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Rubrik: Pilgern

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Wer glaubt, dass sich alle Pilgerwege in südlichen Gefilden befinden, der irrt. Auch im hohen Norden Europas gibt es eine Menge interessanter Pilgerwege, die vielleicht nicht so bekannt wie der Jakobsweg oder der Pilgerweg nach Jerusalem sind. Grund genug, uns einmal die Pilgerrouten in Norwegen ein wenig näher anzusehen, führen diese doch durch eine der faszinierendsten Landschaften des Kontinents.

Die St.-Olavs-Wege oder Nidaroswege

Ziel der insgesamt fünf St.-Olavs-Wege ist immer dasselbe: Das Grab des heiligen Olaf im Nidarosdom.
Die Gubrandschal-Route ist knapp 650 Kilometer lang und somit der längste St.-Olafs-Weg von Oslo nach Trondheim. Der Pilgerpfad führt durch ursprüngliche Bergwelten, alte Dörfer, vorbei an geschichtsträchtigen Orten und immer wieder durch unendliche Heidelandschaften. Man muss über Holztreppen klettern, Bäche und Flüsse durchqueren und sich ab und an auch an Seilen weiterhangeln. Zum Teil liegt auf dem Weg sogar Ende Juni noch Schnee. Auch hier ist die Landschaft wie im übrigen Norwegen vielerorts noch wie vor Jahrhunderten und vom Eingreifen des Menschen unberührt. In unregelmäßigen Abständen taucht eine Hütte am Wegesrand auf und unzählige Schafe beäugen den Pilger neugierig. Und im Gegensatz zum vielbegangenen Jakobsweg ist man auf den Nidaroswege oft ganz allein unterwegs. Zahlreiche Pilger schätzen gerade diese Einsamkeit.

Von Moschusochsen und Trollen

Wenn man ein wenig Glück hat, begegnet man im Dovrefjell-Nationalpark den aus Grönland wiedereingeführten Moschusochsen. Die Urrinder lebten einst Seite an Seite mit den mächtigen Mamuts und sind die letzten großen Boten aus der Eiszeit. Allerdings sollte man zumindest 200 Meter Abstand zu den riesigen Tieren halten. Fühlen sich die Urrinder bedroht, kann es schon sein, dass sie zum Angriff übergehen.
Eine weitere „Gefahr“ auf dem Weg zum Grab des heiligen Olaf droht von den Fabelwesen, die ja bekanntlich in ganz Norwegen ihr Unwesen treiben. Vor allem in der Dämmerung und im Nebel sollen sich die legendären Trolle herumtreiben, um nichtsahnende Wanderer zu erschrecken. Doch es gibt ein gutes Mittel, um diese haarigen Gestalten zu vertreiben: man wirft einfach regelmäßig Steine vor sich auf den Weg. Das hören die Trolle und nehmen Reißaus. Hierzu stehen auch Schilder mit der Aufschrift „kastet“ am Wegesrand, was so viel bedeutet wie „geworfen“.

Der heilige Olav

Wer war aber nun dieser heilige Olaf?
Olav II. Haraldsson war König von Norwegen und wurde vermutlich im Jahre 995 geboren. Er wurde zu Lebzeiten auch Olav Digre – Olaf der Dick – genannt.
In frühen Jahren war Olav ein Wikinger, der in der Nordsee gegen Schweden und Finnen kämpfte. Im Jahre 1009 – also noch sehr jung (sein Geburtsdatum darf bezweifelt werden) – schloss er sich einem großen Wikingerheer an, das gegen England zog. Danach unternahm er Raubzüge in Frankeich und Spanien und ließ sich 1014 in Rouen taufen.
1015 segelte Olav zurück nach Norwegen und errang nach zahlreichen Kämpfen die Königskrone.
Ab dem Jahre 1020 kam es zu Konflikten mit dem englischen König Knut, der in Olav einen ernstzunehmenden Rivalen um Dänemark sah. Olav wartete nicht auf den Angriff von Knut, sondern griff in den Jahren 1025 und 1026 Dänemark an, wurde aber in der Schlacht an der Helgeå von Knut besiegt. Dieser knüpfte Kontakte zu den norwegischen Häuptlingen, die sich zum Teil gegen Olav stellten. Im Zuge dessen musste er nach Russland fliehen und Knut wurde auch König von Norwegen.
1030 kehrte Olav nach Norwegen zurück und wollte seine Königswürde zurückerlangen. Olav II. Haraldsson fiel am 29. Juli 1030 in der Schlacht von Stiklestad und seine Gebeine fanden im Nidarosdom ihre letzte Ruhe. Schon bald nach seinem Tod wurde Olav zum Märtyrer stilisiert, hatte er doch als Christ gegen die sogenannten „Heiden“ gekämpft. Warum genau er 1031 ein Heiliger wurde, ist nicht geklärt. Angeblich waren sein Bart, die Haare und Nägel weitergewachsen und seine Wunden aus der Schlacht noch frisch, als man später seinen Sarg öffnete. Sicher ist, dass sich der Olavskult rasch über ganz Skandinavien ausbreitete und es über 400 Kirchen ihm zu Ehren gab.
Auch setzte recht früh ein ausgeprägtes Pilgerwesen ein, das am Festtag des heiligen Olaf seinen Höhepunkt erreichte. Auch in Nidros, wie an allen großen Wallfahrtsorten, wurden Pilgermarken ausgegeben, die den König in sitzender Position abbildeten.

Der Nidarosdom – das Herz Norwegens

Der Nidarosdom in Trondheim – das Ziel aller St.-Olavs-Wege – ist eine der bedeutendsten Kirchen in Norwegen und gilt als Nationalheiligtum. Die Kathedrale der norwegischen Erzdiözese wurde angeblich über dem Grab des heiligen Olav im Jahre 1152 erbaut. Hinter dem Hochaltar wurde der Schrein des Heiligen aufbewahrt, wodurch der Dom den Namen „Herz Norwegens“ bekam. Heute kann man das Grab von Olaf dem Heiligen leider nicht mehr lokalisieren.
Im Mittelalter und von 1818 bis 1909 war die Kathedrale Krönungsstätte der norwegischen Könige und zehn von ihnen fanden hier auch ihre letzte Ruhe.

Wer also einmal etwas „anders“ Pilgern will, findet mit den St.-Olavs-Wegen in Norwegen hierfür eine hervorragende Gelegenheit vor.
Weitere Informationen findet ihr auf olavsweg.de.
Und falls ihr auf der Suche nach einer Begleitung für den einen oder anderen Pilgerweg seid, findet ihr diese mit Sicherheit bei uns auf join my trip unter Reisepartner Pilgern.

Geschrieben am 25.09.2015 von Erich in Pilgern
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