanden Strudel und das Wasser drückte gegeneinander, sodass kleine Wellen sich bildeten. In der Ferne tauchten plötzlich Flußdelfine auf, jedoch kamen diese leider nicht sehr nah an unser Boot. Der Kaptian hat dann den Motor ausgemacht und wir ließen uns für einen Moment treiben. Der Ucayali befördert eine Menge Holz und sogar kleinere Baumstämme. Man muss als Shipper hier verdammt vorsichtig sein. Tja, nun hatte die Dämmerung angefangen und es begann zu regnen, es wurde langsam auch kalt. Unser kleines Boot quälte sich nun die gesamte Strecke Richtung Nauta zurück, wie schön wäre es gewesen, wenn wir nun ein Speedboot gehabt hätten. So dauerte die Rückfahrt um die 3 Stunden, es bllitze und donnerte mittlerweile und ich koonte es nicht erwarten die Lichter von Nauta zu sehen.

Dort angekommen war erst mal ein Pils fällig, ein leckeres Essen dazu und dann die reifentestfahrt nach Iquitos. Der Scheibenwischer konnte mit auf voller Stufe nicht ide gewünschte Sicht verschaffen und es begannen auch noch die Scheiben von Ihnen zu beschlagen. Im Blindflug haben wir die ein oder andere knappe "Aktion" erlebt,, aber der verdammte reifen hiielt. Es war eine tolle Tour nach Nauta, schade das wir nicht noch mehr Zeit dort hatten. Man kann von Nauta auch in den Pacaya-Samiria

Nauta
Dieser Ort liegt 115 km auf dem Wasserweg von Iquitos entfernt am linken Ufer des Flusses Maranion, etwa sieben Meilen von der Stelle, wo dieser mit dem Fluß Ucayali zusammenfließt.
Nauta wurde im Jahr 1830 gegründet und ist einer der ältesten Orte im peruanischen Amazonasbecken. Aufgrund der strategisch günstigen Lage in der Nähe des Zusammenflusses (ein beeindruckendes Naturschauspiel) hat dieser Ort einen große Bedeutung und ist deshalb ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Handelszentrum. Die wichtigsten Dienstleistungen für Reisende stehen hier zur Verfügung.

Der Naturpark Pacaya Samiria
Der Park liegt 183 km südwestlich von Iquitos. Der kürzeste Weg führt über Land von Iquitos nach Nauta und dann auf dem Wasserweg von Nauta bis zum Ort 20 de Febrero (15 Stunden im Boot, 4 Stunden im Schnellboot). Für den Besuch braucht man eine Genehmigung von INRENA und muß die entsprechende Zahlung nachweisen.
Der Park umfaßt einen Großteil der Provinzen Loreto, Requena, Ucayali und Alto Amazonas und erstreckt sich auf einer Fläche von 2.800.000 ha. Somit ist er einer der größten des Landes und in Südamerika. Er gilt auch als die größte Waldfläche in Überschwemmungsgebieten im Amazonas, die unter Naturschutz steht. Begrenzt wird der Park von den Flüssen Maranion im Norden und dem Ucayali-Canal de Puinahua im Süden.

Im Inneren des Naturparks gibt es drei hydrographische Einheiten: Pacaya, Samiria und Yanayacu-Pucate. Abgesehen davon gibt es zahlreiche Gewässer, Schluchten und Quellen. Die monatliche Durchschnittstemperatur schwankt zwischen 20°C (68ºF) und 33°C (91ºF) und die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei durchschnittlich 2000 bis 3000 Millimeter. Dieses Klima bietet hervorragenden Voraussetzungen für die Entwicklung einer außergewöhnlichen Biovielfalt: 449 Vogelarten, 102 Säugetierarten (darunter der rosa Delphin), 69 Reptilarten, 58 Amphibienarten, 256 Fischarten und 1024 Pflanzenarten die wird wachsen oder kultiviert werden. Das Naturschutzgebiet bietet verschiedenen gefährteten oder vom Aussterben bedrohten Arten einen Unterschlupf: zum Beispiel Podocnemis expansa, Ateles sp., Flußlöwe (Pteronura brasiliensis), Ara (Ara macao) und Zeder (Cederla odorata), usw.

