Reisebericht Afrika

von tanja am 20.08.

Victoria Falls nach Cape Town

Von Johannesburg ging unser Flieger Richtung Victoria Falls. Wir hatten 4 Tage vor Ort bis Sue und Ian (Josh's Eltern) angekommen sind. Wir dachten somit, dass wir doch schon ein paar kleine Sachen vorweg unternehmen koennten... Leider stellte sich diese Idee als schwierig heraus, da die Preise einfach nur unglaublich waren. $120 fuer einen Tag Whitewater Rafting ($100 fuer einen halben Tag), $250 fuer einen Helicopter Flug fuer 20min ueber die Wasserfaelle, $70 fuer 2 Stunden ausreiten im anliegenden Nationalpark, etc.


Unser eigentlich geplantes Budget fuer die naechsten 3 Wochen wurde somit schon in den ersten 3 Tage gesprengt :-)

Als unsere erste Unternehmung haben wir uns fuer einen Ausritt in den Nationalpark entscheiden. Leider haben wir nicht wirklich viele Tiere gesehen und ausser Schritt war nicht viel reiten angesagt. Trotzdem hat es Spass gemacht...

Als zweite Aktivitaet stand natuerlich Whitewater Rafing auf dem Plan. Wenn wir schon bei den Vic Falls sind, muss man doch wenigstens einmal im Wasser gewesen sein...
Nach einem kurzen Training ging es auch schon los in die ersten Stromschnellen. Nach der ersten gut genommenen Stromschnelle und somit keiner Rueckkehrmoeglichkeit haben wir dann erfahren, dass der Name unseres Guides Titanic war und bei der 4 Stromschnelle wurde uns bewusst warum... Es war lediglich eine Grade 5 Stromschnelle, aber Titanic dachte sich, das er uns doch beim flippen des Bootes behilflich sein koennte. Naja, die zwei Argentiner, die sich die beiden Frontsitze gekrallt hatten und dachten, dass sie fantastisch und einfach zu cool waeren, haben allerdings ihren Beitrag erheblich dazu geleistet, da sie sobald sie die Wellen auf sich zukommen sahen, aufhoerten zu paddeln und sich ins Boot geschmissen haben... 
Wir sind also geflippt und es ging gefühlte 5 Minuten unter Wasser, durch weitere Wellen, eine weitere Stromschnelle runter, das Boot auf dem Kopf bekommend, wieder 5 Minuten unter Wasser, bis wir endlich wieder am Boot ankamen. Und dann waren lediglich 5 Leute anstatt der 6 an Bord... Josh fehlt... AHHH!! Wie sich aber schnell herausstellte, wurde Josh 50m weiter von einem anderen Boot an Land gezogen. Krise überstanden... 
Ich denke mal, dass alle nach dieser Stromstelle ein wenig in Panik geraten sind und Titanic sich somit für die nächsten zusammenreissen musste... Wir sind, trotz der Argentinier, nicht wieder geflippt. 

Victoria Falls nach Cape Town

Nach dem Mittagessen durften Josh und ich dann zu unserer Freude feststellen, das wir die einzigen Leute mit einem gebuchten Tagesausflug waren. Der einzige Kommentar von Titanic war, dass man mit weniger Gewicht ja doch leichter flippt... Ah, schön zu wissen, dass nur weitere drei Grade 5 Rapids auf uns warteten. Bis wir zur Waschmaschine kamen, lief aber alles hervorragend. Als unser neuer Guide (Titanic war denke ich zu riskant für nur 2 weitere Insassen) uns dann aber die Waschmaschine erklärte und mitteilte, dass wir paddeln müssen, was das Zeug hält um dort nicht hineinzugeraten, wurde uns doch etwas anderes (seine Worte waren: "Wenn wir dort hineingeraten flippen wir zu 200% und dann zieht uns die Strömung runter. Und dort unten sind ein paar nicht allzu schöne Steine."). Glücklicherweise durfte Josh unseren Guide sich noch begreuzigen sehen und dann hörten wir beide nur noch "paddel, schneller, paddel, härter, paaaaadddelllt!!" Ich kann euch sagen, dass ich noch nie so hart in meinem Leben gepaddelt habe!! Aber wir haben es geschafft und es war nach allem doch ein super cooler Tag mit jeder Menge guten Rapids (ausgenommen der Waschmaschine und Nr. 4, mit dem viel zu langem Tauchgang).

