Reisebericht: Geparde streicheln

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Zum Buch: Geparde streicheln entstand als Reise-tagebuch auf einer 15-wöchigen Traumreise durch Ost- und Südafrika. Die Reise führte die Stadtplanerin Christina Kleinheins und den Fotojournalisten Paul Schulte nach Kenia, Tansania, Südafrika, Botswana und Simbabwe. Faszinierende Erlebnisse mit wilden Tieren, berührende Begegnungen mit den Menschen, aber auch die Geschichte einer gefährlichen Infektion, die für einige Wochen alles andere in den Hintergrund drängte, machen den Reisebericht zu einer spannenden Lektüre für alle, die Afrika bereits kennen oder noch kennenlernen wollen. Über 100 Schwarzweiß- und Farbfotos vermitteln einen Eindruck des vielfältigen Kontinents. Leseprobe: Montag, 8.8.2011 Der erste Tag am Mara River übertraf unsere durchaus hoch gesteckten Erwartungen. Gnus, Gnus, Gnus … grasend, rennend, blökend und den Fluss querend, ganz so, wie wir es uns erhofft hatten. Wir waren nur vom Schauen und Fotografieren völlig erschöpft. So weit man blicken konnte, war die Steppe schwarz gepunktet. Am Fluss mit seinen steilen Ufern spürte man die Anspannung der Tiere deutlich, die sich nicht ins Wasser wagten, aber durch den Geruch von frischem Gras vor ihnen und die abgegraste Steppe hinter ihnen getrieben wurden, den Fluss zu kreuzen. Eigentlich waren sie ja schon auf der richtigen Seite, hätten nur am Ufer entlanglaufen müssen, aber da der Mara stark mäandriert, kreuzen die Herden ihn immer wieder, Schleife um Schleife hinter sich lassend. Natürlich standen Dutzende Autos an den entsprechenden Stellen. Die Fahrer hatten ein System entwickelt, in dem sie in einigem Abstand vom Ufer nebeneinander stehen und warten, bis die Gnus mit einer Querung beginnen. Dann preschen alle gleichzeitig vor, so nah wie möglich ans Steilufer, und versuchen einen guten Platz zu ergattern. Durch den größeren Abstand zu Beginn werden die Gnus ein bisschen weniger gestört und alle Touristen haben ähnlich gute Chancen auf einen Logenplatz. Das klappt natürlich nicht immer; einige Fahrer halten sich nicht an die Regelung, fahren zu früh nach vorne und erschrecken so die Tiere, die ihre Querung dann unterbrechen. Damit ziehen die unkollegialen Fahrer aber den Zorn aller anderen auf sich. Wenn alle gleichzeitig losfahren, wird zudem erst mal so viel Staub aufgewirbelt – zusätzlich zu dem, den die Gnus selbst lostreten –, dass man kaum fotografieren kann. Robert schaffte es aber, uns hervorragend zu positionieren. Dank der guten Teleobjektive konnten wir auch aus etwas größerer Entfernung gut beobachten. Wir sahen nicht nur, wie die Gnus in immer größeren Sprüngen ins Wasser gingen, sondern konnten auch das Ende eines völlig erschöpften Gnus beobachten, das einem augenscheinlich schon ziemlich wohlgenährten Krokodil als Mahlzeit diente. Auch die Touristen wollten natürlich essen, und zur Lunchzeit suchte sich jeder Fahrer deshalb mit seiner Gruppe einen Baum aus, unter dem die Picknickdecke ausgebreitet wurde. Auf die Frage, was das denn für ein Baum sei, unter dem wir saßen, sagte Robert: “We call it a restaurant tree.” Überhaupt merkten wir wieder, wie uns der Humor der Afrikaner gefällt. Mit Joshua und Robert gab es immer etwas zu lachen – zum Beispiel über die standorttreuen Gnus, die nur deshalb nicht mit auf die große Wanderung gehen, weil sie ihre Pässe verloren haben, oder über die chinesischen Touristen, die während der Safari schlafen. Gegen halb fünf waren wir zurück am Ol Moran Camp, tranken noch einen Kaffee und genossen dann eine heiße Dusche, auch wenn das Wasser etwas bräunlich aus der Leitung kam. Wie fast jeden Abend sahen wir die Bilder des Tages noch einmal durch. Wir hatten auch die Video-Funktion der Kameras einige Male ausprobiert – vielleicht würde Paul davon etwas in seine geplante Diaschau einbauen können.



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