Es gibt verschiedene Projekte zum Schutz und zur schonenden Nutzung dieser natürlichen Ressourcen, zum Beispiel die Wiederansiedlung von Charapas und Taricayas an künstlichen Uferstränden in Naturschutzgebiet. Es ist beeindruckend, den Fortschritt des Prozesses zu beobachten, wenn am Ende die Brut in den Flüssen, Bächen oder Seen des Gebietes ausgesetzt wird. Wichtig ist dabei immer die integrale Entwicklung unter Beteiligung der örtlichen Bevölkerung. In den Randbereichen des Parks Pacaya Samiria an den Ufern der Flüsse Maranion und Ucayali, leben derzeit über 42.000 Menschen verteilt auf 94 Orten, weitere 50.000 Menschen siedeln in 109 Orten außerhalb in der Nähe des Naturparks. Fast alle widmen sich der Fischerei, Landwirtschaft, Jagd und dem Sammeln von Waldprodukten.

Iquitos oder Belen?
Das eigentlich Herz von Iquitos ist Belen. Wer nicht in Belen war und nicht durch diese von Menschenmassen gefüllte Gassen gegangen ist, hat eigentlich das schlagende Herz der Stadt nicht gesehen. Plaza de Armas und Malecon sind andere Welten, hier schlägt das Leben auf und am Wasser. Wenn das Wasser nicht in den Gassen von Belem steht, wird die immense Verschmutzng und Müllberge sichtbar.

Dies wandert sonst wie alles im Amazonas, einfach im Wasser und damit irgend wann wieder in unserer Nahrungskette. Aber, Belen ist unglaublich, der Markt mit seinem Gerüchen, hier Kaiman Fleisch, dort unerklärbare Kräutermedizin.

Es kann sein das es auch ein bischen gefährlich ist, hier so durch die Gassen zu schlendern, man darf ja nie vergessen, dass man leicht am Tag mehr Geld ausgibt, als die Leute hier im Monat oder mehr, zur Verfügung haben. Wir wurden nett aufgenommen und haben nichts negatives oder Agressivität erfahren, im Gegenteil. Wir wurden angelächelt und hatten ein schönen Nachmittag in Belen.

Ich konnte mich an den Motiven hier nicht sattsehen, Belen ist einfach ein Muß. Wenn man sich an ein paar Spielregel hält, da wird man auch von seinen Einwohnern nett aufgenommen.

In den Strassen kann man sehen, wie hoch das Wasser hier steigt, der Bodenbelag ist auch überall brüchig, durch die lange Zeit im Wasser. Die Hälfte der Einwohner Iquitos leben in Belen.
Aber gefühlt auf den Punkt, sind es mehr !

Am Fluß haben wir für 20 Soles ein Kanu mit Fahrer gemietet und hatten somit ein Guide, der ins rumruderte und uns sein Belen zeigte. Auf der anderen Seite des Flusses war die Schule und kleine Seen mit den riesigen Victoria Seerosen.

"Puedo tomar un foto por favor" und an vielen Stellen wurde uns ein lächeln entgegen geworfen !

Die Häuser sind hier ziemlich einfach, aber ich glaube die Menschen von Belen sind stolz auf ihre Stadt.

Iquitos und sein Bewohner werden sicher im laufe der nächsten Jahre immer mehr Raum dem Wald entreißen und sich ausbreiten. Die einstige „Insel“ im grünen Urwald wird dann Vergangenheit werden. Schon jetzt kann man fast 80 Km in Richtung Nauta, auf gut asphaltierten Strassen fahren. Dies wird sicher nicht die Endstation, in Sachen Infrastruktur und Entwicklung sein. Vielleicht gerade deshalb solltet ihr eure Reisepläne nach Iquitos verwirklichen und dieser bunter und spannenden Stadt einen Besuch abstatten. Ihr werdet sicher so manche tolle Touren in und um Iquitos machen können

Daten und Fakten aus Wikipedia über Iquitos:

Mit über 400.000 Einwohnern ist Iquitos die größte Stadt in Perus tropischem Regenwald und die Hauptstadt der Region Loreto sowie der Provinz Loreto. Die Stadt ist nur per Flugzeug oder mit dem Bootüber den Amazonas zu erreichen. Die Stadt liegt 125 km unterhalb des Zusammenflusses der beiden Hauptquellflüsse des Amazonas, Río Ucayali und Río Marañón.