Mit Sue und Ian sind wir dann zu den Victoria Wasserfällen auf der Zimbabwe und Zambia Seite gegangen. Beide Seiten waren klasse, wobei wir die super Sicht von der Zimbabwe Seite hatte und auf der Zambia Seite nur 50cm vom Abgrund entfernt stehen konnte (lediglich möglich, da wir zur Trockenzeit da waren). Wir konnten alle nicht glaube, dass trotz Trockenzeit Teile der Wasserfaelle noch so unglaublich stark waren. 

Von den Vic Falls ging dann die 3 woechige Tour los. Mal eine neue Erfahrung fuer Josh und mich, da uns jetzt jemand erzaehlte, wo und wann wir zu sein haben. und wann es essen gibt. Dafuer mussten wir nichts weiteres organisieren, was auch mal ganz angenehm sein kann.

Unser erster Stop war Chobe Nationalpark und wir konnten unsere ersten Loewen sehen (inclusiver eines vollen Sprints von einem maennlichen Loewen hinter einem weiteren jungen Loewen her, mit abschliessender Vollbremsung um mit einem ordentlich bruellen zu verdeutlichen, wer hier der Boss war).
Der Park ist einfach der Hammer. An der River Front gab es Herden von Loewen, Giraffen, Zebras, Bueffel, etc. zu sehen...Einfach unbeschreiblich und defintiv einen weiteren Besuch wert.

Von Chobe ging es ins Okawanga Delta, wo wir die erste Nacht in einem Wildcamp und die zweite in einem Hausboot verbracht haben. Das Hausboot war nach den ersten Tagen campen mal wieder ein wenig Luxus pur ;-) Leider war schwimmen trotz 40C wegen der Krokodile und Hippos nicht erlaubt.

Die Dorfbesichtigung mit einem Esel

Da Ian sich einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, hatten wir zudem einen riesen Spass bei der naechsten Dorfbesichtigung, da er sich einen Esel fuer 20P gemietet hat und von einem Jungen durchs Dorf gefuehrt wurde. Es war einfach nur einen Lacher wert und Ian war sich nicht sicher, ob ihm im Anschluss der Hinter mehr weh tat, als sein Oberschenkel ;-) Nachdem Josh ihm aber mitteilte, dass er fuer die 20P wahrscheinlich den Esel gekauft hat, war Ian noch erleichterter, dass der Junge den Esel am Ende wieder mitnahm. Wobei ich denke, dass der Junge eher dachte, dass er das Geschaeft seines Lebens gemacht hat, als er den Esel verkaufte und am Ende feststellte, dass er das Geld und den Esel behalten konnte. :-0

Zudem haben wir von Sue und Ian einen Flug uebers das Delta geschenkt bekommen und das war einfach nur klasse. Man hat eine erste Idee ueber die Groesse des Deltas bekommen und es war einfach nur fantastisch Elephanten und Bueffel durch das Delta stapfen zu sehen.

Vom Okawanga Delta ging es in einem langen Bustrip nach Ethosa... Ein weiteres Highlight der Tour. Dieser Park ist einfach unglaublich. Nicht nur die Game Drives tagsueber lassen einen eine riesen Vielfalt an Tieren sehen, sondern auch das flutlichtbeleuchtete Wasserloch gibt einem die Moeglichkeit, die Tiere nachts zu beobachten. Die Gruppe Loewen, die ein Nashorn mit gerade geborenen Jungen umzingeln wollten (aber zum Glueck aufgeben mussten), eine riesen Gruppe Elephanten, die die Nashoerner verjagten und sich dann dem Wasserloch widmeten, Jackels, Giraffen, Zebras, ein Oryx, der von einem Loewen gejagt wurde und das alles waren nur einige atemberaubenden Momente... Es war einfach nur schwer sich vom Wasserloch zu trennen...

