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Rubrik: Abenteuerurlaub


(© join my trip)

Unser Reiseziel des Monats Mai 2017 ist mit Transnistrien eine Destination, die vor allem für Abenteuerlustige sehr interessant sein dürfte. Wer weniger auf Komfort, Pauschalreisen und einfach Relaxen im Urlaub steht, und vielmehr das Ursprüngliche einer Region oder eines Landes sucht, wird hier im äußersten Südosten Europas sicherlich seine wahre Freude haben. Am Beginn unseres Trips nach Transnistrien stehen ein paar Fakten und ein kleiner geschichtlicher Überblick. Dieser ist dieses Mal wichtiger als sonst an ähnlicher Stelle, wenn man die heutigen Gegebenheiten in dem Land verstehen will.

Das ist Transnistrien

Die Region Transnistrien ist eine Region im Osten Moldawiens, die als eigener Staat international nicht anerkannt wird. Etwas mehr als 550.000 Menschen leben hier, die ihr Land selbst als Pridnestrowien bezeichnen. Transnistrien ist ein wichtiges Schwerindustriezentrum, das unter entscheidendem russischen Einfluss steht, international aber als Teil von Moldawien gesehen wird. Allerdings ist das Land seit 1990 faktisch von ChișinÄ�u unabhängig und besitzt eine eigene Regierung, Währung, Verwaltung und auch eine eigene Armee.

Kurze Geschichte von Transnistrien

Was heute als Transnistrien bezeichnet wird, sah in seiner Geschichte häufig wechselnde Besatzer, was sich auch auf die Bevölkerungsstruktur auswirkte. In der Antike übten die Skythen und Daker großen Einfluss auf die Region aus und als Teil der Provinz Moesia waren auch die Römer über mehrere Jahrhunderte die Herren über Transnistrien. Zu Beginn des Mittelalters siedelten sich in dem Gebiet slawische Stämme, Kumanen und weiter Ethnien an und die Region gehörte wahrscheinlich zur Kiewer Rus. Nach einer kurzen Mongolenherrschaft im 13. Jahrhundert übernahmen ab dem 15. Jahrhundert das Königreich Polen-Litauen, das Kosaken-Hetmanat und das Khanat der Krim die Herrschaft über einige Teile von Transnistrien. Das Gebiet westlich des Dnest war im Besitz des rumänischen Fürstentums Moldau, das mit den Osmanen verbündet war. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden weite Gebiete des heutigen Transnistriens Teil von Neurussland. Zu dieser Zeit entstand auch die heutige Hauptstadt Tiraspol In weitere Folge siedelten sich Kolonisten aus der Ukraine und Russland sowie die sogenannten Schwarzmeerdeutschen hier an. Nach dem Endes des I. Weltkriegs wurde Transnistrien in die Ukrainischen Teilrepublik innerhalb der neu gegründeten Sowjetunion eingegliedert. Im 2. Weltkrieg eroberten mit den Deutschen verbündete rumänische Truppen Anfang 1941 Transnistrien. Bis 1944 herrschten dann die Rumänien über das Gebiet, was eine intensive Rumänisierung zur Folge hatte. Im März und April 1944 eroberte die vorrückende Rote Armee die Region und gliederte sie wieder in die Sowjetunion ein. Es ließen sich hier Menschen aus dem gesamten Riesenreich nieder, sodass die renommierte New York Times von „der sowjetischen Version des amerikanischen Schmelztiegels“ sprach.