Im Stadtteil San Juan Bautista liegt der internationale Flughafen Coronel FAP Francisco Secada Vignetta.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte]

Die Stadt wurde um 1750 als Mission der Jesuiten gegründet. Ursprünglich war sie eine Verteidigungsbastion gegen Indios, die sich nicht bekehren lassen wollten. Die kleine Siedlung mit 1500 Einwohnern überlebte bis zum Ausbruch des Kautschuk-Booms, der zwischen 1870 und 1880 einsetzte. In den nächsten 30 Jahren entwickelte sich die Stadt zum Zentrum der Kautschukgewinnung und des -handels. Die Indios wurden wie Sklaven behandelt, während die Kautschukbarone immer reicher wurden. Der Boom endete genauso schnell wie er begonnen hatte, als es einem Briten gelang Samen der Kautschukpflanze aus Brasilien zu schmuggeln. In Malaysia wurden daraufhin Plantagen errichtet, deren Kautschuk wesentlich billiger und leichter zu ernten war. Jahrzehntelang rang Iquitos ums Überleben. Die Versuche, die Wirtschaft über den Anbau von Tabak und Bananen anzukurbeln, scheiterten. Ebenso die Ideen den Barbasco (ein giftiges Gebräu das die Indios zum Fischfang verwendeten) als Insektizideinzusetzen oder exotische Tiere an Zoos in aller Welt zu verkaufen.

Anfang der 1960er Jahre änderte sich die Lage. Die Entdeckung von Erdöl und dessen Förderung ließ Iquitos zur modernen Stadt werden. Seit einigen Jahren entwickelt sich der Tourismus ebenfalls zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Iquitos ist heute für Touristen der Ausgangspunkt für ausgedehnte Dschungeltouren. Die gesamte Umgebung von Iquitos ist kommerzialisiert und echter Dschungel ist im Umkreis von fast 100 Kilometern nicht mehr zu erleben. Das nationale Naturschutzgebiet Pacaya-Samiriaist aktuell für den Eco-Tourismus in der Region eine wichtige Einnahmequelle.

Iquitos in Film und Literatur [Bearbeiten]

1981 drehte Werner Herzog hier seinen Film Fitzcarraldo mit Klaus Kinski in der Hauptrolle, der die typische Urwaldatmosphäre gut einfängt. Einen besonderen Akzent setzte Herzog mit dem Einsatz des einheimischen Laiendarstellers Huerequeque.

Iquitos ist die Hauptstadt des Departments Loreto und gleichzeitig einer der wichtigsten Hafenstädte am Fluß Amazonas und auch die größte Stadt im peruanischen Regenwald. Früher wurde diese Region von den Völkern Cocama, Huitoto und Bora besiedelt, bis nach der Kolonisierung die Missionare der Jesuiten die Stadt Iquitos gründeten. Ende des 19. Jahrhunderts erblühte die Stadt wegen des Kautschukbooms: der wirtschaftliche Reichtum äußerte sich in prächtigen Gebäuden, die noch heute erhalten sind. Beispiele sind das Hotel Palace, im Stil des Art Noveau oder das Haus Casa de Fierro, das von dem weltbekannten französischen Architekten Gustave Eiffel gestaltet wurde. Den Kontrast zu diesen Prunkbauten bilden die rustikalen Häuser im Stadtteil Belen, die zum Schutz vor Hochwasser am Fluß auf Pfählen oder auf einer Art Floß ruhen. Eine der wichtigsten Attraktionen sind hier die Ausflüge zu den Flüssen und Seen und zu den herrlichen Badestränden. Der Nationalpark Reserva Nacional Pacaya-Samiria ist mit 2080000 Hektar der größte Park des Landes und liegt etwa 183 Kilometer von Iquitos entfernt. Hier sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten heimisch, von denen heute viele vom Aussterben bedroht sind: zum Beispiel eine Schildkrötenart Tortuga Charapa, der Riesenflußotter, der schwarze Kaiman und der Flußdelphin. Im Nationalpark Reserva Nacional Allpahuayo-Mishana, mit nur 58000 Hektar, wird eine wichtige Fläche mit typischen Wäldern aus dem peruanischen Regenwald geschützt, die auf den weißen Sandständen vorkommen (genannt Varillales). Hier findet man ausgezeichnete Gelegenheit zur Beobachtung von Vögeln. Abgesehen von diesen geschützten Nationalparks, gibt es auch eine große Anzahl von privaten Schutzgebieten, in denen die jeweiligen Eigentümer verschiedene Herbergen für jeden Geschmack installiert haben.

