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Rubrik: Roadtrip


(© join my trip)

Diese Woche wollen wir in unserer Reihe „Traumstraßen der Welt“ einmal die richtigen Abenteurer unter euch ansprechen. Heute bereisen wir den legendären Karakorum Highway und wollen einmal schauen, in welchen Zustand die Straßen sind und worauf man achten soll, wenn man auf der Fernstraße unterwegs. Zunächst gibt’s ein paar Daten und Facts über den Highway, bevor wir die Motoren starten und losbrausen.

Wissenswertes über den Karakorum Highway

Der Karakorum Highway ist eine internationale Fernstraße, die Westchina mit dem Nordwesten von Pakistan verbindet. Sie hat ihren Startpunkt im Osten in Kaschgar und endet in Havelian. Der Highway ist knapp 1.300 Kilometer lang und kann mit vielfältigen Kulturen und abwechslungsreichen Landschaften entlang der Strecke aufwarten. Im Winter ist die Straße nicht befahrbar, da sie zum Teil in großen Höhen entlang des Pamir, Himalaya, des Hindukusch und dem namengebenden Karakorumgebirge führt.

Der Streckenverlauf

Der KKH – wie der Karakorum kurz salopp genannt wird – führt am neunthöchsten Berg der Welt, dem Nanga Parbat vorbei. Am Khunjerab-Pass, beim Übergang von Pakistan nach China, erreicht die Straße eine Höhe von fast 4.700 Metern und der Karakorum Highway gilt als die höchstgelegen Fernstraße der Welt. Dabei ist aber zu erwähnen, dass es weltweit durchaus noch höher gelegene Passstraßen gibt. Zum Beispiel den Paso Ticlio in Peru mit 4818 Meter Seehöhe auf der Ruta nacional PE-22.

Kleine Geschichte des Karakorum Highways

Die Fernstraße wurde vor mehr als vier Jahrzehnten gemeinsam von Pakistan und China gebaut und 1978 fertig gestellt. Aufgrund der vielen Erdrutsche an den unwirtlichen Berghängen und der teilweise sehr großen Höhe stellte der Bau eine enorme Herausforderung für die Arbeiter und die Ingenieure dar. Nach offiziellen Angaben verloren etwas mehr als 800 Arbeiter dabei ihr Leben. Seit dem Jahre 1986 ist der Highway auch für Touristen geöffnet und stellt ein echtes Abenteuer für Fahrer und Auto dar. Am 4. Jänner 2010 ereignete sich ein gigantischer Bergsturz im Hunzatal und staute den Attabad-See auf. Der Karakorum Highway wurde dabei auf einer Länge von 22 Kilometern unter Wasser gesetzt. 2015 eröffnete man infolgedessen eine Umfahrungsstraße für den Attabad-See. Derzeit baut China die zum überwiegenden Teil aus Schotter bestehende Piste zu einer mehrspurigen asphaltierten Straße aus und möchte damit die Fahrzeit von 30 auf 20 Stunden reduzieren. Auch ist es das Ziel, die Fernstraße für große Lkw im Winter befahrbar zu machen. Dadurch soll der Export von Waren nach Pakistan angekurbelt und der Hafen von Karatschi schneller erreichbar werden. Zudem ist geplant, eine Pipeline entlang der Strecke zu errichten, um iranisches Erdgas zu beziehen.

Die neue Seidenstraße

Mit diesem Projekt möchte man die legendäre Seidenstraße wieder beleben und steckt gigantische 50 Milliarden Dollar in den Wirtschaftskorridor. Der Ausbau des Karakorum Highways ist das Pilotprojekt eines unglaublichen Plans, der vorsieht, Asien und Europa mittels One Belt, One Road-Strategie zu verbinden. Dieses Vorhaben umfasst zum einen die Landwege durch Zentralasien und zum anderen die maritime Zusammenarbeit von Anrainerstaaten wichtiger Seewege. Entwickelt wurde der Plan in China – wo sonst – und wird von den Amerikanern misstrauisch beobachtet. Selbstverständlich gibt es auch Kritik. So fürchte man, die Chinesen könnten auf Kosten anderen Nationen neue Routen für seine Energieversorgung schaffen und industrielle Überkapazitäten abbauen, ohne dass andere Länder etwas davon haben. Fakt ist, dass sich China mit dieser Strategie auf lange Sicht vom Blockadepotential der USA unabhängig machen.

China und der Islam

Der letzte chinesische Außenposten auf dem Weg nach Zentralasien ist Tashkurgan, von wo aus man über den bereits erwähnten Khunjerab-Pass ins islamische Pakistan gelangt. Zwei Stunden Fahrt und man ist im Nachbarland und per Pferd auch gleich in Afghanistan und Tadschikistan. Eine alte Festungsruine erinnert in Tashkurgan daran, dass die Stadt vor 2.000 Jahren ein wichtiges Etappenziel für Handelskarawanen aus beiden Richtungen war. Heut wird die Grenzregion von tausenden chinesischen Soldaten abgeriegelt, die verhindern sollen, dass islamische Fundamentalisten nach China kommen, um für die Unabhängigkeit der islamischen Provinz Xinjiang zu kämpfen. China fürchtet den Separatismus, doch die One Belt, One Road-Strategie bezieht zahlreiche islamische Staaten in Asien und Afrika mit ein. Man kann in dem Ausbau des Karakorum Highways auch so etwas wie einen Test sehen, wie China mit der islamischen Welt zusammenarbeitet. Man sieht, dieses Projekt ist ein unglaublich komplexes Unterfangen, das von vielen verschiedenen Aspekten beeinflusst wird. Man darf mit Spannung erwarten, wie es sich in Zukunft entwickeln wird.

Damit sind wir auch schon am Ende unserer Reise über den Karakorum Highway und hoffen, damit die Abenteuerlust in euch geweckt zu haben. Und wenn ihr vorhabt, die Welt mit einem Vehikel zu erkunden, dazu aber noch auf der Suche nach der passenden Begleitung seid, findet ihr diese bei uns unter Reisepartner Roadtrip.


(© join my trip)

Geschrieben am 21.07.2017 von Erich in Roadtrip
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