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Rubrik: Städtereise


(© join my trip)

Wo einst Diokletian seinen Ruhestand genoss

In zwei vorangegangenen Artikeln haben wir euch Dubrovnik und die dalmatinische Küche ein wenig näher vorgestellt. Heute besuchen wir im Rahmen „Metropolen der Welt“ Split und schließen unseren kleinen dalmatinischen Schwerpunkt damit ab. Bevor wir uns näher anschauen, was es in Split zu entdecken gibt, findet ihr hier wie gewohnt ein paar Daten und historische Fakten über die adriatische Stadt.

Facts zu Split

Split, das auf Italienisch Spalato heißt, ist die zweitgrößte kroatische Stadt und gilt als Hauptstadt Dalmatien, ohne, dass ihr dieser Status jemals offiziell zugestanden wurde. Knapp 170.000 Menschen leben hier und die Hafenstadt ist Sitz der katholischen Erzdiözese Split-Makarska. Der Name der Metropole lässt sich etymologisch nicht genau klären. Einige nehmen an, dass er von der Pflanze Stacheliger Dornginster stammt und andere behaupten, er rührt vom lateinischen Wort für Palast – Palatium – her. Eine weitere Theorie besagt, dass der Name auf Spalatum – der Bezeichnung für die Stadt Solin – zurückgeht. Dieser Ort gilt als Heimatstadt des römischen Kaisers Diokletian, von dem wir noch einiges hören werden, die durch die Awaren zerstört wurde.

Kleine Geschichte von Split

Funde aus der Mujina-Höhle oberhalb des Polje von Kaštela lassen vermuten, dass bereits 50.000 Jahre vor Christus – im mittleren Paläolithikum – Menschen in dieser Gegend gelebt haben. Erste Siedlungen kann man in die Kupfersteinzeit datieren und in der Bronze- und Eisenzeit siedelten in der Region um Split die illyrische Dalmater, nach denen das Gebiet benannt wurde. Ab dem 4. Jahrhundert vor Christus war Split eine griechische adriatische Kolonie und hieß Aspalathos. Danach übernahmen die Römer die Herrschaft über das gesamte Gebiet und auch über Split. Das Split, das sich uns heute präsentiert, hat seine Keimzelle im Diokletianpalast von dem bereits erwähnten römischen Kaiser aus dem Jahre 300. Dazu später mehr. Zu Beginn des 7. Jahrhunderts zerstörten die einfallenden Awaren und Slawen Salona. Geflohene Überlebende flüchteten sich in den Palast und richteten sich dort ein. In weiterer Folge wandelt sich der Palastkomplex zu einer Festung und zur Stadt Split. Der ehemalige Palast umfasst heute den gesamten Ostteil der Altstadt von Split. Die Anlage wurde von den Eroberern nie eingenommen. Ab dem frühen 9. Jahrhundert war Split ein Teil des byzantinischen Dalmatien, während das Hinterland von slawischen Fürstentümern beherrscht wurde. Im späten 10. Jahrhundert ging Split an die kroatischen Könige und war auch immer wieder Hauptstadt ihres Reiches. Mit der Expansionspolitik der Venezianer fiel die Stadt an die Dogenrepublik und mit dem Frieden von Zadar 1358 wieder an Kroatien bevor es sich 1420 freiwillig erneut Venedig unterstellte. Als im 16. Jahrhundert die Osmanen über Europa herfielen, suchten diese auch die Stadt und ihr Umland heim. 1522 versuchten sie, die Festung Klis, die oberhalb von Split liegt, einzunehmen, konnten aber abgewehrt werden. Doch im Vierten Osmanisch-Venezianischen Krieges von 1537 bis 1540 fiel die Festung dann doch in osmanische Hände und war fortan eine Basis für Angriffe auf Spalato/Split. In weiterer Folge erobert die Osmanen das Umland, doch die Stadt konnten sie nicht einnehmen. Die Pest töte gegen Ende des 16. Jahrhunderts zwei Drittel der Einwohner und es lebten 1607 nur noch ungefähr 1.400 Menschen in Split. Als die Osmanen zu Beginn des 18. Jahrhunderts sukzessive zurückgedrängt werden konnten, wuchs die Stadtbevölkerung dank des Zuzugs aus dem Hinterland wieder an. Mit dem Ende der Republik Venedig in Folge der napoleonischen Kriege 1797 übernahm das Kaiserreich Österreich die Herrschaft über Dalmatien und auch Split. 1813 wurde dann das Königreich Dalmatien eingerichtet. Im 19. Jahrhundert ließen die Habsburger die städtische Infrastruktur ausbauen und nach dem Ersten Weltkrieg ging Split an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, die sich später zum Königreich Jugoslawien zusammenschlossen. Während des Zweiten Weltkriegs marschierten italienische Truppen in Jugoslawien ein und eroberten am 6. April 1941 Split. Ab 1943 besetzte die deutsche Wehrmacht die Stadt und hielt sie bis Juni 1944. Nach dem Krieg war die Stadt in die kroatische Teilrepublik innerhalb Jugoslawiens eingegliedert. Seit Ende des Kroatienkrieges 1991 gehört Split zur Republik Kroatien.