Die Provinz Loreto

Der Fluß Amazonas
Der Amazonas entspringt auf einer Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel aus dem Gletscher des Mismi (bei der Stadt Arequipa) und fließt durch die Weiten des tropischen Regenwaldes. Der insgesamt 4500 Kilometer lange Amazonas hat 500 Zuflüsse und ist zwischen 4 und 6 Kilometer breit. Ein Großteil des Flußbettes ist nicht klar abgegrenzt, sondern besteht eigentlich aus einer Vielzahl von kleineren Wasserläufen, die ein Netzwerk mit zahlreichen Inseln dazwischen bilden. Das wasserreiche hydrographische Einzugsgebiet des Amazonas bildet so den wasserreichsten Fluß der Welt. Entdeckt wurde dieser Fluß im Jahr 1542 von dem Spanier Francisco de Orellana. Die Stadt Iquitos bietet viele Möglichkeiten den Amazonas gut zu bereisen, deshalb ist hier die Drehscheibe für den Fremdenverkehr zu der enormen Biovielfalt der Tier- und Pflanzenwelt des Amazonas entstanden, ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Erkundungsfahrten mit Kreuzfahrtschiffen zu den verschiedenen Zuflüssen des Amazonas und zum Naturpark Pacaya Samiria.

Einige dieser Touren führen sogar bis in die Nähe der Grenzen zu Kolumbien oder Brasilien. Man kann auch die Gemeinden der Ureinwohner von den Stämmen der Boras, Yahuas und Witotos in Pucaurquillo besuchen, sowie einige Bauerngemeinden.

In der Umgebung findet man meist Unterkünfte für Ökotouristen für jeden Geschmack: von komfortablen Unterkünften (mit Klimaanlage) bis zu spartanischen Unterkünften für abenteuerlustige Urlauber. Diese Oasen mitten in der Weite des Regenwaldes sind für den Reisenden Ausgangspunkt für Wanderungen zum Kennenlernen von Heilpflanzen, zum Besuch von einheimischen Gemeinden und zur Beobachtung von Vögeln. Man kann auch Ausflüge in den sogenannten Canopy Walkways (Hängebrücken auf der Höhe der Baumwipfel) machen und dort die Schönheit der Pflanzenwelt im Amazonas genießen.

Der Naturpark Allpahuayo–Mishana
Anreise erfolgt von Iquitos aus 26,5 km über die Straße Iquitos-Nauta (30 Minuten im Auto). Vom Hafen Bellavista in Nanay aus sind es je nach Motorisierung des Bootes weitere 2 bis 3 Stunden. Dieser Naturpark ist nur 58.000 ha. groß und schützt die größte Fläche im peruanischen Regenwald mit Wäldern aufweißen Sanden (genannt "Varillales"). Dort leben zahlreiche einzigartige Pflanzen und Tiere. Im Naturpark wird auch der von den dunklen Wasser des Nanay überflutete Wald geschützt, der einzigartig im peruanischen Amazonas ist. Dieses Naturschutzgebiet verfügt über eine besonders große biologische Vielfalt, darunter zahlreiche Pflanzenarten und heimische Tierarten, die sonst kaum an anderen Orten vorkommen, viele davon sind sogar noch nicht einmal wissenschaftlich registriert. Bis heute wurden in dem Park 1780 Pflanzenarten, 522 Schmetterlingsarten, 155 Fischarten, 83 Amphibienarten, 120 Reptilarten, 476 Vogelarten und 145 Säugetierarten gezählt. Besonders zu erwähnen sind vor allem zwei heimische Affenarten: Pithecia aequatorialis (in Peru Huapo ecuatorial) und Callicebus lucifer (in Peru Tocón negro) und noch immer werden neue Tier- und Pflanzenarten hier entdeckt.

Bezüglich der Vogelarten sind zwei Dutzend Arten zu erwähnen, die ausschließlich in den Wälder mit weißem Sand heimisch sind und sogar in Peru bis vor kurzem unbekannt waren. In den vergangenen fünf Jahren wurden von der Wissenschaft vier neue Vogelarten in den Wäldern mit weißen Sand entdeckt: drei Arten von ameisenfressenden Vögeln (Herpsilochmus gentryi, Percnostola arenarum und Myrmeciza castanea) und eine mückenfressende Art (Zimmerius villarejoi). Eine fünfte Art ist noch immer nicht vollständig wissenschaftlich beschrieben (Polioptila clementsi). Dazu kommen Arten, von denen man nicht wußte, daß diese in Peru vorkommen: zum Beispiel Xipholena punicea (bella cotinga) und Neopelma chrysocephalum (manakin).

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Meikel

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