Von Ethosa ging es fuer eine Nacht Richtung Spitzkop, wo wir einen superschoenen Sonnenuntergang von einem kleinen Berg beobachten konnten und dann weiter nach Swakopmund. Dort hatten wir endlich wieder 2 Naechte in einem Bungalow verbracht, worueber alle sehr erfreut waren. 
Man kann sich ueberigens nicht vorstellen, wie viele Deutsche in Namibia leben oder Urlaub machen... Wahnsinn...

Von Swakopmund ging es dann ueber Sossuvlei und den roten Sandduenen, ueber den Fish River Canoyen, Orangeriver und einer Vinzerei mit unglaublich guten Wein und einer tollen Aussicht nach Kapstadt. 

Eine ganze Menge Erlebnisse in Afrika

Wir hatten wirklich viel Spass auf der Tour, auch wenn die 3 Wochen meiner Ansicht nach fuer eine so grosse zu ueberwaeltigende Distanz zu kurz sind. Man sieht zwar jede Menge, kann es aber nicht wirklich erleben, da dafuer die Zeit fehlt.

Spass haben uns vor allem immer wieder die unterschiedlichsten Charaktaere gebracht, die wir auf dem Trip kennenlernen durften. Kyla war einfach ueberlustig beim Fotos machen zu beobachten, vor allem, wenn sie Fahrer, Tourguides oder Tourteilnehmer dazu befehligte das Boot oder Auto zurueckzufahren und einen Umweg einzuschlagen, um ein weiteres Foto von einem Vogel aufnehmen zu koennen. Carly, die immer als erste aus dem Bus musste, um ja den besten Campspot zu bekommen. Ihr war es egal, ob sie unseren Tourguide Alan, ihren Verlobten oder irgendeinen anderen Teilnehmer dafuer aus den Weg druecken musste. Linsy, die fuer einen 80 Tage Tour aufbrach, allen aber mitteilte, dass sie eigentlich gar nicht gerne in Kontakt mit anderen Leute ist (ihr armer Mann musste das alles mit aushalten). Die 3 Singels, die die Tour nutzen um ihr Singeldasein ein wenig zu unterbrechen... Ach ja, es war doch wirklich sehr amuesant...

In Kapstadt haben wir unseren Daihatsu Terrios abgeholt und haben mit Sue und Ian die Umgebung noch ein wenig erkundet. Es ging ueber den Chapman's Peak, zum Cape Point dann zum Cape of Good Hope und den Pinguinen, die einfach nur super suess waren, und abschliessend haben wir die Aussicht auf den Tafelberg von Signal Hill genossen. Die Umgebung um Kapstadt ist einfach nur der Hammer. Man hat glassklares tuerkisblaues Meer, Wale direkt vor der Haustuer, schneeweisse Straende und alles ist von der Tafelberggebirgskette umringt. Landschaftlich absolut atemberaubend... 

Nachdem wir Sue und Ian dann am naechsten Abend zum Flughafen gebracht haben, sind Josh und ich noch mit der Gondel hoch auf den Tafelberg. Die Aussicht war wieder nur fantastisch und ist definitiv einen Ausflug wert.

Und von jetzt an sind wir fuer noch 2 Monate mit unserem 4*4 Terrios unterwegs, was wohl eher unserem alten Picanto mit zusaetzlichem Allrad nahekommt... Mal schauen, wie weit wir im Gelaende kommen :-) Dazu aber beim naechsten Mal mehr...

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tanja

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