Das unumstrittene Highlight von Split – der Diokletianpalast

Beginnen wollen wir unseren Rundgang im bereits mehrfach erwähnten Diokletianpalast, der das unumstrittene Highlight der Stadt ist. Der Palast ist seit 1979 ein UNESCO-Welterbe und diente dem römischen Kaiser Diokletian als Alterssitz. Dieser war der einzige römische Kaiser, der im Jahre 305 freiwillig aus dem Amt schied. In spätantiker Zeit baute man den Palast in eine bewohnte Festung um und passte ihn in weiterer Folge den unterschiedlichen kulturellen Einflüssen an. Gebaut wurde die Anlage innerhalb von zehn Jahren von 296 bis 305 und soll der Legende nach dem letzten weströmischen Kaiser Julius Nepos 475 als Zufluchtsort gedient haben. Heute ist der ehemalige Palast ein Komplex aus römischen Villen sowie Militär- und Stadtbauten. Die Kernanlage nimmt eine Fläche von 30.000 m² und am besten kann man die gewaltigen Ausmaße an den unterirdischen Bauten ausmachen.

Auf der Festung Gripe

Eine weitere herausragende Anlage der Stadt ist die Festung Gripe. Diese wurde im 17. Jahrhundert als Verteidigungswerk gegen die Osmanen erbaut. Heute sind hier das kroatische Nationalmuseum und das Maritime Museum untergebracht. Die Festung befindet sich östlich des Stadtzentrums auf dem Hügel Gripe. Wurde die Stadt früher vom Diokletianpalast aus verteidigt, erforderte die Entwicklung neuer Waffentechniken in der frühen Neuzeit auch eine Umorientierung im Festungsbau. Daher ließen die Venezianer die Festung und vorgelagerte Bastionen bauen. Immer wieder versuchten die Osmanen die Festung einzunehmen, konnten aber von den Splitern stets abgewehrt werden.

Ausflug nach Marjan

Westlich von Split liegt die Halbinsel Marjan, die mit einem dichten Kiefernwald bedeckt ist. Seit 1964 ist der Waldpark geschützt und die Heimat von 400 seltenen Pflanzenarten. Die Halbinsel kann vom Stadtteil Split-Spinut durch einen ein Kilometer langen Tunnel erreicht werden, der durch den Berg Marjan geschlagen wurde. Hier herauf unternahmen die Spliter Wallfahren und Prozessionen und führen Segnungen durch. So steht auf dem Berg die Kirche des heiligen Nikolaus aus dem 13. Jahrhundert und wurde von den vorbeisegelnden Seeleuten immer gegrüßt, da sie zu ihren Ehren errichtet wurde. Auch befindet sich auf Marjan die Kirche des heiligen Hieronymus mit einer Einsiedelei aus dem 15. Jahrhundert. Der Überlieferung nach, soll sich dieser in den Wald von Marjan geflüchtet haben. Und noch eine Kirche gibt es hier. Und zwar die aus dem 9. Jahrhundert stammende Kirche des heiligen Georgs auf der Spitze des Berges. Es lohnt sich also, die Halbinsel zu besuchen und vom Gipfel des Marjan hat man einen einmaligen Ausblick auf Split.

Damit schließen wir unseren Trip nach Split ab und hoffen, ihr habt Lust bekommen, die Stadt einmal zu besuchen. Und wenn ihr auf der Suche nach einer Reisebegleitung für Dalmatien seid, findet ihr diese bei uns unter Reisepartner Kroatien.


(© join my trip)

Geschrieben am 20.10.2017 von Erich in Reise und Urlaub Städtereise
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