Der Transnistrien-Konflikt

In der Mitte der 1980er Jahre kam es in Transnistrien – wie in der gesamten Sowjetunion – zu verstärkten nationalistischen Tendenzen, die durch die Perestroika-Politik von Michail Gorbatschow noch verstärkt wurden. Moldawien lehnte sich immer stärker an Rumänien an und 1990 erklärte es seine Souveränität. Es kam daraufhin zu einer Rumänisierung des öffentlichen Lebens. Doch die ethnischen Spannungen nahmen in ganz Transnistrien zu. Die russischsprachige Bevölkerung sahen ihre Rechte massiv bedroht und noch im gleichen Jahr erklärte Transnistrien als Transnistrische Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik seine Unabhängigkeit von Moldawien. Man verfolgte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion das Ziel, einen eigenständigen Staat zu gründen und lehnte jegliche Zugehörigkeit zu Moldawien ab. Dieses betrachtete Transnistrien aber weiterhin als Teil seines Territoriums. Es kam, wie es kommen musste und der Konflikt eskalierte. Moldawien schickte Truppen und es wurde bis zum 25. Juli 1992 in der Region gekämpft. Etwa 1.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Dann schloss man einen dauerhaften Waffenstillstand ab, der von einer Friedenstruppe aus russischen, moldawischen und transnistrischen Soldaten bis heute überwacht wird. Bis zu jetzigen Zeitpunkt akzeptiert allerdings Moldawien die Abspaltung von Transnistrien nicht und bemüht sich um eine Wiedereingliederung. Der Waffenstillstand wird zwar eingehalten, aber Verhandlungen über eine endgültige Lösung des Konflikts verliefen bisher ergebnislos.

Die Hauptstadt Tiraspol

In der Hauptstadt Tiraspol am östlichen Ufer des Dnister leben knapp 150.000 Menschen und sie ist Sitz einer Uni sowie ein Kultur- und Wirtschaftszentrum. 1792 als Festung gegründet, entwickelte sich Tiraspol im 19. Jahrhundert zu einer wichtigen Zollstation. Nach der Russischen Revolution von 1917 fiel die Stadt wie ganz Transnistrien an die Sowjetunion und war bis 1940 Hauptstadt der Moldauischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik. Im 2. Weltkrieg wurden die meisten Juden von den Nazis ermordet und am 12. April 1944 von den Russen zurückerobert. Die Sowjets siedelten zahlreiche Industriebetriebe in der Stadt an, wobei der Großkonzern Sheriff wohl der bekannteste davon ist. Zu den Sehenswürdigkeiten von Tiraspol zählen das Rathaus, das Parlament, der Stadtpark, die Cognac-Destillerie Kvint und das Flaschenmuseum, wo man hervorragende Weine und Brände kosten kann. Unbedingt vorbeischauen sollte man auch in dem über 1.000 Jahre alten Kloster vor den Toren der Stadt.

Unterwegs in Transnistrien

Während man von Transnistrien früher nur als Waffenumschlagplatz gehört hat, beginnen mutige Menschen die Region als Reiseziel zu entdecken. Transnistrien beginnt sich immer mehr der Welt zu öffnen, doch kaum einer nimmt bisher davon Notiz. Noch immer hat das Land im Westen das Image, ein Paradies für den Drogen-, Auto-, Zigaretten- und Waffenschmuggel zu sein. Regiert wird Transnistrien von einem Exgeneral der Sowjetarmee und Exoffizier des KGB, der eine Kopie von Stalin zu sein scheint. Das Land ist sehr klein und misst in etwa 200 Kilometer von Nord nach Süd. An der schmalsten Stelle ist es nur 20 Kilometer breit. Die Gerüchte, das sich der Müll auf den Straßen der Städte stapelt und es an Lebensmitteln mangelt, bewahrheiten sich nicht. Man sieht dicke Limousinen durch Tiraspol fahren und begegnet allen paar Metern herumstreunenden Hunden. Man benötigt für die Einreise nach Transnistrien kein Visum, sondern füllt nur eine Imigration-Card auf Russisch oder Englisch aus. Und seit neun Jahren benötige man für einen Besuch hier auch keine Einladung mehr. Es ist darauf zu achten, dass die angegebene Aufenthaltsadresse unbedingt der Realität entspricht, da die Grenzkontrolle die Möglichkeit hat, die Angaben im Melderegister zu verifizieren. Bei der Registrierung muss man einige Fragen beantworten und es kommt vor, dass ein paar Cent „zu bezahlen“ sind.

Damit wären wir am Ende unseres kleinen Ausflugs in den äußersten Südosten des Kontinents. Wer also Lust auf einen so richtigen Abenteuerurlaub innerhalb Europas hat, findet mit Transnistrien die perfekte Destination. Ihr sucht für solch einen Trip eine Reisebegleitung? Diese findet ihr bei uns unter Reisepartner Abenteuer.


(© join my trip)

Geschrieben am 28.04.2017 von Erich in Abenteuerurlaub
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